Die Zutaten für einen perfekten Roadtrip

Die letzten Arbeitsminuten verstreichen, und du kannst die Ferien schon förmlich riechen. Immer mehr Leute entscheiden sich gegen das konventionelle Flug-Hotel-All inclusive Paket und machen auf eigene Faust Urlaub. Am einfachsten in fremde Länder reisen kann man – sofern ein großer fahrbarer Untersatz vorhanden ist – mit den wichtigsten sieben Sachen, lieben Menschen und dem eigenen Auto: ein perfekter Roadtrip.

Das erste Mal habe ich von dem Konzept Roadtrip in Film und Fernsehen gehört: Thelma und Louise, die einfach so mit ihrem Cabrio vor ihren Männern abhauen, oder Jack Kerouac’s Charaktere in „Unterwegs“, die auch ungezähmt und frei in den Staaten im Auto unterwegs sind. Roadtrips haben ihren eigenen Charme und ihre Faszination, und sie machen unheimlich viel Spaß! Allerdings muss man an einige Sachen denken, bevor es losgehen kann – sonst kann es schnell stressig werden oder der Urlaub platzt. Alles schon passiert! Also habe ich hier die besten Tipps für eure Roadtrip Planung für euch gesammelt!

roadtrip-planung-titelDeine perfekte Roadtrip Planung:

Am wichtigsten ist meiner Meinung nach eine ganz ansehnliche Vorbereitung – das bedeutet nicht, dass ihr euch Monate vor eurer Reise mit Plänen, zahlreichen Memo-Zetteln und To-Do-Listen nerven müsst. Aber einige wichtige Sachen solltet ihr bedenken:

First things first: Das Auto

Offensichtlich und daher das allererste, worüber ihr euch Gedanken machen solltet ist eure Unterkunft. Das Auto sollte groß genug sein, damit euer Krempel darin unterkommt. Erfahrungsgemäß ist da ein Kombi schon das Mindeste, sehr entspannt wird es dann natürlich mit Kleintransportern und VW-Bussen.

Überlegt euch: Wo wollt ihr schlafen? Option A ist da das Auto selbst. Klappt die hinterste Sitzreihe um und besorgt euch eine Matratze, die ihr dann in den Kofferraum legen könnt. Super wichtig – Entweder mit Schlafmaske schlafen oder Gardinen/Sichtschutz an den Fenstern anbringen. Wenn ihr über Nacht auf Parkplätzen schlaft, sorgt Sichtschutz für Privatsphäre, und ihr seid nicht schon um 4 Uhr morgens von der Sonne geweckt. Option B wäre ein Zelt, dass ihr neben eurem Auto aufbaut – hier ist natürlich der Vorteil, dass ihr viel mehr Stauraum für andern Kram habt und das auch mit einem kleineren Auto realisierbar ist. Blöderweise müsst ihr dann auch immer irgendwo parken, wo man wildcampen kann, oder eben auf einen Campingplatz fahren.roadtrip-planung-freunde

Wo ist eure Luxus-Schmerzgrenze?

Im Auto gibt es keinen Kühlschrank, keine Toilette, und eine Dusche schon gar nicht. Da muss man improvisieren: Ihr könnt euch eine kleine Kühlbox besorgen, die über den Zigarettenanzünder Strom zum Kühlen bekommt. Über Nacht ist die allerdings nicht angeschlossen und da kann man schonmal ausrasten, wenn der Käse in der Kühlbox anfängt, das ganze Auto vollzustinken. Und die Sachen über Nacht draußen zu lagern ist auch keine gute Idee – Ratten und Waschbären kommen euch besuchen und veranstalten ein ordentliches Chaos. Ich würde euch also raten: Nehmt nichts verderbliches mit! Das schränkt die Ernährungslage natürlich ein.

Die Toilettensituation ist ganz gut zu regeln – die Ladies kennen das Problem ja sowieso aus dem Alltag. Ich habe schon zahlreiche internationale Café-, Raststätten-, Yogaschulen- und Klostertoiletten gesehen, wo ich auf Nachfrage mal für kleine Reisende gehen durfte. Also nur Mut, so lernt ihr das Land nochmal ganz anders kennen. In Ländern wie zum Beispiel Schweden oder Frankreich gibt es auch viele kostenlose öffentliche Toiletten.
Ein größeres Problem ist da das Duschen. Ihr müsst euch klarmachen, dass ihr entweder am Strand duschen gehen müsst, oder für den Campingplatz bezahlt. Anders kommt ihr nicht an die Dusche ran. In der Natur bietet es sich manchmal noch an, so eine Reise-Dusche und einen großen Wasserkanister mitzunehmen.

