Kleines Gemüse mit großer Wirkung – die Tomate

Weltweit gibt es mehr als 1000 eingetragene Tomatensorten, in vielen verschiedenen Größen, Farben und Formen. Die Dunkelziffer liegt weit darüber: Schätzungen zufolge könnte es mehr als 7.000 Varianten in Privatzüchtungen geben. Laut Umfragen ist die Tomate Deutschlands beliebtestes Gemüse, und eins der vielseitigsten vielleicht auch. Obwohl sie zu 93 Prozent aus Wasser besteht, ist die Tomate dennoch ein Hit: Der Verzehr der roten Frucht, die 13 Vitamine und 17 Mineralstoffe enthält, hat einen sehr positiven Einfluss auf unsere Gesundheit.

Tomatenaugen

Frucht oder Gemüse?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, denn die Unterscheidung hat weniger mit botanischen Gegebenheiten zu tun, als mit unseren Essgewohnheiten. Von Obst etwa erwarten wir, dass es einen gewissen Zuckergehalt hat und süß schmeckt. Ebenfalls für die Zuordnung zum Gemüse spricht, dass Tomatenpflanzen nur ein Jahr alt werden, während Obstsorten meist mehrjährig sind. Letztlich ist es wohl eher Willkür oder Intuition: Tomaten sind Gemüse, kein Obst – und das, obwohl sie als Nachtschattengewächse den Beeren zugeordnet werden.

Tomatepflanze in der WohnungTomatenpflanzen

Tomatenpflanzen haben es gerne sonnig und geschützt, und sie wollen nicht zu eng mit anderen Pflanzen stehen. Wer also ein sonniges und warmes Plätzchen in der Wohnung hat, braucht seine Pflanze nicht unbedingt nach draußen zu stellen. Dann sollte der Kübel aber groß genug sein, und der Boden sollte humusreich und gut durchlässig gehalten werden. Die Tomate ist eine Starkzehrer, das heißt, sie braucht reichlich Nährstoffe, um viele Blüten und nachher Früchte zu geben. Daher ist das Düngen unumgänglich. Im Fachhandel gibt es speziellen Tomatendünger, der mit einen höheren Kalium- und Phosphoranteil eine optimale Nährstoffversorgung garantiert. Vorsicht auch beim Gießen: Tomatenblätter mögen kein Wasser! Im Kübel bekommt die Tomatenpflanze ihr Wasser am liebsten lauwarm oder abgestanden direkt von unten.

Haltbarkeit

Tomaten sollte man lieber nicht im Kühlschrank lagern, da sie bei der Kälte schnell an Haltbarkeit verlieren. Am liebsten mögen sie es bei 13 bis 18 Grad. Und wenn doch im Kühlschrank, dann sollte man sie besser nicht neben anderem Gemüse oder Obst lagern. Tomaten scheiden während der Lagerung das sogenannte Ethen aus. Das beschleunigt  den Stoffwechsel benachbarter Früchte oder Gemüse, und die reifen dann schneller und bleiben nicht so lange frisch.

Hast du gewusst, dass…

… besonders grüne Tomaten Nikotin enthalten? Die stehen damit nicht allein im Beet, auch in Auberginen, Kartoffeln und Blumenkohl kann Nikotin nachgewiesen werden.

… jedes Jahr Ende August in der spanischen Stadt Buñol die größte Tomatenschlacht der Welt stattfindet? An der sogenannten „Tomatina“ nehmen zehntausende, teils mit Taucherbrillen (denn die Tomaten auf den Augen brennen!) und Badekleidung ausgerüstete  Besucher teil, während Lastwagen tonnenweise die überreifen Tomaten auf Buñols Straßen abladen. 2014 wurde dabei sogar das Google-Street-View-Auto beschädigt, dessen Kamera ein Rundumpanorama der Tomatenschlacht aufzeichnen sollte.

 

… reife rote Tomaten etwa doppelt so viel Vitamin C und Betakarotin enthalten wie die unreifen grünen? Solltest du deine eigenen Tomaten anbauen, warte also lieber so lange wie möglich mit der Ernte.

… du einer selbstgemachten Tomatensoße immer einen Löffel Zucker beigeben solltest? Die Säure der Tomaten kann sonst schnell Sodbrennen erzeugen.

… jeder Deutsche pro Jahr etwa 24 Kilo Tomaten isst?

Tina
Zauberfee im Wörterland

Tina hat viel gesehen von der Welt, und sie hat nicht nur ein Zuhause. Am liebsten isst sie Süßes, deswegen sind ihre Zähne so schlecht, aber Lachen tut sie trotzdem gerne, denn „wir haben doch verdammt nochmal ein Schweineglück, hier und jetzt zu leben“. Und Tina liebt Wörter, viele Wörter, besonders Schwarz auf Weiß. Oder auf Gelb, wie bei Zitronenzauber.

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