Gib mal den Kugelfisch rüber! Warum Delfine Drogen nehmen

Zugedröhnte Delfine? Sowas gibt es doch gar nicht! Doch...gibt es wohl!

Delfine nehmen Drogen! Na gut, vielleicht kiffen sie nicht im üblichen Sinne. Aber sie reichen tatsächlich ihre „Droge“ herum, so dass  auch die Kumpels was abbekommen. Halbstarke Delfine haben einen Weg gefunden, sich richtig zu berauschen, um dann gechillt abhängen zu können. Sie sind uns, was das soziale Gefüge angeht, eben fast am ähnlichsten von allen Tieren. Diese kleinen Genuss-Junkies!

Jetzt wissen wir, warum es immer so aussieht, als würden Delfine lächeln!

High-Fische

Bisher wurde es zwar nur einmal gefilmt, aber das Bildmaterial ist eindeutig. Delfine, genauer gesagt jugendliche Große Tümmler, jagen aus Spaß einen Kugelfisch. Sie malträtieren ihn solange, bis er sich aufbläht und das Nervengift Tertrododoxin absondert. Dann kauen sie leicht auf ihm herum oder lecken ihn ab und geben ihn weiter. Sie müssen dabei genau dosieren, denn das Gift könnte sonst auch tödlich sein. In geringer Dosis allerdings wirkt es berauschend.
Und ganz offensichtlich sind diese Delfine dann auch ziemlich berauscht. Schaut euch mal die Augen an!? Alter, was geht denn da? Irgendwie muss ich da sofort an Snoop Dogg denken…
Die Delfine wissen auf jeden Fall genau, was sie da tun. Kein Wunder, sie sind ja bekanntermaßen sehr intelligent und können ihr eigenes Handeln reflektieren und beurteilen.

Der arme Kugelfisch

Ja, der kleine Kugelfisch kann einem schon echt leid tun. Völlig benutzt muss er sich wohl vorkommen. Aber wenigstens trägt er keinen Schaden davon und kann abhauen, sobald die Delfine high genug sind.
Was wohl die Tümmler-Eltern davon halten? Bisher hat man nämlich nur halbstarke, männliche Delfinen beim Drogenkonsum beobachten können. Wenn sie älter werden, werden sie wohl auch vernünftiger. So wie bei uns Menschen auch. Bei manchen zumindest. Aber die Delfine sind nicht die einzigen Junkies in der Tierwelt. Auch andere Säugetiere haben gelernt, dass ein Rausch von Zeit zu Zeit ganz nett sein kann.

Kugelfische sind wegen ihres Giftes nicht zum Verzehr geeignet und ihn Deutschland verboten.

Von schnüffelnden Bären…

Der Diplom-Biologe Dr. Mario Ludwig ist Experte, wenn es um Drogenkonsum im Tierreich geht und erzählt von verschiedenen Tieren, die sich gerne mal berauschen. Zum Beispiel essen Rentiere sehr gerne hochgiftige Fliegenpilze, um dann Angst einflößend herum zu schwanken. Sie geben dabei auch noch komische Geräusche von sich. Die Pilze wirken psychosomatisch und sind sogar mit LSD vergleichbar. Anscheinend gefällt den Rentieren das so gut, dass sie sogar im Winter ihre Droge ausgraben. Die haben es echt nötig!

Außerdem hat man fest gestellt, dass Kängurus in eingezäunte Felder mit Schlafmohn einbrechen, um die berauschenden Kapseln zu fressen. Diese wirken wie Morphium und Opium und sorgen dafür, dass die Kängurus im Kreis hüpfen. Bei Schafen wurde das Gleiche beobachtet.

In Kamtschatka haben Wildhüter zwei Fässer Kerosin gelagert, um ihre Hubschrauber zu betanken. Nach einiger Zeit wurden Bären beobachtet, die immer wieder zu diesen Fässern kamen, um an ihnen zu schnüffeln. Die zwei Bären waren richtig abhängig geworden und liefen letztendlich dem Hubschrauber hinter her, um an Kerosin zu kommen, das aus dem Motor tropfte. Jedes mal, wenn sich die Bären berauscht hatten, lagen sie relaxt auf dem Rücken und schliefen ihren Rausch aus.

… und betrunkenen Igeln

Der Alkoholkonsum ist im Tierreich ebenfalls sehr beliebt. Igel lieben Bier, viele Vögel, aber auch Affen und andere Säugetiere essen gerne verdorbenes und vergorenes Obst. Meerkatzen auf der Karibikinsel St. Kitts haben jegliche Scheu verloren und saufen den Touristen die Cocktails weg. Dann liegen sie besoffen am Strand. Die Drogenforschung im Tierreich ist noch nicht sonderlich weitreichend, aber Dr. Ludwig sammelt bereits einige Fakten und wertet Aufnahmen aus.

Währenddessen können wir uns die betrunkenen und äußerst unterhaltsamen Tiere aus „Die lustige Welt der Tiere“ ansehen.

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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