Cinnamon Dreams – Wundergewürz Zimt

Den Geruch und Geschmack von Zimt verbinden viele von uns mit dem Winter. Besonders zur Weihnachtszeit genießen wir Plätzchen und Gebäck mit duftendem Zimt. Aber nicht nur Zimtsterne und Apfel-Zimt-Muffins wären verloren ohne das feine Gewürz. Auch herzhafte Speisen lassen sich mit der wohlriechenden Baumrinde verfeinern. Und weil Zimt nicht nur gut riecht und schmeckt, sondern auch heilende Kräfte in sich trägt, sollten wir ihn definitiv mehr in unseren Alltag integrieren.

Kostbarer Rohstoff

Die alten Ägypter hielten Zimt für wertvoller als Gold. Sie bemerkten schon damals, dass Zimt aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung nicht nur ein leckeres Gewürz, sondern auch ein hervorragendes Heilmittel ist.

Selbst Pflanzen lieben das braune Pulver! Meine Kollegin Elisabeth weiß direkt sechs gute Gründe, Zimt auch in eurem Garten zu verwenden.
Jetzt aber erst einmal zurück zu den positiven Effekten auf uns Menschen.

Echter Zimt

Als echten Zimt bezeichnet man Ceylon-Zimt. Dieser ist es auch, der die Super-Kräfte in sich trägt –  also leider nicht die günstige Variante im Supermarkt-Gewürzregal. Ceylon-Zimt ist auf Sri Lanka beheimatet und wird außerdem in Süd- und Südostasien, auf Madagaskar und auf den Seychellen angebaut. Der Ceylon-Zimt gehört zu den Lorbeergewächsen und wird aus der Rinde des sechs bis zehn Meter hohen Baumes gewonnen. Beim „Schälen“ rollt sich die Rinde typisch zusammen.

Bild: shutterstock/Matka Wariatka
Bild: shutterstock/Matka Wariatka

Falscher Zimt

Als falschen Zimt bezeichnet man den Cassia-Zimt (auch chinesischer Zimt), der sich vom echten Zimt leicht unterscheiden lässt. Die Cassia-Zimtstangen haben nämlich eine viele dickere Rinde und in der Mitte der zusammengerollten Stangen befindet sich ein Hohlraum. Auch wenn dieser Zimt nicht die reinen Super-Kräfte besitzt, so kann er trotzdem noch gute Inhaltsstoffe bieten.

zimt
Foto: shutterstock/Oksana Shufrych

Allgemein gilt: Zimt ist super für unsere Gesundheit…wenn man ihn in Maßen isst!
Wie bei sehr vielen Lebensmitteln und Produkten gilt die Devise: In Maßen gesund, in Massen ungesund. Doch hauptsächlich kann Zimt ziemlich großartige Dinge verrichten.

Geschmack & Duft

Als erstes muss man sagen, dass Zimt einfach wirklich toll und außergewöhnlich schmeckt und riecht. Bereits hier fördert er auch schon unsere Gesundheit, da der Duft und der Geschmack von Zimt stimmungsaufhellend und konzentrationsfördernd wirken. Außerdem wärmt uns das Gewürz von Innen und vertreibt schlechte Laune.

Gut für die Verdauung

Zimt wirkt nicht nur appetitanregend, sondern fördert auch die Verdauung. Eingenommen als Gewürz im Essen oder in aromatischen Drinks wie einem Spiced Chai wirkt er Blähungen und Völlegefühl entgegen. Außerdem wird der Mageninhalt nicht so schnell verdaut, so dass eine langsame und bekömmliche Verdauung gefördert wird.

Senkt den Blutzuckerspiegel

Schon seit Längerem ist bekannt, dass Zimt auch den Blutzuckerspiegel senken kann und somit, zumindest für den Typ 2 Diabetiker, große Vorteile bieten kann. Allerdings ist hier das Wort „kann“ von Bedeutung, da diese Eigenschaft nicht bei jedem gleichermaßen funktioniert und auch nicht zu 100% bewiesen ist. Wissenschaftler und Ärzte raten jedenfalls von Zimtpräparaten als Nahrungsergänzungsmittel ab.

Fatburner

Da Zimt den Stoffwechsel ankurbelt gilt das Gewürz auch als Fatburner. Zudem senkt er auch die schlechten Cholesterinwerte, ohne die guten dabei anzugreifen. Außerdem heizt unser Körper tatsächlich auf, nachdem wir Zimt gegessen haben, was wiederum Kalorien verbrennt.

Fußpuder

Da Zimt ebenfalls antibakteriell wirkt und auch Gerüche sehr gut neutralisiert, eignet er sich tatsächlich auch als Fußpuder. Man kann ihn zum Beispiel in stinkende Turnschuhe geben… Auch Verbände und Umschläge können in Zimtöl getränkt werden – so haben das schon die alten Ägypter gemacht.

