7 Gründe, dir ein Haustier zuzulegen

1. Nie wieder allein

"Einfach toll, was diese amerikanischen Serienformate mittlerweile zu bieten haben, oder?"
„Einfach toll, was diese amerikanischen Serienformate mittlerweile zu bieten haben, oder?“

Auch ein Single? Auch genervt von den ganzen Pärchenfreunden und der Art und Weise, wie sie mit ihrer eklig-zweisamen Glückseligkeit dein Leben wie einen traurigen Abklatsch wirken lassen? Schluss damit. Sei dein eigenes Pärchen mit Miezi, Hasso oder Piepmatz. Hab jemanden, mit dem du sonntags verkatert Serien gucken kannst, und dem du etwas über Professoren, Kollegen oder Bekannte vorheulen kannst. Freu dich auf jemanden, der, wenn du nach Hause kommst (wenn es gut läuft), nicht die ganze Küche vollgemüllt hat und der nichts dagegen hat, sich von dir streicheln zu lassen.

2. Lerne Verantwortungsbewusstsein

Manchmal wächst einem einfach alles über den Kopf
Manchmal wächst einem einfach alles über den Kopf

Deine Pflanzen sterben dir am laufenden Meter weg? Deine Deadlines verpasst du jedes Mal, und mehrere deiner Freunde haben sich schon aufgeregt, dass du wirklich nie pünktlich zu Verabredungen erscheinst? Dann hilft dir ein Haustier eins a, deinen Alltag zu strukturieren. Du hast ein lebendiges Wesen um dich, das komplett von dir abhängig ist. Wenn du dich nicht kümmerst, stirbt es. As simple as that. Morgens und abends füttern. Urlaubsvertretungen organisieren. Gassi gehen. Und die Semesterarbeit schreibt sich wie von selbst.

3. Übung fürs Kinderkriegen

Fast so pflegeleicht wie ein Haustier: Kind.
Fast so pflegeleicht wie ein Haustier: Kind.

Atta, bubu, guzi.
Feeeein, so machst du das richtig.
Uuund – noch einen.
Mmmmh, das schmeckt.
„Mama!“ – „Miau.“ – „Nein, maaMA!“
baBA! Das ist ih! Das lassen wir.
Das mögen wir nicht.
So ist besser.

4. Finanzielle Reduzierung auf das Notwendige

Paradoxon: Luxushaustier
Paradoxon: Luxushaustier

Futter, Arztkosten, diverses Streu/Stroh, was auch immer. Ein Tier zahlt sich nicht von allein. Du musst mit erheblichen Einschränkungen deines normalen Budgets rechnen. Aber das hat auch was Schönes. Hatten wir uns nicht zuvor in unserem Luxus fast verlaufen? Hatten wir nicht vor Schokolade, Rolex-Uhren und Chesterfieldsofas den Sinn des Lebens fast aus den Augen verloren? Das passiert mit einem Haustier nicht mehr. Wir besinnen uns wieder darauf, was wir wirklich brauchen. Was elementar ist. Was uns ausmacht.

5. Konfliktmanagement mit Ver-/Mitmietern

"Dein Tier stinkt!" - "Nein, deine Mutter!"
„Dein Tier stinkt!“ – „Nein, deine Mutter!“

Ein Tier stinkt, ist laut und macht Mühe. Zu allem Unglück nicht nur dir selbst, sondern in den ersten beiden Fällen auch Menschen in deinem direkten Umfeld. Und du kannst deinen schicken Arsch darauf verwetten, dass dir das früher oder später um die Ohren fliegt. Mitbewohner werden dich ankacken, weil dein Tier dasselbe mit ihrer Plattensammlung getan hat, Nachbarn werden dich im Treppenhaus auf diesen unsäglichen Gestank ansprechen, und dein Vermieter dir mit Kündigung/Mieterhöhung/Tod am Strick wegen eines unangemeldeten Haustiers drohen, doch dich lässt das alles kalt. Du lernst nämlich, klar und respektvoll zu kommunizieren, so wie du das auch mit deiner tierischen besseren Hälfte mittlerweile gut hinbekommst (siehe Punkt 3).

6. Das Instant-Tiervideo

Ein bisschen Meta, dieses Bild.
Ein bisschen Meta, dieses Bild. Nur ein bisschen.

Wozu eine Internetflatrate bzw. die mühsamen Meter zum Laptop, wenn dein persönliches Tiervideo direkt auf deinem Schoß stattfindet? Wenn deine Katze oder dein Hund sich wieder ganz drollig daneben benimmt, und du aus dem Glucksen gar nicht mehr herauskommst? Wenn du es klug anstellst, hast du dein Smartphone auch direkt zur Stelle, wenn es passiert, und du sammelst bei YouTube Klickzahlen und Internetfame. Und wir alle wissen, wie elementar das für dein Selbstwertgefühl ist, so ganz ohne menschlichen Partner.

7. Tatsächlich… Liebe

Französisch Bulldogge ist niedliche küssende Mädchen. Sie tragen auf einen Hund. (gotta love Bilderbeschreibungen)
Französisch Bulldogge ist niedliche küssende Mädchen. Sie tragen auf einen Hund. (gotta love Bilderbeschreibungen)

Dein Tier nimmt nicht nur, es gibt auch. Es macht dich glücklich. Es mag dich (wirklich), und das (wirklich) nicht nur, weil du ihm Essen gibst. Es sieht dich als einen Counterpart aus einer anderen Spezies, und ihr lebt quasi tägliche Speziesverständigung. Was Menschen unter sich nicht hinbekommen, macht ihr spielerisch jeden Tag neu. So lernt ihr die Macken und Besonderheiten der anderen Spezies kennen und werdet zu toleranteren Geschöpfen.

 

 

Jonas
Schnittlauchzüchter a.D.

Man muss Jonas nur ein Stichwort geben und gleich faselt er los, von Gott und unserem schönen blauen Globus und Geburtenraten und Gelenkwellenmittellagern, bis er bei unseren Ureltern Adam und Eva angekommen ist. Und keiner ist klüger als zuvor. Aber ihm machts Spaß, also lasst ihn doch, verdammt noch eins!

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