Äpfel für Allergiker – Die ersehnte Rettung für Liebhaber!

Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Äpfel. Sie sind lecker, saftig, gesund, und wunderbar handlich zum Mitnehmen. Deshalb sind Äpfel der perfekte Snack für unterwegs und zwischendurch. Und das Beste: Äpfel müssen nicht importiert werden, damit man sie ganzjährig verspeisen kann! Geerntet werden sie zwar im Spätsommer und Herbst, aber sie können das ganze restliche Jahr über gelagert werden, bis wieder Erntezeit ist! Zu gut, um wahr zu sein? Für den ein oder anderen leider ja, denn viele Menschen sind allergisch gegen die leckeren Früchtchen. Die Lösung für alle Apfelfreunde: Äpfel für Allergiker!

An Apple a Day keeps the Doctor away?

 

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Meme: Empty and Meaningless

Das ist eine berechtigte Frage, denn immerhin bestehen schon fast drei Viertel des knackigen Obstes allein aus Wasser. Der Rest ist dafür aber ganz schön oho: Äpfel enthalten nämlich sehr viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C, Eisen, Zink oder Calcium. Diese sind unter anderem sehr wichtig für unsere Gesundheit und unser Leistungsvermögen.
Dank des enthaltenen Pektins können Äpfel auch dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken. Flavonoide und Carotinoide fangen freie Radikal ab, bevor sie in unsere Zellen gelangen, und verringern so das Krebsrisiko. Damit sind Äpfel wahre Feuerwerke an Frische, Süße und wertvollen, gesunden Stoffen! Die meisten von denen sitzen aber direkt unter der Schale, deswegen sollte man die Schale wenn möglich nicht abschälen, sondern mitessen.

  • Äpfel sind nicht nur der perfekte Snack für unterwegs, sondern auch noch gesund
  • Enthalten sind viele Mineralien, Vitamine, Spurenelemente
  • Äpfel können den Cholesterinspiegel und das Krebsrisiko senken
  • Möglichst mit Schale essen, da die wertvollen Stoffe knapp darunterliegen

Äpfel für Allergiker – Warum sind manche Menschen allergisch gegen Äpfel?

Leider kann nicht jeder die Vorteile dieser klassischen und dazu noch heimischen Obstsorte genießen, weil viele Menschen gegen Äpfel allergisch sind.
Oftmals ist man aber nicht gegen alle Äpfel im Allgemeinen allergisch, sondern “nur” gegen bestimmte Sorten.
Das liegt vor allem daran, dass manche Sorten einen höheren Anteil an Polyphenolen enthalten als andere. Polyphenole gehören zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen und beeinflussen Geschmack und Farbe von Obst und Gemüse und machen den Geschmack aromatischer. Je mehr Polyphenole eine Apfelsorte enthält, desto verträglicher ist sie.
Das trifft vor allem auf alte Apfelsorten zu. Die Äpfel, die man im Supermarkt findet, enthalten hingegen oftmals nur einen sehr geringen Anteil an Polyphenolen, weil diese gerne herausgezüchtet werden. Polyphenole – abgesehen davon, dass sie auch gegen Krebs vorbeugen können – bewirken nämlich auch, dass der Apfel, wenn er aufgeschnitten ist, schneller braun wird, und auch oftmals keine perfekte Form hat. Das ist im Supermarkt natürlich nicht so erwünscht.

  • Viele Menschen sind gegen bestimmte Apfelsorten allergisch
  • Je mehr Polyphenole Äpfel enthalten, desto besser ist die Verträglichkeit
  • Supermarktäpfel enthalten weniger Polyphenole und sind daher weniger gut verträglich
  • Die Lösung: Alte Apfelsorten

Muss man als Allergiker völlig auf Äpfel verzichten?

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Wenn auch du beim Apfelessen ein Jucken im Mund spürst, oder deine Lippen und Zunge anschwellen, sich dein Hals verengt und dir vielleicht sogar das Atmen schwerfällt, hast du vermutlich eine Apfelallergie. Eine Apfelallergie äußert sich zwar oftmals nicht ganz so akut wie zum Beispiel eine Nussallergie, sie kann aber sehr unangenehm werden, vor allem wenn noch Hautreizungen und Hautausschläge dazu kommen.

In solchen Fällen kannst du darauf achten, nur rote und vor allem frische Äpfel zu essen. Das Hauptallergen in Äpfeln, das Mal d1-Protein, nimmt nämlich mit der Lagerungsdauer zu. Das heißt, je länger ein Apfel lagert, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auf ihn allergisch reagierst.
Durch Erhitzen werden die Bausteine dieses Proteins übrigens zerstört, sodass viele Apfelallergiker trotzdem ihren geliebten Apfelkuchen oder Apfelmus genießen können, ganz ohne Nebenwirkungen.

