Volkskrankheit Neurodermitis – Wie vermeide ich die Schübe?

Immer mehr Menschen klagen über trockene und juckende Stellen auf der Haut. Der Juckreiz kann enorme Ausmaße annehmen und raubt einem schnell den Schlaf. Danach ist die Haut natürlich umso gereizter. Viele greifen deshalb schnell zu Cortison, um dem entgegen zu wirken. Doch auch abseits der harten Medikamente können wir einiges tun, um unsere Haut vor Neurodermitis zu schützen.

neurodermitis

Typisch für Neurodermitis ist, dass sie schubweise auftritt. Die chronisch entzündliche Hautkrankheit tritt meist bereits in der frühen Kindheit oder Pubertät auf. Oft bildet sie sich noch in der Pubertät vollständig zurück. Jedoch gibt es auch viele Menschen, die ihr ganzes Leben lang von der Krankheit begleitet werden.

Neurodermitis-Symptome bei Erwachsenen

Vor allem die charakteristischen Bereiche sind von dem atopischen Ekzem betroffen. So sind Stellen wie die Handgelenke, Augenlider, Ellenbogen und -beugen, Kniekehlen, Hals sowie der Hand- und Fußrücken sehr trocken und gerötet. Unverkennbar ist der zugehörige, starke Juckreiz. Weitere Symptome könnten die lederartige Verdickung der Haut sowie Risse in den Mundwinkeln sein.

Was sind die Auslöser für Neurodermitis?

Die Schübe werden durch psychische Faktoren und Umwelteinflüsse wie beispielsweise die Ernährung beeinflusst. Man unterscheidet zwischen äußeren und inneren Auslösern.

Äußere Auslöser:

  • Trockene Heizungsluft
  • Kälte
  • Belastetes Wasser
  • Unverträglichkeit von Hautpflegeprodukten sowie Waschmittel
  • Synthetische Kleidung
  • Bestimmte Tätigkeiten (feuchte und schmutzige Arbeit)
  • Schwitzen

Innere Auslöser:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Lebensmittelzusatzstoffe
  • Zu viel Zucker
  • Tabak
  • Psychische Belastungen
  • Hormone, die während der Schwangerschaft und Menstruation ausgeschüttet werden

Was hilft gegen Neurodermitis?

Sehen wir uns die Liste der Auslöser an, erkennen wir schnell, dass wir das Auftreten der Schübe stark beeinflussen können. So wirkt es auf den ersten Blick ziemlich leicht, Neurodermitis in den Griff zu bekommen, wenn wir dafür beispielsweise nur auf ein paar Nahrungsmittel verzichten müssen.

Ernährung grundlegend ändern

Manchmal fällt uns selbst auf, dass wir nach dem Konsum von einem bestimmten Nahrungsmittel einen Neurodermitis Schub bekommen. Ist dies öfters der Fall, empfiehlt es sich natürlich, darauf zu verzichten. Dies erfordert jedoch einiges an Disziplin, ist es beispielsweise der geliebte Zucker, der unsere Haut austrocknen lässt. Manchmal liegt auf auch nicht an einem bestimmten Nahrungsmittel, sondern an den vielen Zusätzen, die sich in den meisten Produkten befinden. Je nachdem, wie schlimm die Neurodermitis ist, möchte man diese für die heiß ersehnte Besserung gänzlich umgehen. Eine gute Möglichkeit dafür bieten die vielen Bio-Produkte, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Vorsicht bei der Auswahl von Hautpflegeprodukten und Waschmitteln

Andere Auslöser wie Hautpflegeprodukte oder Waschmittel können wir da schon leichter stoppen. In Drogeriemärkten gibt es viele medizinische Produkte, die speziell auf die empfindliche Haut von Neurodermitis-Patienten abgestimmt sind. Manchmal reichen aber auch die herkömmlichen Pflegeprodukte für sensible Haut. Es empfiehlt sich jedenfalls, auf zu viele Zusätze und x-beliebige Duftkombinationen zu verzichten.

Mal etwas Ruhe gönnen

Stress ist einer der Auslöser, der sich kaum beeinflussen lässt. Wir können aber zumindest versuchen, uns ab und an mal etwas Ruhe zu gönnen. Vor allem in stressigen Phasen unseres Lebens haben wir diese bitter nötig, auch wenn wir eigentlich keine Zeit dafür haben. Abends mal eine halbe Stunde in die Wanne legen oder ein gutes Buch lesen und einfach mal abschalten kann wahre Wunder bewirken. Wenn man aus dem Bad dann noch ein Ölbad macht, das nicht heißer als 36°C ist und nicht länger als 20 Minuten dauert, versorgt es unsere Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit und mindert den Juckreiz.

Luft befeuchten

Im Winter bemerken wir besonders schnell trockene Hautstellen. Dies liegt zum einen an der eisigen Kälte draußen und zum anderen an der trockenen Heizungsluft drinnen. Gegen die Kälte lässt sich leider nicht viel unternehmen. Lediglich ein spezielles Hand-Konzentrat mit Kälteschutz tut unseren Händen ein klein wenig Gutes. Was die Sache mit der trockenen Heizungsluft angeht, können wir da schon etwas mehr machen. Es muss nicht sofort ein teurer Luftbefeuchter her. Kleine Gefäße, die man mit Wasser füllt und an den Heizkörper hängt, reichen manchmal vollkommen aus. Wollen wir die Wirkung erstmal testen, bevor wir in eine dieser Schalen investieren, können wir einfach mal einen tiefen Teller oder die Müslischale mit Wasser befüllen und auf den Heizkörper stellen. Alternativ tut es übrigens auch ein feuchtes Handtuch.

Was hilft bei starken Neurodermitis Schüben?

Einen akuten Neurodermitis Schub mit einem Ölbad und dem Verzicht auf Zucker zu bekämpfen, ist leider etwas utopisch. In solchen Fällen hilft meist nur noch eine verschreibungspflichtige Creme.

Joana
Köchin aus Leidenschaft

Joana ist eigentlich Köchin, schreibt aber auch gerne über Essen und alles, was mit Genuss zu tun hat. Dazu zählt auch das Genießen von entspannenden Aktivitäten in ihrer Freizeit. Auf Zitronenzauber.de bereichert dich Joana nicht nur mit leckeren Rezepten, die dir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, sondern mit allem, was zum Wohlfühlen dazu gehört.

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