Warum es nicht gut ist, wenn du keinen Sex mehr hast

Mit Bettsport verhält es sich im Großen und Ganzen, wie mit jeder anderen Sportart auch. Solange man sich nicht zu den Profis zählt, läuft das ganze am besten, wenn man in einem regelmäßigen Lauf ist. Optimalerweise natürlich mit vertrautem „Trainingspartner“. Die Sache als Single ins Rollen zu bringen, gestaltet sich auch in Zeiten des Flirt-App-Overkills nach längerer Abstinenzphase für den ein oder anderen schwierig – andere haben vielleicht einfach keine Lust auf ständiges „Bäumchen wechsle dich“. Wir verraten dir, wieso es sich lohnt, dich auch nach längerer Flaute wieder zu reproduktiver Gymnastik aufzuraffen, und welche körperlichen Auswirkungen es haben kann, wenn man zu lange keinen Sex mehr hat.

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1. Sex ist gut gegen Stress

Studien zufolge steigert regelmäßiger Sex nicht nur das seelische und körperliche Wohlbefinden, sondern hilft dem Körper auch dabei, das Stresshormon Cortisol abzubauen. Zusätzlich wird die allgemeine Stressresistenz gesteigert: Stresswerte in prikären Situationen waren bei Teilnehmern geringer, bei denen es regelmäßig zur Sache ging, als bei jenen, die keinen Sex mehr hatten. Fazit der Studie war somit, dass sich Sex als Methode zur Stresskompensation eignet. Zum gleichen Ergebnis kamen 53 Prozent der Befragten einer Umfrage und bezeichneten den Matratzen-Mambo als sehr gutes Anti-Stress-Mittel, vor allem weil man dabei alle Stressoren vergisst – der körperliche Nutzen wird also durch eine psychische Komponente ergänzt.

2. Die Lust geht verloren, wenn man keinen Sex mehr hat

Beim Sex schüttet der Körper große Mengen an Endorphinen aus, weshalb unser Gehirn den Akt mit einem positiven Gefühl verknüpft – sofern er regelmäßig stattfindet. Wenn nicht, geht die Verknüpfung langsam verloren, man hat einfach immer weniger Lust und lenkt sich automatisch anderweitig ab. Die gute Nachricht ist, dass man Sex nicht verlernt und der Körper die Hormone beim nächsten Mal sofort aus dem Standby-Modus manövriert. „Sex ist das beste Aphrodisiakum“, erklärt der international renommierte Sexualforscher Dr. Tammy Nelson gegenüber Medical Daily.

3. Ein schwächeres Immunsystem

Wie eine 2004 veröffentlichte Studie belegt, ist die schönste Nebensache der Welt auch deinem Immunssystem zuträglich: Der Antikörper Immunoglobulin  A (IgA), der im Kampf gegen Viren und Bakterien eine essentielle Rolle spielt, wurde im Speichel und den Schleimhäuten von Teilnehmern mit hochfrequenterem Beglückungsprogramm in deutlich höherer Konzentration gefunden, als bei jenen mit seltener Kohabitation. Insbesondere der Speichelaustausch beim Knutschen spielt hier eine grundlegende Rolle. Wenn ihr also ständig Dates aus Krankheitsgründen absagt, solltet ihr eventuell eure Strategie überdenken.

4. Erektile Dysfunktion

Auch wenn es so manchen überraschen mag, betrifft diese Veränderung ausschließlich Männer. 2008 wurde eine Studie durchgeführt, die erwies, dass es der Standhaftigkeit durchaus abträglich sein kann, keinen Sex mehr zu haben. Bei Teilnehmern, die den Geschlechtsakt seltener als einmal pro Woche vollzogen, herrschte doppelt so oft tote Hose, wie in der Vergleichsgruppe. Sexualwissenschaftlerin Dr. Fran Walfish erläutert dazu: „Erektionen erhalten die Gesundheit der Nerven am Penis. Somit schützen sie vor einer erektilen Dysfunktion.“

5. Schlechteres Selbstbewusstsein

Besonders wenn man unfreiwilligerweise keinen Sex mehr hat, kann das Selbstwertgefühl schon mal in den Keller gehen. Besonders Frauen sollen sich in solchen Phasen weniger begehrenswert fühlen. Eine Studie von Psychologen aus den USA hat aber noch eine weitere verblüffende Tatsache nachgewiesen: Offenbar ist es das männliche Sperma, das Frauen gute Laune macht. Die Forscher fanden heraus, dass Sperma ähnlich wie ein Antidepressivum wirken kann und sogar die Symptome einer Depression lindern kann. So hätten einige Bestandteile des Spermas, darunter Testosteron, das follikelstimulierende Hormon Prolactin sowie verschiedene sogenannte Prostaglandine (Sekrete der Prostata-Drüse) eine stimmungsaufhellende Wirkung. Diese Bestandteile werden beim Geschlechtsverkehr offenbar durch die vaginalen Schleimhäute der Frau absorbiert und können noch Stunden nach dem Sex in ihrem Blut nachgewiesen werden.

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6. Schlechteres Gedächtnis

Laut einer weiteren Studie von 2003 kann es sogar zu Alzheimer führen, wenn man lange keinen Sex mehr hat, da dieser die Neurogenese, also die Zellneubildung im Gehirn anregt. Gerade im Hippocampus, der Gehirnregion, die für Kurz- und Langzeitgedächtnis zuständig ist, wurde ein besonders hoher Anstieg des Zellwachstums festgestellt.

7. Es ist ungesund fürs Herz, keinen Sex mehr zu haben

Der kurzzeitig erhöhte Blutdruck und Puls haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit und beugen Herzinfarkten vor, wie eine Studie aus den USA belegt.

8. Sex-Mangel macht dick

Zumindest indirekt, weil wir weniger Testosteron produzieren, wodurch weniger Fett verbrannt und der Muskelaufbau gehemmt wird. Außerdem greifen wir in Zeiten seltener horizontaler Erquickung häufiger zu Ersatzbefriedigung wie Süßigkeiten.

9. Höheres Krebsrisiko

Männer erhöhen durch Sexmangel ihr Risiko für Prostatakrebs und sind zu allem Übel auch noch richtige Vorsorgemuffel. Um dagegen anzugehen, findet diesen Monat übrigens eine interessante und amüsante Aufklärungs-Aktion namens Movember statt.

Daniel
Der Professor

Daniel leidet unter chronischem Fernweh, weil er seiner Reiseleidenschaft aus finanziellen Gründen viel zu selten nachkommen kann. Seinen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil versucht er an Wochenenden durch die ein oder andere Party zu kompensieren. Er ist, seit er denken kann, Vegetarier und kann mehr über Antioxidantien und Aminosäuren erzählen, als über das aktuelle Weltgeschehen.

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