Fun with Flags: Österreich und das Wiener Schnitzel

So wie Sheldon Cooper wollen auch wir Spaß mit Flaggen haben. Unser Fokus liegt dabei jedoch auf Nahrung. Genauer gesagt auf den jeweiligen Gerichten, die wir mit unterschiedlichen Flaggen verbinden. Kurz gesagt wollen wir dir die Nationalgerichte der Welt näher bringen. Den Beginn der Serie bestreiten wir mit dem kulinarischen Aushängeschild unseres Nachbarlands: Vorhang auf für Österreich und das Wiener Schnitzel.

wiener-schnitzel

Österreich wurde 2015 in Zuge eines OECD-Vergleichs zu dem Land mit der höchsten Kalorienzufuhr pro Kopf gekrönt. Du kannst dir also denken, dass die österreichische Küche nicht gerade leicht und gesund ist.

Dank der vielen Zuwanderer kredenzt die österreichische Küche eine „Vielvölkerküche“, die mehrere Gerichte aus unterschiedlichen Ländern vereint. So kommen mehrere Speisen, für die Österreich bekannt ist, eigentlich gar nicht aus der Alpenrepublik. Während der Apfelstrudel aus dem osmanischen Reich und die Palatschinken aus Ungarn stammen, ist das Wiener Schnitzel durch und durch ein echter Wiener.

Doch auch dem Wiener Schnitzel wird nachgesagt, dass es eigentlich aus einem anderen Land stammt. Böse Zungen behaupten, es wäre eine Nachahmung des italienischen Costoletta alla milanesed. Der Kaiser höchstpersönlich soll den Feldmarshall Radetzky 1857 um das Rezept gebeten haben. 2007 konnte der Sprachforscher Heinz Dieter Pohl die Legende jedoch schlüssig widerlegen. Als Inspiration diente übrigens das „Wiener Backhendl“ das bereits 1719 paniert und in Fett gebadet in Kochbüchern auftauchte.

Heute ist das Wiener Schnitzel nicht nur das Nationalgericht von Österreich, sondern sogar ein nationales Zeichen, das auf Postkarten und Co. in der Form des geografischen Umrisses von Österreich zu sehen ist.


Wiener Schnitzel - das Rezept

Wenn du dir ein waschechtes Wiener Schnitzel zubereiten möchtest, dann muss es schon vom Kalb sein. Als Beilage gibt es, ganz nach Wiener Manier, einen Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat).

Zutaten

für zwei Portionen

2
Kalbsschnitzel
600 Gramm
festkochende Kartoffeln
1
rote Zwiebel
250 Milliliter
Brühe
3 EL
Essig
6 EL
Sommenblumenöl
1/2 TL
Estragonsenf
1 Teller
Mehl
1
Ei
1 Teller
Semmelbrösel
Butterschmalz
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung

Im Schmetterlingsschnitt aufgefaltete Kalbsschnitzel dünn klopfen, bis sie maximal vier Millimeter dick sind. Anschließend geht es an die Panade, in Österreich auch Panier genannt: vom Mehl über verquirltes Ei bis hin zu den Semmelbröseln. Zeit für ein kleines Bad im Fett, vorzugsweise in Schmalz oder Butterschmalz. Damit die Schnitzel gleichmäßig bräunen, müssen sie regelrecht im Fett schwimmen, wo sie bei etwa 160 Grad so lange verweilen, bis sie goldbraun sind.

So richtig österreichisch genießt du deine Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat. Gib dafür die Suppe zu den gekochten und geschälten Kartoffeln. Anschließend kannst du Essig, Öl, die klein gehackte Zwiebel, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer so lange unterrühren, bis eine sämige Bindung entsteht.

Wir wünschen viel Freude beim kalorienreichen Genuss.

Holger
Wannabe-Hausmann

Holger ist ein Hausmann, wie er im Buche steht – wenn es von einem Anti-Hausmann handelt. Der charmante Chaot steht auf Rock, Motorräder und Whiskey. Selbstständigkeit, Homeoffice und Kundenempfang sei Dank, bewohnt er heute ein ansehnliches Zuhause. Seine neu erlernten Haushaltstipps für Faule gibt Holger nur zu gerne an euch weiter.

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