Der Movember und 11 haarige Fakten über Schnurrbärte

Sollten euch im Laufe des nächsten Monats überdurchschnittlich viele Männer mit Schnauzer begegnen, können wir euch beruhigen: Ihr habt weder den Serienstart eines Remakes von „Magnum“ verpasst, noch gibt es ein Revival des Moustache-Trends von 2012. Die kollektive Züchtung der Nasenbalken hat einen durchaus sinnvollen Anlass: Den Movember. Das Kofferwort aus den englischen Begriffen „moustache“ und „November“ steht für einen Spendenmarathon für Männergesundheit, der während des gesamten benannten Monats stattfindet.

Quelle: www.bajiroo.com
Quelle: www.bajiroo.com

Haariger Movember

Die gegenseitige Anstiftung zur Züchtung der obligatorischen Rotzbremsen im Movember soll dabei einen viralen Marketing-Effekt haben. Mit Hilfe der markanten Gesichtbehaarung soll im Schneeballverfahren das Bewusstsein für die eigene Sterblichkeit verbreitet werden, da Männer leider meistens notorische Vorsorgemuffel sind. Auf der passenden Facebookseite haben sich inzwischen fast 23.000 Menschen mit den sogenannten „Mo-Bros“ solidarisiert.

Kränker, als wir denken

Die Aktion soll ins Gedächtnis rufen, dass Männer durchschnittlich 5 Jahre kürzer leben als Frauen, das Thema Krankheit gerne verdrängen und insgesamt mehr Rauchen und Trinken als ihre weiblichen Mitmenschen. Das hat jährlich 60.000 Prostatakarzinome zur Folge – 12.000 davon mit Todesfolge. Bei frühzeitlicher Erkennung sind die Heilungschancen dieser Krankheit sehr gut. Im Unterbewusstsein der Männer hat sich allerdings eingebrannt, dass Krankheit gleich Schwäche bedeutet, und mit mangelnder Attraktivität einhergeht. Laut Frank Sommer, Urologe am Hamburger Universitätsklinikum und Präsident der „Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit“ (DGMG) halten sich 80 Prozent der Männer für absolut fit, die Zahlen sprechen aber dagegen: Dreimal so viele Männer wie Frauen sterben zwischen 45 und 60 an plötzlichem Herzversagen, und auch psychische Krankheiten werden sehr viel seltener diagnostiziert, als sie auftreten.

Kohle für Gesundheit

Die Auffälligkeit und allgemeine Ablehnung des Lippenbusches ist dem positiven Effekt der Kampagne nur zuträglich, da sich die Leute gegenseitig nach dem Beweggrund ihrer absichtlichen Entstellung fragen. Das Konzept geht auf: Der Movember ist inzwischen der größte nicht-staatliche Geldgeber gegen Prostatakrebs. Da ihr euch inzwischen vor lauter Tatendrang und Wille zur Weltverbesserung kaum noch auf den Stühlen halten könnt und sofort wissen wollt, wie ihr ein „Mo-Bro“ werden könnt, sei euch gesagt, dass es sehr einfach ist: Alles was ihr braucht, ist ein Bartwuchs, der unwesentlich über dem eines Justin Bieber liegt, um dann ab dem ersten November mit der Züchtung des Nasennachbarn zu beginnen. Beweisbilder werden dann auf der Movember-Homepage hochgeladen, wo die Spendengelder für den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS)  eingetrieben werden. Falls ihr euch das Gesicht noch nicht pünktlich zum Ohne Bart Tag enthaart habt, verraten wir euch gerne nochmal, wie man sich perfekt rasiert.

1. Haarige Angelegenheit

In dem Gesicht eines Mannes befinden sich zwischen 10.000 und 20.000 Haare, der durchschnittliche Schnauzer besteht aus 600.

2. Wischmopp

Ein OLiBa im Alter eines Monats ist dazu in der Lage, 30 ml an Flüssigkeit aufzunehmen, was 10 Prozent des Inhalts eines Bierglases entspricht. Praktisch, wenn mal was daneben geht.

3. Albert Einstein

Der geniale Wissenschaftler hat seinen Nasenbesen ganze 50 Jahre lang treu verfechtet.

Quelle: www.wikipedia.de
Quelle: www.wikipedia.de

4. Der erste Schnurrbart aller Zeiten

Das erste Artefakt, das eine Rotzbremse porträtiert, ist im Jahre 300 vor Christus entstanden und bildet einen iranischen Reiter mit einem dicken, schwarzen Balken ab.

5. Feinschnitt

US Marines dürfen ihren Pornobalken höchstens ein halbes Zoll lang wachsen lassen.

6. Burt Reynolds

Burt Reynolds‘ Schnurrbart hat seinen eigenen Facebook-Account mit über 3000 Fans

7. Touch me Baby

Ein Mann mit Schnauzer fummelt täglich etwa 760 mal darin herum. Wir empfehlen während des Movember Desinfektionstücher parat zu halten.

8. Küssen verboten

In Eureka, Nevada, USA, ist es Männern mit Schnurrbärten untersagt, Frauen zu küssen.

www.mirror.co.uk
www.mirror.co.uk

9. The Beatles

Mit ihrem Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band verteilten die Beatles Papp-Schnurrbärte.

10. Wer hat den Längsten

Der längste Lippenbusch der Welt gehört einem Inder namens Ram Singh Chauhan und misst 4,26 Meter. Er pflegt ihn mit regelmäßigen Senf- und Kokosöl-Massagen.

11. Eins, Zwei, Polizei

Polizisten im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh bekommen ihr Gehalt um monatlich 52 Cent aufgebessert, wenn sie sich einen Schnauzer stehen lassen, da sie laut Studien damit mehr Respekt einflößen.

Daniel
Der Professor

Daniel leidet unter chronischem Fernweh, weil er seiner Reiseleidenschaft aus finanziellen Gründen viel zu selten nachkommen kann. Seinen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil versucht er an Wochenenden durch die ein oder andere Party zu kompensieren. Er ist, seit er denken kann, Vegetarier und kann mehr über Antioxidantien und Aminosäuren erzählen, als über das aktuelle Weltgeschehen.

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