Hang on! Der Internationale Tag der Hängematte

Tag des Eichhörnchens, Welt-Nutella-Tag, Internationaler Tag des Kusses – mittlerweile zelebrieren wir fast jeden Tag einen anderen absurd lustigen, völligst unnötigen oder aber wahnsinnig wichtigen „Feiertag“. Heute im Kalender: Der 22. Juli, auch bekannt als Internationaler Tag der Hängematte.

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Foto: Anthropologie

Einfach mal die Seele baumeln lassen…

Manchmal kann der ganz alltägliche Alltag ein richtiges Arschloch sein. Ein Meeting jagt das nächste, der Schlüssel bricht im Schloss ab, es regnet mitten im Sonnenschein-Monat Juli Bindfäden vom dunkelgrau verhangenen Himmel und wir jagen abgehetzt und hektisch, wie ein Duracell-Häschen auf LSD, von einem Termin zum nächsten. Einfach kurz wegbeamen, an einen karibischen Strand mit türkisenem Meer und weißem Puderzuckersandstrand, sanft schaukelnd in einer luftigen Hängematte unter zwei Palmen, mit einer frischen Koksnuss und einem guten Buch, das wär’s jetzt!

Leider ist das Leben aber eben kein regenbogenfarbener Ponyhof und das Beamen wurde blöderweise noch nicht erfunden. Was aber erfunden wurde, das ist die Hängematte. Wann und wo genau ist nicht zu rekonstruieren; sicher ist aber, dass Christopher Kolumbus uns Anno 1492 nicht nur die Kartoffel aus der Neuen Welt mitbrachte, sondern eben auch die Hängematte. Dafür gebührt dem guten Mann post mortem meine tiefste, ehrliche Dankbarkeit. Und offensichtlich nicht nur meine, denn seit einigen Jahren feiert die Welt am 22. Juli den Internationalen Tag der Hängematte.

Wenn wir also leider nicht zu den Glücklichen gehören, die gerade die Koffer für die Sommerferien packen und bald selbstpersönlich in südlichen Gefilden auf einem weichen Stück Stoff sanft durch die Luft schwingen, wollen wir uns diesen heiligen Tag der Hängematte doch zum Anlass nehmen, uns die schönsten und ausgefallensten Freischwinger der Saison ein wenig genauer anzuschauen. Kann man ja auch ins heimische Schlafzimmer hängen. Oder in den Garten. Und sich dann, schwebend wie auf Zuckerwattenwölkchen, weg aus dem Alltag und Richtung Südseeinsel träumen…

Bohemian Rhapso… äh… Hängematte!

Der verträumt-romantische Boho-Chic, den wir diesen Sommer in Form von Häkeltops, Flechtfrisuren und Makramee-dominierten Interiors in fast allen Bereichen des dekorativen Lebens wiederfinden, macht auch vor den Hängematten nicht halt. Welch ein Glück!

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Vielleicht nicht das klassischste Modell, dafür aber einfach klasse für die kleinsten Hängematten-Nutzer: Handgefertigtes, hängendes Babykörbchen im Häkel-Hängematten-Look von HangAHammock aus Nicaragua. Foto: HangAHammock

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Ebenfalls von HangAHammock, aber diesmal für die Großen. Foto: HangAHammock

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Naturfarbene Hängematte mit eingeflochtenen, bunten Perlen via Anthropologie. Foto: Anthropologie

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Wer unter Platzmangel leidet, und trotzdem eine Hängematte im Wohnzimmer möchte, kann auf den etwas kleineren Hängesessel ausweichen. Foto: Urban Outfitters

Variationen

Neben der klassischen Hängematte für den Ganzkörpereinsatz menschlicher Lebewesen, gibt es mittlerweile auch zahlreiche Interpretationen und Varianten für alle möglichen und unmöglichen Gelegenheiten.

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Diese „hölzerne Hängematte“ ist gleichzeitig auch noch Nachttisch und Regal. Und das Allerbeste daran: es handelt sich hierbei nicht um ein teures Designerteil eines skandinavischen Labels, sondern um Marke Eigenbau inklusive DIY Anleitung. Foto: themerrythought.com

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Dieses minimalistische Couchtisch-Katzen-Hängematten-Hybrid von Koichi Futatsumata eint Funktionalität und Design. Foto: E&Y

Der Liebling der Redaktion ist zweifellos die Fuß-Hängematte, die sich mittels zweier Haken schwuppsdiwupps unter dem Schreibtisch befestigen lässt, und höhenverstellbar eine grandiose Entspannung und Entlastung für sommerhitzegeplagte, geschwollene Knöchel bietet (und wer immer schon mal wissen wollte, wie es bei uns so unterm Schreibtisch aussieht – voilà!):

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Kein Baum weit und breit, keine Palme, nichts, woran sich eine Hängematte dranhängen ließe? Macht nichts. Denn mit diesen luftgefüllten Liege-Hängematten, die ganz easypeasy ohne Pumpe und Pusten sondern mit Durch-die-Luft-schwenken befüllt werden, kann man nun überall gemütlich ruhen, auch ohne Baum. Foto: Connox.de

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Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

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