Zimtöl gegen Blasenentzündung

Am Ende des Artikels findet ihr ein tolles und einfaches Rezept für selber gemachtes Zimtöl. Das solltet ihr unbedingt ausprobieren, da ihr es wirklich vielseitig einsetzen könnt. Zum Beispiel hilft es bei einer Blasenentzündung oder Pilzinfektion. Einfach zwei bis drei Esslöffel des Zimtöls in warmes Wasser in die Badewanne geben und ein Sitzbad nehmen. Das Öl hilft, die Symptome zu lindern und sorgt bei regelmäßiger und frühzeitiger Anwendung sogar dafür, die Krankheit ganz los zu werden.

Die schlechten Seiten der Wunder-Rinde

Zimtsterne
Bild: shutterstock/Maren Winter

Da der falsche Zimt (welcher aber meistens verwendet wird) Cumarin enthält, steht er seit längerem im Verdacht nicht so gesund zu sein, wie angenommen. So kursieren Angaben wie „Kinder dürfen auf keinen Fall mehr als einen Lebkuchen oder vier Zimtsterne pro Tag zu sich nehmen“, schon seit geraumer Zeit in diversen Zeitschriften und Internetbeiträgen. Das kommt daher, dass Cumarin schlecht für die Nieren und die Leber sein kann – allerdings nur bei Menschen mit vorgeschädigten Organen. Allerdings gibt es tatsächlich einen Grenzwert für Cumarin, der aber leicht eingehalten werden kann.

Grenzwerte Cumarin: 0,1 Milligramm Cumarin pro 1 Kilogramm Körpergewicht

Das heißt: ein 75 Kilogramm schwerer Mensch kann unbedenklich 7,5 Milligramm Cumarin zu sich nehmen. Das würde ungefähr 1,5 Gramm (Cassia-) Zimt entsprechen. 1 Gramm (Cassia-) Zimt enthält maximal 4,5 Milligramm Cumarin. Trotzdem sollten schwangere und stillende Frauen sowie Kinder etwas behutsamer mit dem Konsum sein. Ebenfalls sind Zimt-Kapseln oder Nahrungsergänzungsmittel nicht empfehlenswert.

Hilft er sogar gegen Krebs?

Selbst Cassia-Zimt soll gut gegen Krebszellen sein, denn er ist reich an sekundären Pflanzenstoffen. Indische Wissenschaftler fanden heraus, dass Zimt zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs helfen kann. Und in den 90er Jahren haben deutsche Wissenschaftler bereits festgestellt, dass das schlechte Cumarin Prostata-Krebs-Tumore zum Schrumpfen brachte. Also, wie bereits erwähnt – keine Panik! In Maßen ist Zimt ein wahres Wunder-Heilmittel! Selbst mit Cumarin.


Zimtöl

Damit ihr Zimt aber nicht nur in ungesunden Keksen und Kuchen zu euch nehmt, haben wir für euch ein Rezept zur Herstellung von Zimtöl dabei. Denn Zimtöl könnt ihr toll in ein Müsli oder in einen Frucht-Joghurt mischen, ohne automatisch zu viel Zucker zu euch zu nehmen. Auch wenn Zimt & Zucker ein zugegeben tolles Team sind…

Ihr könnt das Zimtöl auch super für herzhafte Gerichte, wie Suppen und Aufläufe verwenden. Traut euch einfach mal ran!

Zutaten

Öl (zum Beispiel Olivenöl)
Zimtstangen
Glas/Gläser

Zubereitung

Je nachdem wie viel Öl ihr herstellen wollt, solltet ihr euch die passenden Zutaten besorgen. Eine genaue Mengenangabe kann man dazu schlecht geben. Nehmt euch ein Glas mit Deckel und füllt es mit so vielen Zimtstangen, wie hinein passen. Der Raum im Glas sollte komplett ausgefüllt sein. Dann gießt ihr ein reines Öl, zum Beispiel Olivenöl, hinein und zwar so lange bis alles bedeckt ist. Nun wird das Glas verschlossen und an einen warmen Ort gestellt. Dort muss es mindestens drei Wochen bleiben, bis die ätherischen Wirkstoffe des Zimts in das Öl übergegangen sind. Außerdem sollte man das Glas einmal pro Tag schütteln.

Nach den drei Wochen gießt ihr das Öl entweder durch ein Küchenpapier oder ein dünnes Geschirrtuch.  Das Öl fangt ihr auf und gebt es in einen passenden Behälter.

Euer fertiges Zimtöl ist mindestens drei Monate haltbar. Wenn ihr steril gearbeitet habt auch noch länger. Gerne könnt ihr alle Gläser vorher mit Alkohol desinfizieren oder sie abkochen.

 

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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