Cold Brew et Cold Drip – die Elite der Kaffeewelt

Intensives Aroma bei wenig Säure

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Auch wenn das Bild eher nach Chemieunterricht aussieht – es geht um Kaffee. Genauer gesagt Cold Brew und Cold Drip Kaffee, die aktuellen Trends der Kaffeewelt. Erfunden wurde diese Art der Zubereitung von Niederländern, die durch asiatische Kolonien reisten. So kommt es nicht von irgendwo, dass Cold Brew und Cold Drip in Asien längst gang und gäbe sind.

Wie du dir vermutlich denken kannst, ist die Temperatur der gravierende Unterschied zu herkömmlichen Zubereitungsverfahren: Sowohl bei Cold Brew als auch bei Cold Drip wird der Kaffee kalt extrahiert. Doch das ist nicht der einzige Unterschied. Das Aroma des kalt extrahierten Kaffees ist um einiges fruchtiger als jenes von Filterkaffee, Siebträger und Co. Zudem sind Cold Brew sowie Cold Drip Kaffee besonders säurearm und eignen sich daher perfekt für alle mit empfindlichen Mägen.

Cold Brew Kaffee – langes Prozedere, intensiver Genuss

Wenn du dir selbst Cold Brew Kaffee zubereiten möchtest, brauchst du vor allem eines: Geduld. Die spezielle Zubereitungsart hat ihren Namen daher, dass die Extraktion des Kaffeekonzentrats gänzlich ohne Erhitzung vonstatten geht. Das Konzentrat beinhaltet 90 Prozent der aromagebenden Stoffe sowie den ursprünglichen Koffeingehalt – bei lediglich 15 Prozent der Säuren und Bitterstoffe. Dass ein derart säurearmer Kaffee gut ankommt, grenzt an kein Wunder. Mit wenigen Handgriffen und viel Zeit kannst du dir diesen ganz einfach selbst herstellen.

Cold Brew Kaffee selbst machen

Um das Kaffeekonzentrat herzustellen, musst du in einem Gefäß 200 Gramm grob gemahlenen Kaffee mit einem halben Liter Wasser aufgießen und umrühren. Decke das Ganze mit Frischhaltefolie ab und lass es bei Zimmertemperatur zwölf Stunden ziehen. Danach kannst du die Mischung durch einen Aufgussfilter laufen lassen. Solltest du keinen Filter zur Hand haben, kannst du auch mit einem Küchentuch improvisieren.

Das Konzentrat ist entsprechend intensiv, weshalb du es nicht pur genießen solltest. Wenn du deinen Kaffee gerne stark trinkst, kannst du einen Teil des Konzentrats mit zwei Teilen Wasser mischen. Für eher milden Kaffeegenuss eignet sich ein Verhältnis von 1:3. Ob du nun Eiskaffee trinkst oder das Wasser vor der Zugabe erhitzt, bleibt dir überlassen. Im Kühlschrank ist das selbst herstellte Konzentrat etwa zwei Wochen haltbar.

Man munkelt, dass sich ein paar Tröpfchen des Konzentrats auch in Saucen oder alkoholhaltigen Getränken großartig machen.

Cold Drip Kaffee: Zurück in den Chemieunterricht

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© coffeega.wordpress.com

Bei dem Cold Drip Verfahren landet das Konzentrat über sechs Stunden hinweg Tröpfchen für Tröpfchen in dem Erlenmeyerkolben. Perfektioniert wurde diese Art der Zubereitung von der koreanischen Manufaktur Coffeega, welche auch den Cold Drip Maker auf dem Bild vertreibt. Dank Bambusgestell und handgeblasenem Kolben ist er mit einem Preis von 800 Euro eine ganz schöne Investition.

Bei der Gegenüberstellung zu Cold Brew überzeugt das komplexe Cold Drip Verfahren mit einem noch intensiveren Aroma – bei ebenso niedrigem Säuregehalt. Bislang gibt es leider relativ wenige Kaffees, die Kaffee aus einem Drip Coffee System anbieten. Durch den Zeitaufwand ist der Cold Drip Maker relativ lange in Gebrauch. Um sämtliche durstige Mäuler zu befriedigen, bräuchte man entsprechend viele Maschinen. Dies rentiert sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten jedoch nicht so schnell.

Was hältst du von Cold Brew und Cold Drip Kaffee? Ein Trend, der bald das zeitschliche segnet oder Offenbarung der Kaffeewelt?

Holger
Wannabe-Hausmann

Holger ist ein Hausmann, wie er im Buche steht – wenn es von einem Anti-Hausmann handelt. Der charmante Chaot steht auf Rock, Motorräder und Whiskey. Selbstständigkeit, Homeoffice und Kundenempfang sei Dank, bewohnt er heute ein ansehnliches Zuhause. Seine neu erlernten Haushaltstipps für Faule gibt Holger nur zu gerne an euch weiter.

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