Wird Amazon Go das Einkaufen revolutionieren?

Schlange stehen gehört der Vergangenheit an, zumindest verspricht das der Onlineriese Amazon: Einfach in den Laden gehen, die Produkte in den Einkaufswagen werfen und direkt wieder raus aus dem Shop. Das alles, ohne eine Kasse zu passieren oder auch nur kurz stehen zu bleiben. Der erste Amazon Go Supermarkt nach diesem Prinzip wurde bereits im US-Bundesstaat Washington eröffnet und läuft in der Betaphase.

 

Die Zukunft hat begonnen

Die sehr fortschrittliche Technologie, die sonst Verwendung in selbstfahrenden Autos findet, „erkennt automatisch, wenn Produkte aus den Regalen genommen werden“, so das Unternehmen. „Wenn du mit dem Einkaufen fertig bist, kannst du das Geschäft einfach verlassen.“ Die Abrechnung erfolgt anschließend einfach über den Amazon-Account. Über die App wird während des gesamten Einkaufs der virtuelle Warenkorb aktualisiert, sobald Produkte aus den Regalen genommen oder zurück gelegt werden. Wenn man den Laden verlässt, wird einfach über den Amazon-Account und die bevorzugte Zahlungsmethode abgerechnet. Amazon Go nutzt dafür die selben Technologien, die sonst in selbstfahrenden Autos Verwendung finden, wie Computer Vision, Informationsfusion und Deep Learning.

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Expansion geplant

Laut Berichten des „Business Insider“ plant Amazon in den kommenden zehn Jahren die Eröffnung von bis zu 2.000 Amazon Go Lebensmittelläden in den USA. Laut „Wall Street Journal“ will der Konzern außerdem in den nächsten Wochen testweise zwei Drive-in-Läden eröffnen, ebenfalls in Seattle.

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Revolution des Shoppings

Amazon Go könnte das Einkaufen für immer verändern, vorausgesetzt, es kommt gut genug bei den Kunden an. In der gleichen Weise wie Amazon den Online-Handel etabliert hat (und kaum mehr ein Ladengeschäft ohne parallelen Internethandel bestehen kann), könnte es nun auch Shopping im Real-Life revolutionieren. Fast alle zunächst als absurd belächelten, von Amazon eingeführten Innovationen haben sich letztendlich als durchaus sinnvoll erwiesen und meistens sogar als Standards etabliert, wie zum Beispiel Einkauf per One Click oder Amazon Prime.

Daniel
Der Professor

Daniel leidet unter chronischem Fernweh, weil er seiner Reiseleidenschaft aus finanziellen Gründen viel zu selten nachkommen kann. Seinen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil versucht er an Wochenenden durch die ein oder andere Party zu kompensieren. Er ist, seit er denken kann, Vegetarier und kann mehr über Antioxidantien und Aminosäuren erzählen, als über das aktuelle Weltgeschehen.

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