Denttabs – Die Alternative zu Zahnpasta

Polieren statt putzen!

Wenn es um unsere Zähne geht, sind wir eigentlich ziemlich fest gefahren in dem, was wir tun. Schon als kleines Kind wurde uns beigebracht, dass man sich die Zähne nach den Mahlzeiten mit Zahnpasta putzt. Und das tun wir auch brav. Mindestens morgens und abends schrubben wir die Zähne mit Zahnbürste und Zahnpasta.

Mann-putzt-Zähne

Warum muss es aber immer eine Paste sein?

Wenn es um andere Körperpflege-Artikel geht, wechseln und testen wir oft mal ein neues Produkt. Nicht so aber bei der Zahnpflege. Es wird immer eine Zahnpasta verwendet. Aber warum eigentlich? Wie kommt es, dass bei einer so alltäglichen und wichtigen Tätigkeit nie etwas anderes auf den Markt gekommen ist? Zahnbürsten… ja, da gibt es genügend verschiedene Modelle. Handzahnbürsten,  elektrische Zahnbürsten, mit Infrarot und vieles mehr.

Unnötige Zusatzstoffe

Und dabei ist die Zahnpasta ein Produkt, das nur so vor Zusatzstoffen strotzt! Gibt es da nichts biologisches? Das fragte sich auch Professor Gängler, der zusammen mit seinem Dentallabor Team die Zahnputztabletten Denttabs entwickelte. Sein Ansatz ist es, die Zähne so gut und gesund wie möglich zu pflegen, dabei aber auf diverse Inhaltsstoffe wie Keimhemmer, Konservierungsstoffe und Konsistenzgeber zu verzichten. Diese Dinge sind nämlich schon einmal die Voraussetzung, um in Deutschland überhaupt eine Paste herstellen zu dürfen, die man auch in den Mund nehmen kann.

Diese ganzen Zusatzstoffe haben aber nichts mit der Zahnpflege an sich zu tun, werden aber tagtäglich von der Mundschleimhaut aufgenommen und gelangen so sogar ins Blut. Zwar sind die Dosierungen nicht so hoch, dass sie schädlich wären, aber die häufige Anwendung führt schleichend doch dazu, dass es ungesund für den Körper ist.

Eine kleine Tablette mit großer Wirkung

denttabs
Credits: blogi.hyvinvoinnin.fi

Die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis: Wir brauchen eine Alternative zur Zahnpasta!

Eine Tablette zum Beispiel.

Denttabs sind kleine Tabletten, die insgesamt aus nur elf Inhaltsstoffen besteht. Ein Bestandteil ist zum Beispiel Zellulose, was nichts anderes ist als pflanzliche Zellfasern. Falls ihr es schon mal gesehen habt, in einigen Ländern putzen sich die Menschen die Zähne, indem sie auf Holzfasern herum kauen. Die Zellulose sorgt dafür, dass der Zahn sanft poliert wird. Nicht etwa mit schmirgelnden Stoffen, wie in den Zahnweiß-Zahnpasten, sondern auf schonende Art, ohne den Zahnschmelz dabei anzugreifen.

Polieren statt Putzen

Ein polierter Zahn hat nämlich den einen großen Vorteil, dass er zu glatt ist, als das Bakterien und Keime sich darauf festhalten könnten. Zahnbelag kann bei regelmäßiger Anwendung gar nicht mehr entstehen. Da sich also kein sogenannter Plaque bilden kann, gibt es auch weder Karies noch Zahnstein!

Wie funktioniert es?

denttabs-zähne
Bild: denttabs.de

Vom Prinzip ist der Vorgang ähnlich wie normales Zähneputzen. Man nimmt die Zahnputztablette in den Mund und zerkaut sie. Zusammen mit dem Speichel bildet sie dann eine putzfähige Substanz. Mit einer weichen Zahnbürste (es gibt auch eine Denttabs-Zahnbürste) putzen wir dann ganz normal unsere Zähne. Ok, zugegeben fühlt es sich am Anfang etwas komisch an, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Und was man tatsächlich schon nach dem ersten Mal putzen feststellen kann: die Zähne sind super glatt! Sie fühlen sich wie nach einer professionellen Zahnreinigung (PZR) an. Und das ist wirklich ein tolles Gefühl.

Remineralisierend

Da sich die Wirkstoffe zusammen mit dem Speichel zu einer perfekten Konsistenz vermengen und nicht unnötig viel Wasser besitzen (wie bei einer Paste), wirken die Inhaltsstoffe remineralisierend. Bei dauerhafter Anwendung werden empfindliche Zahnhälse und kleinste Läsionen gelindert und sogar geheilt. Selbst Zahnfleischbluten und Aphten verschwinden bei konsequenter Anwendung der Denttabs.

Weißere Zähne

Ja, sogar weißere Zähne bekommt man von den Tabletten. Zwar nicht  wirklich, aber es scheint so. Durch die polierte Oberfläche reflektieren die Zähne das Licht besser. Fazit: die Zähne glänzen mehr und sehen dadurch tatsächlich weißer aus. Aber auch Ablagerungen von Kaffee, Rotwein oder Nikotin werden schneller wieder wegpoliert, so dass Verfärbungen erst gar nicht sesshaft werden können.

Wo ist der Haken?

Ganz ehrlich… ich konnte keinen finden. Ich selbst habe die Denttabs ausprobiert und rate jedem es auch zu versuchen. Der Unterschied ist tatsächlich nach dem ersten Putzen fühlbar. Auch hat man danach einen frischen Atem, obwohl die Tablette nicht so stark schmeckt, wie normale Zahnpasta. Es gibt die Tabletten mit und ohne Fluorid. Die Tabletten ohne Fluorid sind daher auch für Kinder geeignet (Kinder dürfen nicht so einen hohen Fluoridanteil bekommen als Erwachsene).  Und auch preislich sind die kleinen Zahnputztabletten nicht teurer als normale Zahnpasta. Eine kleine Dose mit 125 Tabletten kostet 7€. Das sind nicht mal sechs Cent pro Zähneputzen! Eine große Dose mit 380 Tabletten kostet 15,49€, da sind es sogar nur noch vier Cent. Billiger ist eure Zahnpasta wohl auch nicht.

Wenn ich dann doch noch irgendetwas Negatives sagen muss, dann ist es die eigene Gewohnheit. Von Kind an haben wir die Zähne mit einer Paste geputzt, die zu einem dicken Schaum im Mund wurde. Und die Umstellung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Tablette ist zu Beginn krümelig im Mund und ungewohnt. Man denkt am Anfang, dass man nicht „anständig“ Zähne geputzt hat, weil die große Menge Schaum im Mund fehlt.  Aber hey, jede Gewohnheit lässt sich auch verändern. Und eure Zähne und euer Körper werden sich freuen, weniger durch Zusatzstoffe belastet zu werden.

Ich habe für euch noch ein kleines Video, indem ihr nochmal genau erklärt bekommt, warum wir alle besser Zahnputztabletten statt Zahnpasta verwenden sollten.

Eine andere Methode, um auf lästige Zusatzstoffe zu verzichten wäre, die Zahnpasta einfach selbst herzustellen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr natürlich von uns- schaut in den nächsten Tagen einfach wieder auf dem Blog vorbei, dann haben wir ein kinderleichtes Zahnpasta DIY für euch!

 

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.