Regenwaldterrarium – selbst bauen!

Im Frühling, und wenn der Sommer langsam kommt, erblühen die schönsten Blumen und sämtliches Grüngewächs kommt zum Vorschein. Da kann es ruckzuck passieren, dass die innere Gärtnerin (oder der innere Gärtner) in dir erwachen. Wenn du aber z.B. in einer Wohnung lebst und keinen Garten hast, gab es da lange keine Alternative als zu trauern und dem Ficus etwas mehr Wasser in den Topf zu schütten. Du kannst aber auch bei minimalen Platz mit einem grünen Daumen Pflanzen hegen und pflegen, indem du einen kleinen Minidschungel in einem Regenwaldterrarium heranziehst. Die Pflanzenauswahl ist völlig dir überlassen, genauso gut kannst du auch nur fleischfressende Pflanzen heranziehen oder ein Wüsten-Terrarium machen. Hauptsache grün! Denn wie man weiß: Pflanzen helfen nicht nur, die Luft und das Lebensgefühl in Räumen zu verbessern, sie können auch helfen, den nächsten Winterblues zu überstehen.

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Die Terrarien sind super einfach zu machen, brauchen nicht viel Aufmerksamkeit und genauso wenig Wasser. Perfekt also für Teilzeit-GärtnerInnen , die auch ab und an mal vergessen, die Blumen zu gießen.

Was du für dein Regenwaldterrarium brauchst:

An Materialien brauchst du einen großen, sauberen Glasbehälter, z.B. eine Vase, eine Schüssel, ein altes Weck-Glas, oder Ähnliches. Der Behälter kann geschlossen oder offen bleiben, ganz wie du willst. Interessante Einmachgläser und Vasen kannst du auf Flohmärkten oder in Antikläden finden, die sind immer ein Besuch wert.
Außerdem brauchst du Steine/Kiesel, optional Pflanzenkohle, Blumenerde, verschiedene kleine Pflanzen, eine kleine Schaufel oder einen Löffel, eine Schere und Handschuhe.

Wie du deinen Dschungel im Einmachglas baust:

Zu Beginn solltest du das Glas vorbereiten

Entferne Preisschilder und wasche den Behälter gut von innen und außen ab, um sicherzustellen, dass keine giftigen Rückstände bleiben, die deinen Pflanzen schaden könnten.

Dann kommt die Befüllung

Fülle den Boden deines zukünftigen Regenwaldterrariums oder der Mini-Wüste-to-be nun mit den Steinchen/dem Granulat – das schafft eine Schicht zum Abfließen des überschüssigen Wassers, damit die Pflanze nicht überflutet wird. Die Tiefe der Steinschicht ist abhängig vom Behälter, sollte aber so ungefähr 5 cm betragen.

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Auch möglich: verschiedenes Moos, etwas Deko und fertig ist deine Mini-Landschaft.

Als dritten, optionalen Schritt fügst du die Pflanzenkohle hinzu – das kann dreckig werden. Die Kohle gibt es entweder als kleine Kügelchen oder in Stücken – beides funktioniert, du brauchst sowieso nicht viel. Die Pflanzenkohle sollte die Steine bedecken und wird dann später deinen Pflanzen helfen, Bakterien, Pilze und Gerüche zu reduzieren. Sie ist hilfreich, nach meiner Erfahrung aber nicht zwingend notwendig. Ich habe mein ganzes Kiez danach abgesucht und keinen Händler gefunden, deswegen habe ich darauf verzichtet.
Schließlich fügst du die Blumenerde dazu – hier ist es wichtig zu schauen, welche Pflanzen du benutzen willst. Denn Blumenerde ist nicht gleich Blumenerde. Empfohlen ist, Sukkulenten und Kakteen zusammen zu pflanzen, oder Farn und tropische Pflanzen, denn sie brauchen verschiedene Erde. Für letztere reicht normale Blumenerde, aber Sukkulenten und Kakteen brauchen spezielle Blumenerde, da kannst du einfach in der Gärtnerei oder im Baumarkt nachfragen. Füge genug Erde in das Glas, so dass die Pflanzen genug Platz haben und trotzdem noch wachsen können.

Ein Tipp: Versuche die Erdschicht etwas größer zu machen, als die Wurzeln deiner Pflanze. So kann nichts schief gehen!

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Das wichtigste zum Schluss: die Pflanzen

Stelle sicher, dass du die Wurzeln grob von der alten Blumenerde befreist und falls du Triebe abnehmen willst, sei vorsichtig. Du kannst besonders lange Wurzeln auch trimmen – sie werden nachwachsen, keine Sorge. Benutze einen Löffel, deine Finger oder eben einen Bleistift, um Platz für die Wurzeln in die Erde zu drücken. Arrangiere die Pflanzen so, wie es dir gefällt und achte darauf, dass sie nicht am Rand des Terrariums wachsen, oder zu groß sind und den anderen Regenwaldterrarium-Bewohnern das Licht rauben. Die Blätter werden wahrscheinlich die Wände berühren, aber versuche auch sie so gut es eben geht vom Rand fernzuhalten.
Wenn du möchtest, kannst du jetzt noch Accessoires hinzufügen. Besonders praktisch ist Moos, es sieht sehr schön aus und hilft auch, Wasser aufzusaugen und zurückzuhalten. Außerdem kannst du kleine Figuren, Perlen, glänzende Metalldinge, Steine, Holz oder alles, was dir irgendwie gefällt hinzufügen – es ist deine kleine Mini-Welt.

Du bist fertig! Ein paar Schlucke Wasser reichen dem Terrarium am Anfang – anders als die meisten deiner Wohnungspflanzen muss die Erde nicht richtig nass sein. Viel Spaß mit deiner wunderschönen Pflanzen-Welt!

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Noch einige Tipps zum Ende:

  • Gieße immer etwas Wasser in das Terrarium, wenn die Erde trocken ist. Du wirst mir der Zeit merken, wie viel deine Pflanzen brauchen. Generell sollten sie aber nicht zu oft gewässert werden.
  • Wenn du einen geschlossenen Deckel hast und Wasser von oben herab tropft, öffne den Deckel und lasse einen Luftaustausch stattfinden.
  • Wenn Blätter welken oder absterben, entferne sie so schnell es geht. Gleiches gilt für eine ganze Pflanze, die stirbt: nimm sie heraus und tausche sie eventuell aus. Das hält dein kleines Ökosystem fit.
  • Stelle das Terrarium nicht in direktes Sonnenlicht! Das würde die Luft im Terrarium zu sehr aufheizen und die Pflanzen schädigen. Am besten ist indirektes Licht. Wenn deine Wohnung sehr kalt ist, versuche das Terrarium an einem Ort aufzustellen, wo es Wärme gibt.
Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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