Mottoparty, No. 1: Tea-Time

(oder wie man das schönste Partymotto findet)

Ich – liebe – Partys. Und ich liebe Partys mit einem Thema. Man kann sich verkleiden oder einfach mal maximal herausputzen, es gibt schöne Dekorationen und es steckt viel Liebe in jedem Detail. Leider ist es gar nicht so einfach ein schönes Partymotto zu finden. Zwanziger Jahre, Thora-Parties und Grusel-Motto? Puh. Viele Themen sind total ausgelutscht, langweilig und erinnern mich an die vorpubertäre Zeit, in der man mit den Klamotten der großen Schwester zur ersten schrillen Mottoparty der Nachbarskinder gegangen ist. Wenn ihr Themen aber genauso liebt wie ich, müsst ihr nicht darauf verzichten – die Rettung naht! Eine Mottoparty kann durchaus elegant und schlicht sein, aber auch wilde und verspielte Abenteuer sind möglich – it’s your choice (und ich finde beides hervorragend!). Um dir ein paar Anregungen zu geben, stelle ich dir hier ab und zu schillernde Partymottos vor – damit deine nächste Feier auch unter dem besten Stern steht 😉

Mottoparty Tea-Time

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Wir sind ja eigentlich eher ein Völkchen, dass bekannt ist für Bierzelte statt für selige Teestunden. Doch so ein Spagat zwischen Alice im Wunderland und einem Besuch bei der Queen ist ein schöner Rahmen für Geburtstage, sonntäglichen Brunch bei spätmittäglichen Sonnenstrahlen oder auch für Hochzeiten im kleinen Kreis. Zum britischen Afternoon Tea gibt es typischerweise verschiedene Tees, die abhängig von ihrer Sorte verschiedene Ziehzeiten haben und mit Scones oder anderem leckeren Gebäck genossen werden.


In diesem Artikel gebe ich dir Tipps, wie du so eine ‚Tea-Party‘ planen kannst und was wichtig ist. Als Inspiration gibt es für euch die atmosphärischen Fotos der US-amerikanischen Fotografin Emily Reiter von Anna Delores. Wer noch mehr Anregung sucht, oder seinen Augen ein bisschen Entspannung schenken möchte, sollte unbedingt mal einen Blick in ihre wunderschöne Galerie werfen!

Am Anfang steht die Überlegung, wie groß du deine Runde machen möchtest: ein kleines Get-Together, Brunch mit der Clique oder nur du und deine liebste Person an einem freien Tag. Das im Hinterkopf und abhängig vom Wetter kannst du entscheiden, ob du zu dir nach Hause einlädst, ein Picknick im Park machen willst oder vielleicht sogar im eigenen kleinen Garten. motto-party-teaparty-einladung

Lasse deine FreundInnen rechtzeitig von deinem Plan wissen – es sollte nicht so schwer sein, den Überblick zu behalten, da sich diese Art von Thema eher für einen kleineren Rahmen eignet. Am besten ist es auch, du überlegst dir gleich zu Anfang, ob du einen etwas schickeren Nachmittag verbringen möchtest. Solltest du für ein paar Stunden auf die Jogginghosen verzichten wollen, dann schreib‘ das direkt in deine Einladung, bevor du sie in die Welt des blauen bzw. grünen Messengers entlässt. Überlege dir, was zu euch passt – denn schließlich soll sich ja jedeR einfach nur wohlfühlen und Spaß haben. Besonders stilvoll wird es, wenn du die Eiladung per Brief  verschickst (richtig oldschool). Ich finde, dass das Liebe zum Detail zeigt und irgendwie sympathisch ist.

Wenn du nicht alles alleine machen willst, kannst du auch eine Freundin oder einen Freund um Hilfe bitten – denn zu zweit macht es ja gleich viel mehr Spaß.

