Tierversuche heute: L’Oreal, M.A.C. & viele mehr testen Kosmetik noch immer an Tieren

Dieser Beitrag beinhaltet Videos und Bilder, denen nicht mal die wasserfeste Mascara von M.A.C. standhält!

Wir alle wissen, dass Tierversuche real sind. Taucht in unserem Newsfeed jedoch nicht gerade ein grausamer Beitrag, ein Video oder Bild auf, frönen wir fröhlich dem Alltag.

Nun werden wir armen Menschen, die den Tieren ja eigentlich nichts Böses wollen, hin und wieder aus unserem rosa Wölkchen gerüttelt, weil die Freunde in den sozialen Medien wieder sozial aktiver werden und auf diverse Grausamkeiten aufmerksam machen. Da fällt uns doch glatt die rosarote Brille vom Kopf.

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Screenshot © theworldofchinese.com

Tierversuche in der Kosmetikindustrie

Natürlich leiden Tiere nicht nur für Kosmetikprodukte. Der Fokus des Beitrags kommt daher, dass in besagten sozialen Medien kürzlich eine Liste von Peta Zwei auftauchte, die acht Kosmetikmarken nannte, welche immer noch Tierversuche durchführen, und meinen Newsfeed blutrot färbte. Gut, schwarz ist der dank Trump, FPÖ und anderen Widerlichkeiten schon lange, nun aber eben auch noch blutverschmiert. Dass Tierversuche durchgeführt werden, ist leider nichts Neues. Dennoch dürfte die Liste der Marken, hinter denen Tierversuche stecken, den einen oder anderen überraschen.

Welche Kosmetikmarken testen ihre Produkte (oder Inhaltsstoffe) an Tieren?

In unserer Grafik haben wir nur einige der vielen Marken genannt, welche immer noch Tierversuche durchführen. Zwar nicht für den deutschen (oder europäischen) Markt, aber Blut bleibt Blut – auch wenn Gesetze Tierversuche erfordern!

Das Teilen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Solange die Masse der Marken nicht allen Konsumenten bewusst ist, werden die Versuche weiterhin unwissendlich finanziert. Wer will, kann die Grafik der Kosmetikmarken, die Tierversuche durchführen, als hochauflösendes PDF herunterladen.

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Bei Peta’s Beauty Without Bunnies Program findet ihr eine regelmäßig aktualisierte Übersicht aller Marken, die Tierversuche durchführen.

Das verschwiegene Leid

Es gibt Produkte, von denen man klar weiß, dass an ihnen Blut von kleinen Häschen klebt. Ebenso gibt es aber auch Marken, von denen man dies nicht annimmt, weil man nicht weiß, dass sie zu einem der bösen Giganten gehören. Die Krönung der Grausamkeit gebührt jedoch jenen Marken, die öffentlich verlautbaren, ihre Produkte nicht an Tieren zu testen, obwohl dies nicht stimmt. Ganz verschachtelt auf der Webseite versteckt befindet sich dann der Hinweis, dass Produkte an Tieren getestet werden, wenn Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind.

Gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche

Groß und gefettet wird betont, dass man gegen Tierversuche ist. Danach wird schwammig formuliert, dass Tierversuche durchgeführt werden können, wenn Sicherheitsbeurteilungen diese voraussetzen. Soll heißen: Wenn Tierversuche in China gesetzlich vorgeschrieben sind, dann machen wir eben welche, um kaufkräftige Chinesen mit unserer ach so nachhaltigen Kosmetik zu erfreuen. Denn wir setzen uns ja schließlich für Umweltschutz ein.

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Screenshot © maccosmetics.de

M.A.C. ist nicht die einzige Marke, die den Mantel des Schweigens über die Grausamkeit der Wahrheit breitet. In China dürfen Kosmetikprodukte nur dann verkauft werden, wenn sie zuvor an Tieren getestet wurden. Das heißt, dass alle europäischen und amerikanischen Marken, die ihre Produkte in China vertreiben, Tierversuche durchführen!

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Das Shampoo, das an diesem kleinen Mümmelmann getestet wurde, schaffte es wohl nicht zum tränenfreien Kindershampoo. (Bild © Peta)

Man weiß, dass L’Oreal an Tieren testet – doch weiß man auch, dass Vichy und viele mehr zu L’Oreal gehören?

Hinter einer Marke beziehungsweise einem Konzern verstecken sich viele weitere Marken. Doch nicht nur zu L’Oreal gehören Marken, von denen man nicht angenommen hätte, dass sie Tierversuche durchführen. Ebenso gigantische Ausmaße nimmt das Leid mit Procter & Gamble an. Der Riese testet an Tieren – und hinter dem Riesen stecken fast alle Marken der Familien-, Körper- und Haushaltspflege. Zu P&G gehören beispielsweise Ariel, Braun, Gillette, Lenor, Oral-B und Swiffer. An der Zahl sind es 66 Marken, welche nicht nur Drogeriemärkte behausen.

Das Licht am Ende des Tunnels

Neben all den geldgeilen Konzernen, die für die Möglichkeit des Vertriebs in China auch vor Tierversuchen nicht zurückschrecken, gibt es auch Marken, die sich gegen Tierquälerei einsetzen. Besagte tierversuchsfreie Unternehmen unterstützen wir gerne mit dem Kauf ihrer Produkte und sind zugleich gewiss, dass diese nur aus unbedenklichen Inhaltsstoffen bestehen. Die Liste der tierversuchsfreien Kosmetik findet ihr ebenso bei Peta’s Beauty without Bunnies Program. Noch schneller gehts mit der App Animals‘ Liberty – Wer macht’s, welche anhand von unterschiedlichen Labels zeigt, ob die entsprechende Marke an Tieren testet oder vegan ist.  Warum barbarisch und grausam, wenn es auch tierversuchsfrei geht?

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Screenshot © emaze.com
Claudi
Vielfraß

Essen, Reisen und Sport. Gutes und Gesundes. Regelmäßiges Reisen, möglichst ohne Tourist zu sein. Thaiboxen statt Yoga. Bewusster Konsum. Selbst hämmern und sägen. Und backen. Brutal ehrlich und ein fürchterlicher Klugsche*sser.

Eine Antwort zu "Tierversuche heute: L’Oreal, M.A.C. & viele mehr testen Kosmetik noch immer an Tieren"

  1. Das ist eine Sauerei sondergleichen ich würde das gleiche mit solchen Personen machen . Was sich die Menschen alles einbilden ,sie wären was Besseres so das sie die armen Tierchen mißbraucht können . Bei mir kommen erst die Tiere dann dann die Menschen die sich für die Tiere einsetzen.

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