Sommer – Sonne – Elefantenknöchel

Kommt die Hitze, kommen die Wassereinlagerungen

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Wassereinlagerungen, schmerzende und geschwollene Beine, Elefantenknöchel. Als Kind dachte ich, das sei ein Problem älterer Damen, als sich meine Mutter über die Wassereinlagerungen in ihren Beinen beschwerte. Seit meinem 25. Geburtstag gehöre allerdings auch ich zum Club der Elefanten. Viele Frauen klagen über Wassereinlagerungen, während andere die hochsommerlichen Temperaturen zelebrieren.

Warum schwellen die Beine bei Hitze an?

Ist es (zu) heiß, erweitern sich die Blutgefäße, damit dein Körper die Hitze besser abgeben kann. Dieser Prozess verlangsamt die Blutzirkulation und führt dazu, dass die Venen an Elastizität verlieren. Wenn Flüssigkeit über die Venen nicht mehr richtig abtransportiert wird, fließt sie schließlich in das Gewebe. Vor allem Frauen mit schwachem Bindegewebe sind betroffen, da es die Venen bei Hitze nicht ausreichend stabilisiert. Ebenso anfällig sind Personen mit Übergewicht. Auch äußere Faktoren wie längeres Stehen und Sitzen sind nicht nur schlecht für den Rücken, sondern begünstigen die Entstehung von Elefantenknöcheln. Bei Langstreckenflügen besteht zudem erhöhte Thrombosegefahr – lasse dich gegebenenfalls von deinem Arzt beraten und beuge mit Kompressionsstrümpfen vor.

11 Tipps gegen geschwollene Beine

Ein Glück gibt es massig Tipps, mit denen du Elefantenhitze besser überstehst. Mit der Umsetzung der folgenden Ratschläge, hältst du auch die Wassereinlagerungen in deinen Beinen im Zaum.

#1 Ergonomisches Sitzen

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Wenn dich der Alltag an den Bürostuhl fesselt, ist Ergonomie besonders wichtig. Unsern ersten Schritt in Richtung Arbeiten ohne Elefantenknöcheln bestritten wir bereits vor einiger Zeit mit Fußstützen. Du kannst damit etwas hin und her wippen, weshalb die Beine nicht ganz so schnell anschwellen. So wirklich das Wahre waren die Teile allerdings nicht. Man musste uns also nicht zweimal bitten, als wir zufällig eine Hängematte für den Schreibtisch auf Amazon entdeckten. Für schlanke 14 Euro gibt’s gewohnt schlanke Beine ohne Wassereinlagerungen. Die Hängematte wird super einfach mit den beiden mitgelieferten Haken befestigt und bietet zwei verschiedene Positionen. Und da es nunmal eine kleine Hängematte ist, gibt es ein wenig Urlaubsfeeling für’s Büro (oder den Schreibtisch zu Hause) obendrauf. Die Zitronen-Redaktion ist begeistert.

#2 Mehr Wasser + weniger Salz = weniger Wasser

Mit unzureichender Flüssigkeitszufuhr versetzt du deinen Körper in Alarmbereitschaft und er speichert Reserven für Durststrecken – in deinen Beinen. Trinke an heißen Tagen mindestens 2,5 Liter Wasser oder ungesüssten Tee. Übermäßiger Salzkonsum führt ebenso zu Elefantenknöcheln.

#3 Die Rosskastanie weckt müde Beine wieder auf

Während die Ess-Kastanie unsere Bäuche versorgt, kümmert sich die Rosskastanie um unsere geschwollenen Beine. Die Inhaltsstoffe fördern den Blutfluss, tonisieren die Venen und wirken ödem- sowie entzündungshemmend. Du hast die Wahl zwischen kühlenden und erfrischenden Cremes oder Rosskastanien Tee. Falls du dich für die Creme entscheidest, bewahre sie im Kühlschrank auf. Die Kälte muss zwar nicht sein, macht die Rosskastanien Creme aber umso erfrischender. So weckst du selbst die müdesten Beine wieder auf.

#4 Bequem ist das neue Schön

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Enge Schuhe im Sommer – den Fehler haben wir alle bereits begangen. So bequem die Schuhe bei normalen Temperaturen auch sein mögen, bei 30 Grad und mehr sind sie es nicht. Der Blutfluss wird behindert, die Beine quellen auf wie Hefeteig im Ofen und nachdem du vermutlich nicht barfuß nach Hause spazierst, reibst du deine Füße noch schön blutig. Ebenso kontraproduktiv sind hohe Absätze. Die permanent angespannte Wadenmuskulatur drückt auf die Venen, welche dadurch die Blutzirkulation nicht mehr richtig unterstützen.

