Hallo, mein Name ist Lurch!

Der Spiralschneider von Lurch im Produkttest

Wir haben ein neues Familienmitglied bekommen. Es ist grün, und sein Name ist Lurch.
Nein, kein kleiner Salamander wohnt nun bei uns, sondern ein Spiralschneider aus dem Hause Lurch, genauer: das Modell Spirali. Und ich kann euch sagen, wir sind so verliebt in unseren neuen Mitbewohner, dass ihr nach dem Lesen dieses Artikels ganz lurchgrün vor Neid um die Nasenspitze sein werdet. Aber kein Bange! Unser Lurch hat jede Menge Brüder und Schwestern, und so könnt ihr euch bei Amazon für 25 € ganz schnell euren eigenen Lurch besorgen!

Lurch Spireli
Foto: lurch.de

 

Das kleine Wunderding zaubert im Handumdrehen (Wortwörtlich, der Spireli hat nämlich eine Kurbel an der Seite, an der man drehen muss, wenn man was von ihm möchte. Ganz oldschool, in Handarbeit, und nichts Modernes, Digitales mit Motor oder Akku oder so. Super für die Armmuskulatur und gegen das schwabbelige Winkefleisch, das nach der Geburt von Kind Nummer Zwei nur noch schwerlich weichen möchte.) filigrane Gemüsestreifen, zarte Zucchinispaghetti, Spiralen aus Apfel und Pastinake, geschwungene Bänder aus Radieschen, Kohlrabi oder Birne.

Uns geht es nämlich ähnlich wie vermutlich vielen Familien: Die Kinder sind in einem Alter, in dem Gemüse verschmäht wird, jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße auf dem Wunschzettel stehen, und alles Grüne, Frische voller Argwohn an den Tellerrand geschoben wird.

Bevor ich selber Kinder bekam, war ich überzeugt davon, dass meine Sprösslinge liebend gerne und voller Begeisterung Obst und Gemüse verschlingen werden, schließlich würde ich ihnen das so vorleben und beibringen, in ruhigen Worten erklären, liebevoll Pflänzchen auf dem Balkon heran ziehen, um zu zeigen, wo die Tomate herkommt, und gemeinsam mit ihnen kochen, damit sie Spaß am Essen haben und die tollen Lebensmittel auch wertschätzen können.
Pustekuchen.
Der Traum vom karottenknabbernden Kleinkind ist zerplatzt wie eine Seifenblase, an manchen Tagen bin ich schon froh, wenn der trotzige junge Mann überhaupt etwas isst, selbst wenn es sich dabei um ein Nutellabrot handelt.

Kind-und-Karotte
Völlig absurd unrealistisches Foto, gefunden bei einer der üblichen verdächtigen Bilderagenturen. Das Kind, das dermaßen glücklich strahlend Karotten mümmelt, möchte ich sehen!

Ein Trend geht um

Spiralschäler und Julienne sind mir natürlich ein Begriff, auch spaghettiförmigen Gurkensalat habe ich schon mal gegessen, aber bisher war das Mittel der Wahl, Gemüse geschickt zu tarnen, der Pürierstab.

Nun macht sich aber ein Trend breit, in den Restaurants und Lunchbars hier in Berlin, an dem selbst ich offenbar nicht vorbei komme: Alles ist plötzlich raw und vegan, aus Superfoods, total healthy und fresh und low carb und so. Da sitze ich also, verabredet zum Lunch in so einer hippen Mitte-Location, man bietet Spaghetti Bolognese an (Tofu-Bolognese, natürlich, trotzdem denke ich noch für nen Moment, „Ach, wie schnöde, krieg ich auch zu Hause“), und dann stellt sich heraus, die Spaghetti sind – BETRUG! – eigentlich Zucchinis, die sich nur als Spaghetti verkleidet haben. Also in dünnen, runden Streifen daher kommen. Und, was soll ich sagen, man sieht und schmeckt den Unterschied kaum! Schon während ich die grünen Schlangen genüsslich durch meine Lippen sauge, keimt in mir die erste zarte Knospe eines teuflischen Planes. So ein Gemüsespaghettigerät brauchen wir!

Gedacht, getan, ein wenig recherchiert, und da ist er nun, unser Lurch, und wir geben ihn nie wieder her! Ist nämlich nicht nur eine trickreiche Maschine, um Fake-Spaghetti auf die Teller zu jubeln, auch Salat schmeckt plötzlich viel besser, wenn das Gemüse schnurförmig daher kommt, und auch Obst lässt sich super aufhübschen. Ich habe ein wenig verglichen, bevor ich den Lurch bestellt habe, und hier mal ein paar Fakten und Infos zusammen getragen, denn auf dem Markt gibt es alle möglichen Modelle verschiedenster Marken, in unterschiedliche Ausführungen und natürlich auch in diversen Preisklassen.

