Wenn Schlafen zum Problem wird: Was hilft gegen Schnarchen?

Wer schon mal Mitschläfer im Schlafzimmer hatte, kennt es: das röchelnde Sägen, schwere Ausatmen und unregelmäßige Grunzen. Schnarchen ist die Hölle für diejenigen, die nicht schnell genug eingeschlafen sind und versuchen müssen, sich selbst zu den Grunzlauten des oder der Anderen in die Traumwelt zu wiegen. Man kann förmlich dabei zuhören, wie der Mund nach und nach austrocknet. Selig einschlummern und wie ein Baby schlafen sehen definitiv anderes aus! Aber was hilft gegen Schnarchen?

Jeder sechste Mann und jede vierte Frau sind betroffen und schnarchen mehr oder weniger laut. Doch was kannst du gegen die nervige Ruhestörung machen? Darüber mit der anderen Person reden hilft, doch sehen die Schnarchenden meist kaum ein Problem. Wenn ich jedes Mal einen Euro kriegen würde, wenn mir mit Ich schnarche gar nicht! geantwortet werden würde… Ihr wisst was ich meine. Zuerst solltet ihr verstehen, wie das Schnarchen entsteht und dann eine Methode wählen, die den Horror beenden kann.

So funktioniert Schnarchen

In den meisten Fällen liegt eine Verengung der oberen Atemwege vor, völlig ungefährlich und mit dem richtigen Mittel auch zu beheben. Wenn du bemerkst, dass es während des etwas lauteren Schläfchen zu Atemaussetzern und unrhythmischem lauten Geräuschen kommt, solltest du (oder dein schnarchender Bettpartner) jedoch zum Arzt gehen.

Während du schläfst entspannt sich dein Körper, die Muskeln erschlaffen – auch in deiner Atemmuskulatur. Wenn du ein- und ausatmest, sitzt also alles nicht mehr so straff und gerät schnell in Schwingung, Zäpfchen und Gaumensegel vibrieren und sorgen für Geräusche. Wenn dann auch noch die Atemwege etwas verengt sind, wird die Vibration verstärkt.

Die Verengung kann an Schnupfen, einer Nasennebenhöhlenentzündung, einer krummen Nasescheidewand, Übergewicht oder geschwollenen Mandeln liegen. Eine schiefe Nasenscheidewand, große Mandeln oder Polypen lassen sich operativ korrigieren. Kurzfristiges Schnarchen durch einen Infekt oder eine andere temporäre Erkrankung musst du nicht behandeln. Hilfreich kann aber ein Nasenpflaster aus der Apotheke sein, sie weiten die Nasenlöcher etwas und erleichtern die Nasenatmung.

Was hilft gegen Schnarchen? Die Tipps!

Abhängig von der Ursache des Schnarchens gibt es Abhilfe. Beobachte dich oder den Schnarch-Verursacher:

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Die Nase ist Schuld

Das Schnarchen kann sowohl gleichmäßig oder rumpelnd sein, auch ein hohes Pfeifen ist möglich. Die Betroffenen haben oft einen trockenen Mund, wachen mit einem besonders schlechten Atem auf und sind dehydriert (das kann sich z.B. in Kopfschmerzen äußern).

(Wenn die Atmung auch im Wachzustand beeinträchtigt ist, ist die Nase die Ursache für das Schnarchen. Wenn tagsüber nichts zu beanstanden bleibt und die Nase frei ist, liegt das Problem woanders.)

Lösung:
Nasenspreizer weiten die äußeren Atemorgane, und zwar die Nasenlöcher. So kann der nasale Schnarcher besser ein- und ausatmen. Hilfreich sind auch Nasenspülungen in der Nasendusche, um Schleim aus den Nasenhöhlen zu spülen.

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Rückenlage-Schnarchen

Der Ton des Schnarchens ist höher und nur schubweise zu hören. Meistens liegt die betroffene Person auf dem Rücken.

Durch die erschlaffte Muskulatur fällt die Zunge in den Rachen und blockiert die oberen Atemwege. Das kann auch bei einem Fliehkinn oder einer sehr großen Zunge passieren, wird aber besonders durch die Rückenlage beim Schlag gefördert. Der hintere Zungenteil blockiert die Atemwege, das Atmen wird erschwert – die Luft muss sich durch die kleinen Öffnungen um den Zungengrund in die Lunge schlängeln und so entsteht das Schnarchgeräusch.

Lösung:
Wenn die Zunge ungünstig liegt, kannst du sie mit einer Protusionsschiene fixieren. Sie verhindert, dass der hintere Zungenteil in den Rachen fällt und hält die Atemwege frei. Wichtig ist hier auch, dass Zungenschnarcher auf Medikamente, Relaxantien und Alkohol verzichten – sie verstärken die Muskelentspannung noch. Wer sich einfach nicht abgewöhnen kann, auf dem Rücken zu schlafen, kann sich einen Tennisball an das Rückenteil des Pyjamas nähen.

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Der Mund ist selbst im Schlaf offen

In jeder Schlafposition und nur mit offenem Mund hört man ein gleichmäßiges Flattern. Der Mundschnarcher kann meist auch tagsüber mit offenem Mund das Schnarchgeräusch nachmachen.

Das Gewebe zwischen Mundraum und Rachen ist etwas verengt und weich. Durch das ein- und ausatmen wird es in Schwingung gebracht und vibriert.

Lösung:
Schnarchbandagen halten den Unterkiefer an Ort und Stelle, damit der Mund in der Nacht nicht aufklappt. Wichtig ist auch, dass der Mundschnarcher einen gesunden Lebensstil pflegt: Kein Übergewicht, kein übermäßiger Konsum von Genussmitteln und regelmäßiger Schlaf sind wichtig, damit sich das Schnarchen legen kann.

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Das solltest du dich außerdem fragen

  • Handelt es sich um allergischen Schnupfen?
    Dann solltest du dich darum kümmern, dass die Schlafumgebung entsprechend angepasst ist. Bei einer Hausstaubmilbenallergie gibt es entsprechende Bettwäsche, die für Allergiker geeignet ist. Auch wichtig ist hier eine regelmäßige Reinigung des Schlafzimmers!
  • Könnte Übergewicht eine Ursache sein?
    Durch stark vermehrtes Fettgewebe kann es zu Fettablagerungen an Hals und Rachen kommen, diese blockieren die oberen Atemwege. Ein Doppelkinn drückt nach innen in die oberen Atemwege und verengen die Luftzufuhr. Wenn die Fettansammlung durch Gewichtszunahme entstanden ist, dann kann man sie durch Sport und entsprechende Ernährung auch gut wieder loswerden. Wichtig: auf Alkohol verzichten!
Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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