Erfahrungsgemäß hat man aber mehr Glück damit, sich Äpfel für Allergiker zu suchen, also eine Alternative abseits des ohnehin sehr begrenzten Supermarkt-Sortiments. Und genau hier kommen die alten Apfelsorten ins Spiel. Diese enthalten nämlich einen höheren Anteil an Polyphenolen als die speziell gezüchteten Supermarkt-Äpfel, und sind deshalb für viele Allergiker verträglicher.

  • Anzeichen einer Apfelallergie: Jucken im Mund, Lippen und Zunge schwellen an, der Hals verengt sich, das Atmen fällt schwer, es gibt Hautreizungen oder -ausschläge
  • Äpfel nicht zu lange lagern, sondern sofort essen, um allergische Reaktionen zu vermeiden
  • Im gekochten Zustand sind Äpfel verträglicher (Mus, Kompott, etc.)
  • Beste Möglichkeit, seine Allergie zu umgehen: Alte Apfelsorten essen statt Supermarkt-Äpfel

Welche Apfelsorten sind für Allergiker geeignet?

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Tja, jetzt stellt sich die Frage, welche Äpfel für Allergiker geeignet sind. Da jeder aber unterschiedlich auf die verschiedenen Apfelsorten reagiert, kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. Folgende alte Apfelsorten haben die meisten Allergiker gut vertragen:

  • Alkmene
  • Berlepsch
  • Goldparmäne
  • Roter Boskoop
  • Schöner aus Boskoop
  • Prinz Albrecht von Preußen

Auf Arboterra.de werden zudem noch Gravensteiner und Finkenwerder Herbstprinz, Goldrenette Freiherr von Berlepsch, Landsberger Renette, Roter Berlepsch, Weißer Klarapfel und Wintergoldparmäne vorgeschlagen.

Gar nicht vertragen wurden dagegen neuere Sorten, die man im Supermarkt findet, wie zum Beispiel Jonagold, Granny Smith, Cox Orange, Golden Delicious und Braeburn.
Die Wahrscheinlichkeit, dass du als Allergiker die alten Apfelsorten verträgst, ist zwar sehr hoch, aber es gibt leider keine Garantie. Falls du also den Selbsttest wagen möchtest, dann probier dich langsam und Stückchen für Stückchen voran, dann wirst du schnell merken, welche Sorten dir guttun und welche nicht.

Arboterra – Da wirst du geholfen

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Bilder: Arboterra.com

Um alte Apfelsorten zu finden, ist der Supermarkt oftmals der falsche Ort. Hier findet man meist nur neuere Sorten, die zwar schön aussehen, aber sehr wenig Polyphenole enthalten. Damit sind sie höchstwahrscheinlich unverträglich für Allergiker. Besser beraten ist man da beim Fachmann.

Die Webseite Arboterra.de bietet alle Informationen rund um alte Apfelsorten. Von der Pflege von Obstbäumen, über Beschreibungen der verschiedenen Sorten und Neuigkeiten bis hin zum Onlineshop, wo du dir deine Wunschbäume bestellen kannst. So hast du deine Äpfel, die du ganz ohne Beschwerden essen kannst, gleich bei dir im Garten. Und bei Fragen und Unklarheiten hast du einen kompetenten Ansprechpartner.

Arboterra spezialisieren sich übrigens auf alte Obstsorten ganz allgemein. Neben Äpfeln werden auch Birnen, Pflaumen und Kirschen angeboten. Der Anreiz für Arboterra ist, zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen, gerade weil es in Supermärkten nur einige wenige Sorten an Äpfeln beispielsweise gibt. Und dazu gehören Äpfel für Allergiker eben nicht.

Birgit
Ute Unentschieden

Ist notorisch unentschlossen. Die Frage, ob man heute lieber den blauen oder grauen Pulli anziehen soll, kann einen aber auch aus der Bahn werfen. Deswegen geht Einkaufen auch gar nicht, da stehen zu viele Entscheidungen an. Außer wenn es um Bücher geht. Und Essen für den Sonntagsbrunch. Und Tee. Der hilft auch immer, wenn die Vergesslichkeit mal wieder zuschlägt: Wo ist eigentlich mein Schlüssel? Ach, das war heute?! Puh, erstmal durchatmen und zur Ruhe kommen mit dem Lieblingstee im passenden Kännchen. Versteht sich von selbst. Und Schokolade. Viel. Schokolade.

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