Das ultimative Glückskeks Rezept: Happy Chinese New Year!

Am 28. Januar feiern die Chinesen ihr Neujahrsfest – das Jahr des Hahnes beginnt. Welch wunderbarer Anlass auch für uns, aus weiter Ferne kräftig mitzufeiern! Mit scharfem China-Food und selbst gebackenen Glückskeksen mit persönlicher Message (und jeder Menge bunten Streuseln)!

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Chinesische Glückskekse kennen die meisten von uns sicher noch vom samstäglichen Besuch beim Chinesen mit den Eltern, damals, in den 80ern und 90ern, zwischen rotem Plüsch, Plastik-Winkekatzen und bunten Lampions. Erst Ente Süß-Sauer vom Buffet, dann süßer Pflaumenschnaps für die Mutti, und anschließend kommt die Rechnung mit dem obligatorischen Fortune Cookie, der mystische Botschaften à la „Du wirst eine interessante Bekanntschaft machen“ verkündet.

Mittlerweile speisen wir meist ohne die Eltern, schnabulieren leichten, japanischen Spinatsalat oder vegane Sommerrollen statt krossem Ententier, und sitzen dabei nicht mehr auf abgewetztem Samt, sondern hipsterigen Holzhockern. Doch eines ist geblieben: die Liebe zum Glückskeks.

Glückskeks Rezept ohne Plüsch, dafür mit Streuseln

Bedauerlicherweise hat sich an den geheimnisvollen Botschaften in den letzten Jahren nicht viel geändert, immer noch versprechen die kleinen Zettelchen große Reisen, berufliche Erfolge oder geben einfach nur philosophische Weisheiten mit auf den Weg.
Kann man machen, muss man aber nicht. Denn erstens haben wir mittlerweile 2017, da kann man schon mal ein kleines Update in die Kekse packen, und zweitens sind persönliche Botschaften, die nicht so allgemeingültig wie das Jahreshoroskop aus der Bunten daherkommen, sowieso viel toller.

Also backen wir uns doch einfach selbst unsere Kekse mit den wundertollsten Sprüchen überhaupt. Zur Feier des chinesischen Neujahrs. Oder zum Valentinstag für die Liebste. Für den nächsten Tatort-Sonntag mit potentiellen Tätern auf den Zetteln. Oder mit Prominamen für den Scharade-Abend. Hier kommt das ultimative Glückskeks Rezept:


Das perfekte Glückskeks Rezept

Zutaten

für ca. 25 Glückskekse

5
Eiweiß
100 g
Mehl
75 g
Butter
100 g
Puderzucker
2 Tropfen
Bittermandelaroma
1 Prise
Salz
.
1
Zitrone
50 g
Puderzucker
bunte Streusel
.
Papier
Stifte
Schere

Zubereitung

Die Butter in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf zum Schmelzen bringen und etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

In der Zwischenzeit kleine Botschaften, Glückwünsche, Sprüche oder Gutscheine auf das Papier schreiben und mit einer Schere die einzelnen Zettelchen zuschneiden. Anschließend in Glückskeks-kompatible Größe falten. Wer mag (oder eine schrecklich unleserliche Handschrift hat), kann die Botschaften auch auf dem PC schreiben, ausdrucken und dann zuschneiden.

Das Eiweiß schaumig (nicht fest) schlagen, den gesiebten Puderzucker und die flüssige Butter zugeben und verrühren. Das Mehl nach und nach einsieben und unterheben, bis ein glatter Teig entsteht.

 

Nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech kleine Teighaufen geben – je nach gewünschter Glückskeks-Größe jeweils ungefähr ein bis zwei Teelöffel. Mit einem Buttermesser oder einem Spachtel die Teighäufchen zu gleichmäßigen, flachen Kreisen formen und für rund 5 Minuten in den Backofen, bis die Ränder leicht gold werden.

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Und nun muss es schnell gehen, denn die fertigen Teigfladen lassen sich nur so lange zu Glückskeksen verarbeiten, wie sie noch heiß und weich sind. Zarte Fingerchen ziehen also am besten (saubere) Spülhandschuhe über, um sich gegen fiese Verbrennungen durch Fortune Cookies zu schützen.

Mit einem Messer, einem Spachtel oder einem Pfannenwender den Teigfladen vom Blech nehmen und eine Glücksbotschaft mittig auf ihm platzieren.

Nun den Teig einmal in der Mitte falten, sodass ein Halbkreis entsteht. Dieser Halbkreis wird auf der unteren, flachen Seite über einen stumpfen Gegenstand – beispielsweise einen Kochlöffelstil – gebogen, bis die charakteristische „Kipferl-Form“ des Glückskekses entsteht.

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Auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen und aushärten lassen – und weiter geht’s mit der nächsten Ladung!

Die Kekse lassen sich wirklich nur formen, solange sie heiß sind. Also am besten nicht mehr als drei auf einmal backen, sonst kommt man nicht hinterher.

Wenn die Kekse komplett erkaltet sind, aus dem restlichen Puderzucker und dem Saft der Zitrone einen Zuckerguß anrühren und ein Ende der Kekse eintauchen. Anschließend direkt in die Zuckerstreusel tunken und zum Trocknen wieder ab auf’s Kuchengitter.

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Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

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