Du willst dir Laufschuhe kaufen? Darauf solltest du achten

Du hast endlich mit dem Joggen angefangen und nach den ersten kläglichen Versuchen in deinen alten Sneakers gemerkt, dass die an dir vorbeiziehenden versierten Läufer doch nicht nur mit ihren Joggingschuhen angeben wollen und an Geschmacksverirrung leiden? Ganz richtig, die Dinger haben tatsächlich ihren Sinn und verhelfen dir nicht nur zu einem ganz neuen Laufgefühl, sondern sie verhindern auch, dass du deine Gesundheit auf Dauer ruinierst. Wenn du Laufschuhe kaufen willst, wirst du merken, dass es wesentlich mehr zu beachten gibt, als du wahrscheinlich dachtest.

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Welche Größe brauche ich?

Was du auf jeden Fall beachten solltest, wenn du Laufschuhe kaufen willst, ist dass deine Schuhgröße nicht immer gleich ist. Abends können deine Füße bis zu einer halben Größe länger sein, weil die Muskelspannung im Laufe des Tages abnimmt. Davon abgesehen solltet du bei Laufschuhen generell bis zu einer Größe addieren, damit auch bei längeren Strecken für ausreichend Platz gesorgt ist und keine Druckstellen entstehen. Wenn du dir Laufschuhe kaufen willst, benutze beim Anprobieren Socken, die sich nicht zu sehr von deinen Laufsocken unterscheiden.

Wann muss ich mir neue Laufschuhe kaufen?

Du solltest deiner eigenen Gesundheit zuliebe nicht am falschen Ende sparen, wenn deine Laufschuhe ausgedient haben und es an der Zeit ist, sie zu ersetzen. Ausgelegt sind sie generell auf maximal 1000 Kilometer, also rechne grob aus, welche Strecke du pro Woche zurücklegst und tausche die Schuhe zu gegebener Zeit aus. Weitere Indikatoren sind Abrieb der Sohle und eine geringere Dämpfung bei einem abgenutzten Schuh. Falls du dir unsicher bist, kaufe dir das Ersatzpaar einfach etwas früher als geplant, und vergleiche Sohle und Dämpfung mit deinem alten Schuh.

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Finde deinen Stil

Lass dir beim Ausprobieren Zeit und kaufe auf keinen Fall voreilig einen Schuh, weil er dir bequem vorkommt oder optisch gefällt. Ein kompetenter Verkäufer sollte deinen Stand überprüfen, feststellen, ob du Senk-, Spreiz- oder Hohlfüße hast, und dich danach beraten, wie lange du auf welchen Bodenbelägen joggst. Bei Laufanalysen per Kamera wird zudem dein genaues Auftrittverhalten sowie Beinachse und Körperhaltung festgestellt, und es wird überprüft, ob du beim Abrollen alles richtig machst. Für Fußfehlstellungen gibt es spezielle Schuhe, die an bestimmten Stellen verstärkt sind.

Sei nicht zu bescheiden

Normalerweise reicht ein Paar Schuhe. Wenn du allerdings ambitionierter wirst und anfängst, mehrmals die Woche auf verschiedenen Untergründen zu trainieren, solltest du dir einen kleinen „Fuhrpark“ zulegen und mehrere Laufschuhe kaufen. Beim Schuhwechsel wird die ganze Anatomie des Fußes minimal anders belastet, was sich positiv auf den Bewegungsapparat auswirkt. Der Fuß soll sich nicht zu sehr an einen Schuh gewöhnen, weshalb Experten sogar dazu raten, sich ein Paar pro Lauftag zuzulegen. Macht auch Sinn, weil es für verschiedene Zwecke passende Schuhe gibt: Trailschuhe für einen Waldlauf auf unebenen Pfaden, leichtere Schuhe für Tempoläufe oder Intervalltraining, sogenannte Lightweight Trainer, sowie Schuhe mit guter Dämpfung für eine lange, ruhige Langstrecke.

Nicht zu empfehlen sind sogenannte Bewegungskontrollschuhe für normale Füße, da sie den Bewegungsapparat verändern, was nicht nur total überflüssig ist, sondern sogar zu Verletzungen führen kann.

Daniel
Der Professor

Daniel leidet unter chronischem Fernweh, weil er seiner Reiseleidenschaft aus finanziellen Gründen viel zu selten nachkommen kann. Seinen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil versucht er an Wochenenden durch die ein oder andere Party zu kompensieren. Er ist, seit er denken kann, Vegetarier und kann mehr über Antioxidantien und Aminosäuren erzählen, als über das aktuelle Weltgeschehen.

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