#5 Mit Bewegung gegen geschwollene Beine

Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass deine Beine Elefantenmaße annehmen, ist Vorbeugung unumgänglich. Sport stärkt die Venen und rüstet dich gegen Wassereinlagerungen. Vor allem Schwimmen, Radfahren und Joggen gelten als Wundermittel. Zusätzlich solltest du an heißen Tagen öfters mal aufstehen und eine kleine Runde drehen. Verlasse wenn möglich ab und an das Büro, nimm die Treppe runter, genieße kurz die Sonne (oder hol dir ein Eis!) und gehe die Treppe wieder hoch. Wippe bei langem Stehen mit den Füßen auf und ab, um die Blutzirkulation anzuregen. Abends am besten nach Hause spazieren oder zumindest ein paar Station früher aussteigen.

#6 Storchenschritt für Storchenbeine

Bereits vor rund 100 Jahren entdeckte Sebastian Kneipp die positive Wirkung des Wassers auf den Körper. Die Wirksamkeit der sogenannten Kneipp-Therapie ist heute wissenschaftlich bestätigt und anerkannt. Bei der Ausführung von Storchenschritten solltest du knietief im Wasser stehen, stets ein Bein komplett aus dem Wasser ziehen und dabei darauf achten, dass deine Zehen nach unten Richtung Boden zeigen. Tauche deine Beine so lange abwechselnd ins Wasser, bis ein Kältegefühl in deinen Füßen und Unterschenkeln eintritt. Das Ganze funktioniert übrigens auch in der Wanne oder einem (größeren) Eimer. Trockene deine Beine danach nicht ab, sondern streife das Wasser lediglich mit der Hand ab.

#7 Kaltes, klares Wasser

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Was im Winter die Wärmflasche ist, übernimmt im Sommer das Fußbad. Kaltes Wasser vertreibt die Hitze aus deinem Körper und regt die Blutzirkulation gezielt an. Bei Kälte ziehen sich die Venen zusammen und transportieren das Blut so wieder effektiver weiter. Wenn du nicht zufällig immer ’nen großen Eimer dabei hast, kannst du deine Beine zwischendurch mit kalten Wasser abreiben.

#8 Schluss mit dem Überschlagen

Es ist bequem und hält widerliche Spanner davon ab, Frauen unter das Röckchen zu gucken. Ne tolle Sache, dieses Überschlagen der Beine. Wenn es nur nicht dazu führen würde, dass unsere Füße anschwellen. In weiterer Folge begünstigt das regelmäßige Überschlagen übrigens auch die Entstehung von Besenreisern und Krampfadern.

#9 Hot and Cold

Wechselduschen regen die Durchblutung an. Du wirkst damit nicht nur geschwollenen Beinen entgegen, sondern straffst zudem dein Bindegewebe. Bewege den Wasserstrahl von den Füßen bis zu den Knien (oder weiter, Richtung Herz) und wieder zurück. Stelle die Temperatur dabei abwechselnd auf warm sowie kalt und beende deine Wechseldusche stets mit kaltem Wasser.

#10 Up, Up and Away

Der Klassiker: Einfach mal die Beine hochlegen. Bei langem Sitzen oder Stehen arbeitet das Blut gegen die Schwerkraft, um zum Herzen zu gelangen. Mach es deinem Körper einfacher und leg‘ die Beine hoch.

#11 Strümpfe, wenn nichts mehr geht

Zugegeben, Strümpfe sind das Letzte, wonach wir uns bei Hitze sehnen. Du kannst aber zumindest abends zu Hause mal kurz Kompressionsstrümpfe anlegen und die Füße hochlegen – so schwellen deine Beine schneller ab. Bei leichten Beschwerden reichen auch Stützstrumpfhosen.

Wenn das alles nichts hilft und du unter starken Wassereinlagerungen leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen. Nur so kannst du Ödeme und andere Erkrankungen ausschließen.

Joana
Köchin aus Leidenschaft

Joana ist eigentlich Köchin, schreibt aber auch gerne über Essen und alles, was mit Genuss zu tun hat. Dazu zählt auch das Genießen von entspannenden Aktivitäten in ihrer Freizeit. Auf Zitronenzauber.de bereichert dich Joana nicht nur mit leckeren Rezepten, die dir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, sondern mit allem, was zum Wohlfühlen dazu gehört.

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