OrangenDusche – Das ultimative Duscherlebnis

Einfach mal gepflegt in der Dusche ne Orange essen

Ich weiß ja nicht, wie du gerne duschst, aber bei mir sind dabei meistens Wasser und Seife involviert. Im guten alten Internet kursieren aber mittlerweile allerhand Fotos, die Orangenschalen auf dem Boden von diversen Duschen zeigen – ja, Orangenschalen! Das liegt daran, dass Leute einfach mal eine Orange verspeisen, während sie duschen. Das klingt erstmal ein bisschen zusammenhangslos und irgendwie sinnlos – bis man es selber erlebt hat. Wir haben die Orangendusche einmal im Selbstversuch ausprobiert.

OrangenDusche

So hat es angefangen

Die Anfänge der Orangen Dusche liegen bei einem Post auf Reddit, der den Usern die Frage stellte, was sie denn schon mal Außergewöhnliches gemacht hätten. Daraufhin berichtete ein User über ein prägendes Erlebnis von einem Bekannten, der in höchsten Tönen davon schwärmte, unter der Dusche Orangen zu essen. Für ihn sei es “die befreiendste, sinnlichste und beste Sache zum Wohlfühlen, die man je erleben kann”. Daraufhin haben immer mehr User die Orangendusche ausprobiert – mittlerweile gibt es dafür den eigenen Hashtag #showerorange – und waren absolut begeistert. Wir sind für euch auch mal in das kalte Wasser gesprungen.

OrangenDusche – Der Selbsttest

OrangenDusche
Das typische Begleitbild zu #showerorange

Jetzt stehe ich also hier, an einem Freitagabend, unter der Dusche, mit einer Orange in der Hand. Ich kann mir das Lachen nicht verkneifen, diese Situation ist schon ein bisschen skurril. Jo, dann ess ich mal meine Orange unter der Dusche. Ich lasse das heiße Wasser über meinen Körper laufen und grabe meine Fingernägel in die feste, spritzige Schale. Stück für Stück fällt sie auf den Boden, während sich ihr frischer Zitrusduft mit dem Dampf der Dusche verbindet und mich in eine wohlriechende Wolke hüllt. Fantastisch! Nachdem sie geschält ist, halte ich meine Orange einen Moment lang in der Hand. Normalerweise würde ich sie jetzt fein säuberlich in Spalten zerteilen und möglichst schnell und sauber in den Mund stecken. Hier in der Dusche aber beiße ich von ihr ab wie von einem Apfel, grabe meine Zähne einfach mitten in ihr Fleisch, ohne Rücksicht auf mögliche Spritzer und den Saft, der mir über Arm und Bauch läuft. Das ist so unkompliziert, so unkontrolliert, ich komme mir fast ein bisschen zügellos und wild vor – und das beim schlichten Essen einer Orange. Ich genieße jeden Bissen in vollen Zügen! Danach lasse ich das warme Wasser alle Spuren von mir spülen. Und auf meinen Lippen liegt ein zutiefst zufriedenes Lächeln.

Das Fazit

Ich muss gestehen, ich hätte nie gedacht, dass eine Orangen-Dusche so viel Spaß machen kann. Schon allein die praktische Seite überzeugt: Es gibt keine klebrigen Hinterlassenschaften, von denen du hinterher dich selber und/oder deine Umgebung befreien müsstest. Du kannst die Orange genauso verschlingen, wie du magst, kannst sie ganz animalisch in Stücke reißen oder sie ganz behutsam Spalte für Spalte genießen – dank der Dusche ist alles reingewaschen.

In der Dusche brauchst du daher keinen Gedanken daran verschwenden, wie du deine Orange am saubersten und schonungsvollsten essen kannst, sondern kannst dich voll auf den puren Genuss konzentrieren. Du musst an nichts anderes denken, nur genießen. Dadurch wird der Akt des Essens befreiter, entspannter, geradezu wild und euphorisch! Mich persönlich wird man ab jetzt wohl öfter mit einer Orange im Badezimmer verschwinden sehen.

Von der OrangenDusche kann man ja halten, was man mag, es als neuesten und kurzlebigen Internet-Trend für Hipster abtun, aber ganz ehrlich: Wir leben in einer chaotischen, auf vielen Ebenen ungerechten und verkorksten Welt, in der man zum Teil hart dafür arbeiten muss, einen Moment des Friedens und der Entspannung für sich zu ergattern. Manche schaffen das mit einem Gläschen Wein, einem langen Spaziergang oder Sport. Und andere eben mit einer Orange unter einer schönen heißen Dusche. Tut, was euch gut tut!

Birgit
Ute Unentschieden

Ist notorisch unentschlossen. Die Frage, ob man heute lieber den blauen oder grauen Pulli anziehen soll, kann einen aber auch aus der Bahn werfen. Deswegen geht Einkaufen auch gar nicht, da stehen zu viele Entscheidungen an. Außer wenn es um Bücher geht. Und Essen für den Sonntagsbrunch. Und Tee. Der hilft auch immer, wenn die Vergesslichkeit mal wieder zuschlägt: Wo ist eigentlich mein Schlüssel? Ach, das war heute?! Puh, erstmal durchatmen und zur Ruhe kommen mit dem Lieblingstee im passenden Kännchen. Versteht sich von selbst. Und Schokolade. Viel. Schokolade.

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