Silvester-Stress bei Haustieren! Wie wir helfen können

Sieben Tipps für ein erträglicheres Silvester

Auch wenn wir uns auf Feste wie Weihnachten und Sylvester freuen, ist der ganze Trubel und der Lärm extremer Stress für unsere geliebten Haustiere. Katzen und Hunde haben ein viel sensibleres Gehör als wir und bei jedem Knall denken sie wohl, dass nun die Welt unter geht. Wir haben sieben Tipps, wie ihr das diesjährige Silvester mit Haustieren für die kleinen Fellnasen erträglicher machen könnt.

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Silvester mit Haustieren

Nicht nur der extreme Lärm, auch der entstehende Brandgeruch löst bei allen Tieren Panik aus. Der Stress kann sich sogar körperlich auf das Tier auswirken und im schlimmsten Fall länger anhaltende Beschwerden verursachen. Das Tier braucht auch einige Zeit, um den Angstzustand und die Panik wieder los zu werden. Bei kleinen Tieren, wie Wellensittichen oder Hamstern, kann der Stress sogar zum Tod führen – nämlich dann, wenn das kleine Herzchen vor Angst zu schnell klopft. Es ist also wirklich wichtig, seinem Tier zu helfen und die Knallerei nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

1. Fenster

Um den Lärm und die Lichtblitze nicht herein zu lassen, sollte man die Fenster schließen und mit Rolladen oder Gardinen verdunkeln. Kleintiere in Käfigen sollten so weit wie möglich vom Fenster weg gestellt werden. Ein Decke oder ein Tuch über dem Käfig schützen zusätzlich.

2. Rückzugsmöglichkeiten

Größer Tiere, wie Hunde und Katzen, sollten einen Rückzugsort haben. Das kann ein ruhiger gelegenes Zimmer oder auch ein Kellerraum sein. Oftmals fühlen sich diese Tiere am sichersten, wenn sie sich verstecken können. Und bitte lasst die Tiere dort sein, bis sie von selbst wieder heraus kommen, und zwingt sie nicht dazu, an der Silvesterparty teilzunehmen.

3. Nicht alleine lassen!

Wer ein Haustier hat, hat eben auch die Verantwortung. Das heißt, ab und zu muss man eben auch mal etwas entbehren. Lasst euer ängstliches Tier deshalb nicht allein über Silvester, verzichtet auf eine lange Partynacht im Club sondern bleibt Zuhause, guckt Dinner for One und schlemmt was Leckeres. Gebt eurem Vierbeiner die Sicherheit, dass ihr da seid. Dabei ist es wichtig, nicht auf die Angst des Tieres einzugehen und es zu trösten, sondern zu signalisieren, dass nichts zu befürchten ist. Es reicht, wenn ihr einfach da seid und euch normal verhaltet. Das Tier orientiert sich an eurem Verhalten, und wenn ihr selbst Angst und Sorgen verbreitet, überträgt sich das automatisch auf das Tier.

4. Musik

Auch das Einschalten von Musik oder dem Fernseher (in normaler Lautstärke und nicht unbedingt Techno!) hilft, den Lärm von draußen etwas zu kompensieren.

5. Nicht rauslassen!

Haustiere, wie Katzen oder Hunde, auf keinen Fall am Silvester-Abend nach draußen lassen. Auch tagsüber sollten Vierbeiner angeleint werden, damit sie bei verfrühten Knallern nicht panisch weglaufen. Es ist in Ordnung, die Spaziergänge an den Tagen um Silvester herum zu minimieren. Denn auch im neuen Jahr gibt es beim Gassi-Gehen einige Gefahren, wie zum Beispiel herumliegende Glasscherben.

6. Beruhigungsmittel nur im Notfall

Wer bereits fest gestellt hat, dass sein Haustier extrem panisch auf den ganzen Lärm reagiert und auch lange danach noch Verhaltensänderungen aufweist, sollte mit einem Arzt besprechen, ob Beruhigungsmittel sinnvoll sind. Diese müssen zum Teil schon einige Tage vor Silvester verabreicht werden. Beruhigungsmittel sollten allerdings eine Ausnahme darstellen und nur verabreicht werden, wenn es anders nicht geht und es mit dem Tierarzt abgeklärt ist.

7. Bleigießen & Co.

Für alle, die an Silvester Bleigießen wollen: bitte achtet darauf, dass euer Tier weder mit dem Blei noch mit dem Wasser in Berührung kommt. Schon geringe Mengen können das Tier schwer vergiften. Auch mit Silvester-Deko Ballons, die platzen können, Tröten und Konfetti sollte man sparsam und achtsam umgehen oder sie am besten gar nicht verwenden.

Happy New Year

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Bild: shutterstock/ Kalamurzing

Wir hoffen, dass der Silvesterabend und die Zeit darum mit diesen Tipps etwas erträglicher für unsere geliebten Tiere wird und sie den Jahreswechsel nicht ganz so furchtbar erleben. Und natürlich auch, dass alle Herrchen und Frauchen gut ins neue Jahr kommen und nun wissen, wie sie helfen können.

Für alle Knall-Wütigen sei gesagt:

Bitte nehmt Rücksicht auf unsere Tiere. Sie wissen nicht, dass wir nur das neue Jahr begrüßen wollen und stehen zum Teil Todesängste aus. Werft keine Böller und zündet keine Raketen in der Nähe von Zoos, Ställen und Tierheimen. Auch wenn ihr wisst, dass der Nachbar Tiere hat, könnt ihr euch etwas von dessen Haus entfernen. Seid rücksichtsvoll!

 

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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