Wem es bei diesen Gedanken graust, sollte sich vielleicht doch eher für einen Wohnmobil-Urlaub oder Ferienhaus-/Hotelferien entscheiden. Die, die noch dabei sind kriegen jetzt noch ein paar andere Tipps:

Stadt- oder Waldparken: Wenn ihr kein Geld habt und trotzdem gern in der Stadt bleibt, ist es normalerweise kein Problem, für eine Nacht an einem Ort in der Stadt zu parken. Allerdings ist es dort zum Teil schwierig, Essen zuzubereiten oder in Ruhe eine Katzenwäsche zu machen. Damit habt ihr in der Natur kein Problem, seid aber auch im Wald sehr ab vom Schuss. Mein Pro-Tipp: Städte mit einem Strand haben immer auch Parkplätze an der Küste. Dort stört ihr niemanden und seid trotzdem nicht total allein an einem Waldweg. Oft gibt es dort auch Toiletten und Duschen, die ihr direkt nach dem Aufstehen nutzen könnt.

roadtrip-planung-karteNavi oder Karte: Wenn ihr ein Navigationssystem habt, würde ich wärmstens empfehlen, es aktualisieren zu lassen. Generell finde ich die kleinen Computer sehr praktisch, da man damit auch Tankstellen oder Krankenhäuser in der Nähe anzeigen lassen kann. Eine Karte allerdings ist analog, und mit ihr seid ihr unabhängig von Strom und Batterie (das macht vor allem bei alten Autos Sinn).

Luftzufuhr: Wenn zwei Leute in einem Auto schlafen, fühlt man sich schnell wie in einer Sauna. Da es vor allem auf städtischen Parkplätzen allerdings gefährlich ist, die Fenster über Nacht geöffnet zu lassen, empfehle ich diese feine Erfindung: Lüftungsgitter. So habt ihr Luft, es kommen aber keine Insekten oder Diebe in’s Auto. Es gibt sie zum Beispiel speziell für VW-Busse oder einfach beim Baumarkt.

Internet: Sucht euch in jeder Stadt die Adresse der Bibliotheken heraus. Hier kann man sich frisch machen, eventuell etwas Warmes essen und – das wichtigste – umsonst ins Internet! Ansonsten gibt es oft auch Cafés wie McDonalds oder Starbucks etc., wo ihr euch in Ruhe ins Internet einloggen könnt (auch vom Parkplatz aus, wenn ihr nichts kaufen wollt 😉 ).

Gaffa-Tape, Messer, Plastikschalen und -kanister: eure treuen Helfer in der Not. Ganz nach dem Motto: Es gibt nicht’s, was sich nicht mit Gaffa reparieren lässt.

roadtrip-planung-lesenFür Regentage: Bücher einpacken und Kartenspiele mitnehmen. Gerade wer in den Norden reist, kann sich auf mindestens zwei Regentage vorbereiten. Doch bringt gute Lektüre und ein Spiel wie Black Stories gute Laune und ist sogar während der Fahrt spielbar.

Musik: Die richtige Musik ist natürlich für euren Roadtrip. Brennt euch ganz Oldschool CD’s oder kauft euch ein Kabel, was iPod und Autoradio verbindet. Tolle Musik für endlose Autobahnen ist zum Beispiel die warme Gitarrenmusik von José Gonzáles, schwungvolle Töne von den absoluten Meistern Ray Charles und Ella Fitzgerald oder Melancholisches vom Wunderkind James Blake. Auch Bonobo bringt gute Vibes in dein Klapperauto, während du an der Küste entlangbraust, oder du erhöhst deine Streetcredibility durch die sehr sehr guten Tracks von Blu + Exile. Wer gerne laut mitgröhlt, darf nicht vergessen, sich etwas von Adele oder Alicia Keys zu besorgen.

Damit sollte eigentlich nichts schief gehen! Und zur Not: Destiny’s Child. Das geht halt immer.

Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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