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Wichtig bei einer Tea-Party ist, dreimal dürft ihr raten: der Tee. Es gibt viele verschiedene Sorten, Qualität und Preise. Oft geht das eine mit dem anderen einher, und richtig feiner Tee kann schnell ziemlich teuer werden – für Sorten wie Kusmi oder twigs muss man recht tief in die Tasche greifen, dafür schmecken sie aber auch richtig gut. Schlussendlich musst du dir überlegen, wie viel du ausgeben möchtest und dich daran orientieren. Ich würde auch empfehlen, mehrere Sorten anzubieten – denn nicht jedeR mag grünen Tee oder Früchtetee. Suche dir zwei oder drei Sorten aus und merke dir die Ziehzeit: Grüner und Schwarzer Tee braucht in der Regel nur 3-4 Minuten, Kräuter- und Früchtetee schmeckt erst ab 6 Minuten intensiv. Für die Gäste, die partout keinen Tee trinken wollen oder sich von einer anstrengenden Nacht erholen müssen, solltest du auch guten Kaffee bereithalten.

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Um deinem Motto auch getreu zu werden, solltest du dir schönes verziertes Geschirr besorgen. Ich habe das schon seit Jahren angesammelt, wenn du spontan ein bisschen Geld ausgeben willst, gehe in einen Antikladen oder mache ein paar Schnäppchen auf dem Flohmarkt. Zur Not kannst du dir sicher auch was von deiner Oma leihen, die freut sich auch über einen Besuch.
Die verspielten Muster wirken besonders schön, wenn du verschiedene Kollektionen mischst. Passend zu den Farben deines Geschirrs suchst du dir Blumen aus und drapierst sie in schlichten Vasen. Pfingstrosen, Hortensien, aber auch Kornblumen und Margariten in einer Glasvase neben der Anrichte und auf dem Tisch machen deutlich was her! Mein Evergreen: Schleierkraut.

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Du solltest dir auch überlegen, ob es eine Art Buffet geben soll, oder ob du den Tisch vorher decken und jedem einen Platz zuweisen willst. Beides hat seine Vor- und Nachteile, die Entscheidung ist abhängig von der Menge der Leute und dem Platz, den du zur Verfügung hast. Buffets eignen sich für etwas größere Gruppen und Locations. Hast du nur begrenzten Platz, suche dir einfach einen großen Tisch, an dem auch gesessen werden kann.

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Ich empfehle eine schön dekorierte Anrichte mit Tee und Kaffee, an der sich jedeR holen kann was er oder sie möchte. Wer dann auf dem Weg ist, sich mit Flüssigkeiten zu versorgen, kann dann auch gleich Stopp machen bei dem zweitwichtigsten Bestandteil der Tea-Party: das Gebäck.

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Decke einen Tisch mit süßem Gebäck und anderen Köstlichkeiten. Was sich bei mir bewährt hat sind Donuts, Schoko-Dominos, Apfeltaschen und Scones. Wer es noch edler mag, kann zu Trüffeln oder Macarons greifen. Die talentierten BäckerInnen unter uns können auch einfach einen oder zwei ihrer Lieblingskuchen backen. Wichtig ist eine hübsche Aufstellung: Alles geht nach dem Motto „zuckersüß“, und das eben nicht nur für die Zunge. Auch die Augen sollen mit Pastellfarben und Schnörkeln verwöhnt werden. Borge dir von deiner besten Freundin eine schöne Etagere und bastele kleine Kärtchen, auf denen das leckere Angebot beschrieben ist.

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Auch wenn du alles auf den Esstisch zentrierst, zählt Deko quasi doppelt: Blümchen, Silbertabletts voller Pekan-Taschen und Croissants, Kerzen… Deiner Fantasie ist keine Grenze gesetzt.

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Obwohl Deko hier das A und O ist, solltest du es nicht übertreiben. Wenn du vor lauter Spitzendeckchen und Kerzenständern dein Gegenüber nicht mehr sehen kannst, ist es schon viel zu spät. Versuche, dein Teeservice gut in Szene zu setzen und dezente Farbakzente über die Blumensträuße zu setzen. Oft hilft es, eine Zweitmeinung einzuholen oder im Vorraus zu decken und dann einfach eine Nacht drüber zu schlafen. Denn nach einer gehörigen Portion Schlaf und etwas Abstand kannst du dein Werk viel besser beurteilen und zur Not kleine Änderungen vornehmen. Und wenn es trotzdem Dekoüberfluss und ein Feuerwerk der Besonderheiten gibt, weist euch das Kaninchen den Weg und der Stubenkater wird zur Grinsekatze.

Denn das Wichtigste ist: Aus allem das Beste machen. Ihr seid hier, um Spaß zu haben, nicht um euch zu stressen!

Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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