Zum Weltwassertag: Warum ist es so wichtig, Wasser zu sparen?

9 Tipps und eine Infografik zum Thema

Außer Sauerstoff gibt es kein Element, das wir dringender brauchen für unser Leben als Wasser. Denn wir brauchen es nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Essen. Und für unsere Kleidung. Wenn wir Wasser sparen, sparen wir auch gleichzeitig Energie. Wie immer hängen die Dinge doch zusammen, und wenigstens einmal im Jahr sollten wir uns vor Augen halten, dass wir alle mit weitaus weniger Wasser auskommen könnten.

Bei unserer Geburt bestehen wir zu 97 Prozent aus Wasser, und im Laufe unseres Lebens nehmen wir etwa 1000 Liter Wasser pro Jahr auf. Auch unser Planet besteht überwiegend aus Wasser – mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Wieso haben wir dann trotzdem ein Wasserproblem? Leider sind nur 2,5 Prozent davon auch genießbares Süßwasser. Hinzu kommt, dass der größte Teil des Süßwassers in Gletschern, Eis oder als Bodenwasser mehr oder weniger unzugänglich gebunden ist, so dass wir Menschen nur auf circa 1 Prozent der gesamten Süßwasservorräte auf der Erde Zugriff haben.

Ungerecht verteilt

Manche Länder der Erde sind mit Wasser gesegnet, (so wie Deutschland), aber in anderen nimmt die Wasserknappheit immer mehr zu. Im Durchschnitt verbraucht ein Bürger Europas zwischen 120 und 200 Liter pro Kopf pro Tag; in vielen Ländern der Welt müssen die Menschen mit 5 Litern auskommen. Mitte dieses Jahrhunderts werden zwei Milliarden Menschen in 48 Ländern unter Wasserknappheit leiden müssen.

Man sollte meinen, dass hauptsächlich das Klima für den Wassermangel auf dieser Erde verantwortlich ist, aber erstaunlicherweise ist dem nicht so. Laut Expertenmeinung gehen 98 Prozent der Wasserknappheit auf das unmittelbare Konto des Menschen. In armen Ländern fehlen Pumpen, Kanäle und Leitungen, um das vorhandene Wasser zugänglich zu machen, und Kriege und politische Konflikte verstärken diese Umstände nur noch.

Wasser ist Leben

Nur wo es Wasser gibt, kann es auch Nahrungsmittel geben. Über 70 Prozent unserer Wasserressourcen gehen in die Landwirtschaft. Was wir uns oft nicht klarmachen: Um eine Tasse Kaffee zu produzieren, werden 200 Liter Wasser verbraucht, für ein Kilogramm Rindfleisch sind es unglaubliche 15.000 Liter. Für zwei Scheiben Brot sind es 100 Liter, und für den Käse dazwischen 65 Liter.

So wird in Ägypten schon jetzt die Hälfte aller Nahrungsmittel importiert, nur weil einfach nicht genügend Wasser da ist.

Wie können wir Wasser sparen?

Wir müssen unser Verhältnis zum Wasser ändern.  Auch wenn es bei uns subventioniert wird, gibt es gute Gründe, es nicht gedankenlos zu verschwenden. Wasser sparen – Hier sind die wichtigsten Tipps:

1. Hoher Energieverbrauch

Es stimmt, bei uns gibt es genügend Wasser. In Deutschland nutzen wir nur ein Viertel der Menge, die uns theoretisch zur Verfügung steht. Allerdings geht es nicht nur um das reine Wasser, denn ökologisch betrachtet ist unser Wasserverbrauch eng mit einem hohen Energieeinsatz verknüpft. Um das Wasser in unsere Haushalte zu bringen, muss es gepumpt und gereinigt werden. Und natürlich verbraucht warmes Wasser besonders viel Energie.

2. Toilettenspülung

Das Klo ist der größte Wasserfresser in unserem Haushalt, der Durchschnittsbürger spült über 40 Liter pro Tag so weg. Mit nur einer einzigen Spülung verbrauchst du ungefähr so viel Wasser wie ein Mensch in einem Entwicklungsland pro Tag für Trinken, Waschen und Kochen. Mit einer Spartaste oder einen automatischen Spülstopp kannst du Verbrauch drastisch senken. Ein Trick für ganz alte Spülkästen: Einen Backstein hineinlegen, das spart ¼ des Wasser. Allerdings kann dann die Menge nicht mehr reguliert werden.