Gemüsespaghetti
Der Lurch spaghettisiert alles, was er unters Messer bekommt, von der Roten Beete bis zur gelben Rübe

Der Lurch ist da!

Der Lurch Spireli mit seinen rund 25 Euro Anschaffungskosten ist eine bezahlbare – und trotzdem relativ hochwertige – Einsteigervariante. Er besteht zwar aus jeder Menge Plastik, wirkt aber sehr robust und hat bisher auch den härtesten Gemüsewurzeln standgehalten. Durch Saugnäpfe an der Unterseite steht das Gerät stabil auf dem Tisch oder der Küchenarbeitsplatte, kann weder verrutschen noch umfallen, und ermöglicht so ein sicheres Arbeiten. Das Gemüse wird „eingespannt“ und von spitzen Stiften gehalten, dann wird an der Kurbel gedreht, und Augenblicke später kommen am anderen Ende vegetarische Spaghetti raus. Gerade wenn man viel Gemüse verarbeiten muss, um einer ganzen Familie hungriger Mäuler „echte“ Spaghetti vorzutäuschen, ist die Kurbel Gold wert. Der Lurch kommt mit insgesamt drei verschiedenen Schneideaufsätzen daher, die platzsparend in seinem Inneren verstaut sind. Einerseits super, andererseits sind die Messer wirklich superscharf – also auf jeden Fall gut aufpassen beim Auswechseln der Aufsätze, und außer Reichweite der kleinen Helfer aufbewahren. Positiv ist auf jeden Fall zu bemerken, dass der Lurch nicht nur längliche Gemüse, wie Karotte und Zucchini, spiralisiert, sondern Dank der spitzen Stifte, auf die das Gemüse aufgespießt wird, jegliche organische Form zu Spiralen und Spaghetti schreddert – also auch Kartoffel, Rettich, Apfel und Co. Das hat er einigen der preisgünstigeren Alternativen auf jeden Fall voraus, und rechtfertigt den etwas höheren Preis definitiv. Denn, mal ehrlich, könnte ich damit nur Möhren und Gurken in Streifen schneiden, hätte ich auch einfach meinen Gemüseschäler verwenden können und mir die Kohle gespart.

Für uns hat sich die Anschaffung also auf jeden Fall gelohnt, das Gerät kommt regelmäßig zum Einsatz und der Pro-Kopf-Gemüse-Verbrauch unserer Familie hat sich definitiv erhöht. Wer also nun darüber nachdenkt, sich einen eigenen Lurch zuzulegen, der wird, wie oben schon erwähnt, bei Amazon fündig.

Jetzt bin ich dabei, verschiedene neue Rezepte auszuprobieren, denn immer nur (Zucchini-) Spaghetti mit Tomatensoße hängt mir langsam zum Hals raus und liegt irgendwie auch unter der Würde des vielseitigen Lurches. In den nächsten Wochen werde ich also immer mal wieder neue Rezeptideen für kohlenhydratarme Gerichte aus spiralisiertem Gemüse mit euch teilen. Die findet ihr, wie immer, in der Rubrik Kochen. Um die Suche zu erleichtern, werde ich jedes neue Rezept aber auch unter diesem Artikel verlinken, es lohnt sich also, das Loblied auf den Lurch zu bookmarken und regelmäßig wieder rein zu schauen!

Den Anfang mache ich heute mit den klassischen Zucchini-Spaghetti, in einer leichten und frischen Variante mit cremiger Avocado und fruchtigen Kirschtomaten.

Zucchini-Spaghetti mit Avocado und Kirschtomaten
So sehen sie aus, die knackigen Zucchini-Spaghetti mit cremiger Avocado, frischem Basilikum und süßen Kirschtomaten. Na, schon Appetit bekommen? Foto: dishingupthedirt.com

Lasst’s euch schmecken, und wenn ihre eigene leckere Rezeptvorschläge habt, her damit!

Christina
Jungs- und Hundemama

Von Böblingen nach Berlin – und ab sofort unsere Fachfrau für Beauty, Gesundheit, Körper und Seele. Pfefferminzverrückt. Yogatante. Mit chronischem Putzfimmel. Wohnt entgegen aller Klischees nicht im Prenzlauer Berg. Steckt das Geld für die überteuerte Miete lieber in einen Babysitter und macht regelmäßig die Berliner Clubs unsicher. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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