E-Zigarette – befriedigt sie die Lust nach Nikotin?

Ein Erfahrungsbericht

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Schlendert man durch die Straßen Athens, sieht man Dampf aus allen Gassen. Nein, es handelt sich dabei nicht um Abgase, sondern um Dampf aus E-Zigaretten. In Griechenland scheinen die Massen der guten alten Zigarette bereits den Rücken gekehrt zu haben. Ihren Platz hat eine andere eingenommen: die E-Zigarette ist jetzt en vogue.

E-Zigarette im Test

Neugierig, wie wir nun mal sind, wollten wir es genauer wissen und haben uns selbst an die E-Zigarette gewagt. Lynden war so nett, und hat uns zwei unterschiedliche Modelle für einen Produkttest zur Verfügung gestellt. Auf die Stecker, fertig, los.

Lynden Black Line im Test

Optisch macht sie ja schon mal einiges her, die Lynden Black Line. Doch auch die Funktionalität steht dem Äußeren in nichts nach. Die schicke schwarze Box dient nicht nur der Aufbewahrung, sondern fungiert auch als Ladebox für unterwegs. Bis zu zweieinhalb Mal kannst du deiner E-Zigarette mit der mobilen Ladebox wieder zu Saft verhelfen. Zudem finden darin neben dem Akku auch zwei Depots Platz.

 

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Die Akkuleistung von 180 mAh wirkt zwar erstmal etwas schwach, fällt aber aufgrund der mobilen Ladebox nicht negativ auf. Auf der Digitalanzeige kannst du beim Laden sowohl den Ladestand des Etuis als auch jenen des eingelegten Akkus überprüfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern setzt Lynden nicht auf Glasfaserwatte als Schwamm. Zum Einsatz kommen Flüssigdepots, die dank eines Sichtfenster auch den aktuellen Füllstand preisgeben. Die Depots fassen 0,8 Milliliter und sind in Geschmacksrichtungen wie Tabak, Menthol oder Wild Cherry erhältlich.

Besonders praktisch ist, dass unterschiedliche Nikotinstärken bereit stehen. Du kannst zwischen 18, 12, 6 und 0 mg wählen. Die Depots mit 0 mg dürften vor allem jenen gefallen, die aufgrund des „Aktes“ an sich rauchen – sprich dem Rauchen des Ziehens wegen, ohne dabei wirklich Nikotin zu „brauchen“. Auch in Punkto Aroma und Dampfentwicklung muss sich die Black Line von Lynden nicht verstecken. Zwar kann sie was die Power angeht nicht mit größeren Geräten mithalten, das soll sie aber auch nicht. Sie ist schließlich die kleine Edle für unterwegs.

Lynden Now im Test

Im Vergleich zur Black Line ist die Lynden Now ein wahres Power-Wunder und trumpft eine Akkuleistung von 1100 mAh auf. Bei so viel Power sind starke Dampfentwicklung sowie lange Laufleistung garantiert. Ein weiterer Pluspunkt ist die eingebaute Airflow Control, die es uns ermöglicht, auf Lunge oder Backe zu dampfen. Mit einer Fassung von zwei Millilitern ist auch der Tank nicht von schlechten Eltern. So wie bei der Black Line erfreut uns Lynden auch hier mit einem Sichtfenster, über das wir stets den aktuellen Füllstand überprüfen können. Das Lynden Now Starterset beinhaltet zwei 0,5 Ohm Verdampferköpfe und ein Fläschchen Pure Tabacco Liquid mit 3mg Nikotin. Außerdem natürlich ein Ladekabel sowie eine Bedienungsanleitung.

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Man sieht der Lynden Now ihre hochwertige Verarbeitung an – das Gehäuse aus Edelstahl macht einiges her. Doch auch die inneren Werte stehen dem Äußeren in nichts nach. Der leistungsstarke Akku macht ein bis zwei Tankfüllungen mit. Apropos Tank, den befüllst du am besten, indem du das Mundstück entfernst. So steht der Tank sicher auf dem Kopf und lässt sich leichter befüllen. Bevor du das Ganze wieder verschließt, kannst du auch die Watte des Verdampferkopfes ein wenig mit dem Liquid betröpfeln. Vor der ersten Verwendung solltest du die Lynden Now noch kurz stehen lassen.

Der Verdampferkopf mit nur 0,5 Ohm Widerstand ermöglicht uns das sogenannte Sub-Ohm-Dampfen. Was das ist? „Cloud Chasing“, die Jagd nach extremen Dampfwolken. Das Sub-ohm-Dampfen überrascht uns nicht nur mit einer enormen Dampfentwicklung, sondern auch einem besonders intensiven Geschmackserlebnis. Durch den Ring an der Base kannst du ganz bequem den Zugwiderstand einstellen und so auf Lunge oder Backe dampfen.

Kaufen oder nicht kaufen, das ist hier die Frage

Es ist definitiv ungewohnt, die normale Zigarette durch eine E-Zigarette zu ersetzen. Doch bereits nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt und möchte das Dampfen nicht mehr missen. Natürlich ist auch das Nikotin in der E-Zigarette giftig – mit den mehr als 3800 chemischen Verbindungen einer herkömmlichen Zigarette kann es jedoch bei weitem nicht mithalten. Beim Dampfen mit der E-Zigarette wird nichts verbrannt, weshalb du dich von Teer, Schwermetallen, Nitrosaminen, Blausäure und Co. verabschieden kannst.

Ein positiver side effect, der nicht nur im Winter entzückt: du hast die Hände frei. Wann auch immer du willst, kannst du an der E-Zigarette ziehen und sie danach bis zum nächsten Zug in der Jackentasche verschwinden lassen. Vorbei die Zeit der abgefroren Finger. Und wo wir schon dabei sind: die stinken jetzt auch nicht mehr.

Wenn du dem Rauchen also nicht gänzlich den Rücken kehren willst (oder kannst) solltest du dich mal an E-Zigaretten versuchen. Die beiden Modelle von Lynden können wir jedenfalls wärmstens empfehlen.

Holger
Wannabe-Hausmann

Holger ist ein Hausmann, wie er im Buche steht – wenn es von einem Anti-Hausmann handelt. Der charmante Chaot steht auf Rock, Motorräder und Whiskey. Selbstständigkeit, Homeoffice und Kundenempfang sei Dank, bewohnt er heute ein ansehnliches Zuhause. Seine neu erlernten Haushaltstipps für Faule gibt Holger nur zu gerne an euch weiter.

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