3. Körperpflege

Duschen verbraucht nur ein Bruchteil dessen, was dich eine volle Badewanne an Wasser kostet: Bei einem Vollbad sind es 150-200 Liter Wasser, beim Duschen dagegen nur 60-80 Liter. Wenn du dann deine Dusche noch mit einem wassersparenden Duschkopf ausstattest (Mischdüse oder Luftsprudler genannt), kannst du noch mehr sparen. Und wer sich traut – kalt duschen spart nicht nur Energie, es ist auch sehr gesund!

4. Fließen und Tropfen

Wenn du dir die Zähne putzt oder dich rasierst, solltest du das Wasser nicht einfach laufen lassen, besonders kein warmes Wasser. Auch tropfende Wasserhähne und undichte Leitungen kosten dich mehr Geld, als du denkst. Das Geschirr solltest du auch in einer Schüssel abwaschen, statt unter fließendem Wasser. Mit geringem Aufwand kann ein Haushalt so bis zu 5.000 Liter im Jahr sparen.

5. Waschmaschine und Geschirrspüler

Diese Geräte solltest du wirklich erst in Betrieb nehmen, wenn sie voll sind. Außerdem sind die meisten von ihnen mit Spar- oder Kurzprogrammen ausgestattet, für den Fall, dass deine Wäsche oder die Gläser mal nicht richtig verschmutzt sind. Bei einer Neuanschaffung solltest du immer auf die höchste Energiesparklasse achten.

6. Heiße Getränke

Heißes Wasser für den Tee oder den Kaffee sollte immer im Wasserkocher erhitzt werden, und auch hier gilt: Koche nur die Menge Wasser, die du wirklich verbrauchen wirst. Unnötig erhitztes Wasser kostet dich auch unnötigen Strom.

7. Auto waschen

Manchmal geht es nicht anders, und das Auto muss durch die Waschanlage. Dann fahre wenigstens zu einer mit dem Blauen Engel: Dort wird Waschwasser mehrfach benutzt, und dank Filter und reinigender Mikroorganismen ist es möglich, Abwasser zu vermeiden und bis zu 90 Prozent Frischwasser einzusparen.

8. Blumen gießen

Um deine Pflanzen ausreichend zu bewässern und trotzdem Wasser zu sparen, gilt es nur ein paar einfache Regeln zu beachten. Erstens solltest du dein Grün nie in der prallen Mittagshitze gießen, zweitens solltest du unbedingt Regenwasser nutzen. Regenwasser eignet sich ideal zum Bewässern von Pflanzen und Rasen. Ein Fass mitten im Garten fängt einige Liter auf, noch effektiver ist es allerdings, das Fass an eine Dachrinne anzuschließen. Rasen braucht übrigens nur bei extremer Trockenheit zusätzliches Wasser. Und je lockerer die Erde um deine Pflanzen gehalten ist, desto mehr und schneller können sie das Wasser aufnehmen.

9. Konsum einschränken

Denke immer beim Einkaufen daran, dass die Herstellung und Verarbeitung vieler Konsumgüter, Lebensmittel und Verpackungen riesige Mengen an Trinkwasser verschwendet. Es ist nicht immer leicht, die richtige Entscheidung zu treffen, aber es gilt: Weniger Konsum heißt auch immer Wasser sparen.

 

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Tina
Zauberfee im Wörterland

Tina hat viel gesehen von der Welt, und sie hat nicht nur ein Zuhause. Am liebsten isst sie Süßes, deswegen sind ihre Zähne so schlecht, aber Lachen tut sie trotzdem gerne, denn „wir haben doch verdammt nochmal ein Schweineglück, hier und jetzt zu leben“. Und Tina liebt Wörter, viele Wörter, besonders Schwarz auf Weiß. Oder auf Gelb, wie bei Zitronenzauber.

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