Hilfe, schon wieder eine Blasenentzündung!

Eine Krankheit, mit der sich so gut wie jede Frau schon herumplagen musste – die Blasenentzündung. Brennen, Schmerzen, ständiger Harndrang: Was gibt es für Hausmittel gegen Blasenentzündung und wie kommt es zu dem bekannten Übel? Wir sagen es dir und haben ein paar erprobte Tipps für dich – denn zum Glück gibt es so einige wunderbare Tricks, wie du ganz schnell das unangenehme Gefühl der Cystitis loswirst!

Blasenentzündung Symptome

  • Beim Wasserlassen spürst du ein Brennen oder andere Schmerzen (Algurie)
  • Du hast einen sehr häufigen Harndrang, trotzdem wird nur wenig Urin abgegeben (Pollakisurie)
  • Das Wasserlassen ist erschwert (Dysurie) oder vermehrt nachts (Nykturie)
  • Deine Blase krampft und du hast einen starken Harndrag (Tenesmus)
  • Du hast Schmerzen in der Blasengegend (also sehr niedrig, bis zur Höhe des Beckens)

Wenn du eines dieser oder mehrere Symptome bei dir entdeckst, kann es sehr gut sein, dass du eine Cystitis, also eine Blasenentzündung hast. Mist! Aber eine Sorge – meistens lässt sich die Krankheit gut durch Schonung und ein paar Hausmittel besiegen. Wie die Entzündung entstehen konnte und ein paar super Tipps für schnelle Hilfe findest du bei uns. Trotzdem gilt natürlich: Bei den kleinsten Zweifeln solltest du definitiv einen Arzt aufsuchen, z.B. ein*e Hausarzt*ärztin oder Gynäkolog*in! hausmittel-gegen-blasenentzündung-2

Wie entsteht eine Blasenentzündung

Es gibt die unkomplizierte und komplizierte Cystitis. Wer zu Harnwegsverengungen, bestimmte Nervenerkrankungen oder immer wiederkehrende Harnwegsinfekte neigt, wer unter Diabetes mellitus leidet, oder auch zum Beispiel schwanger ist hat ein erhöhtes Risiko, eine Blasenentzündung zu bekommen – dann also eine komplizierte Cystitis. Wenn das bei dir der Fall ist, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, der dann über die weitere Therapie entscheidet und dich entsprechend mit Medikamenten behandelt. Aber jede*r kann schnell eine Blasenentzündung bekommen und die unkomplizierte Variante lässt sich auch gut und schnell zu Hause behandeln.

Bakterien und andere Erreger wie Pilze können eine Blasenentzündung auslösen. Der klassische Fall beschreibt den Weg von Darm-Bakterien (Escherichia coli), welche nach dem Stuhlgang in die Harnröhre geraten können und von dort in die Blase wandern. Daher sind auch besonders Frauen von der Krankheit betroffen – After und Harnröhre liegen hier (anders als beim Mann) sehr nah nebeneinander. Trotzdem können auch die Herren der Schöpfung an Blasenentzündung leiden, zum Beispiel wenn sich ihre Prostata entzündet.

Auch sehr häufiger Geschlechtsverkehr kann die Cystitis begünstigen – durch die mechanische Bewegung und Reibung können Darmbakterien schnell in die Harnröhre und in die Blase gelangen. Deswegen sind besonders junge, sexuell aktive Frauen von der „Flitterwochen-Krankheit“ betroffen.

Hilfe bei Blasenentzündung

Ganz klar – das beste Mittel ist immer noch, dafür zu sorgen, dass du gar keine Cystitis bekommst und das ist glücklicherweise gar nicht so schwer. Außerdem  findest du hier einige Hausmittel und Hilfe gegen Blasenentzündung und die Schmerzen der akuten Entzündung:hausmittel-gegen-blasenentzündung-1

Prävention

  • Die richtige Reinigung auf der Toilette: Du solltest das Papier niemals von hinten nach vorn ziehen, da so die Escherichia coli-Bakterien auf direktem Weg in die Harnröhre gewischt werden. Ein essentieller Schritt!
  • Regelmäßiges Leeren der Blase: Der Urin staut sich in der Harnröhre, wenn du zu lange damit wartest, endlich zur Toilette zu gehen. Durch das Wasserlassen wird regelmäßig die Harnröhre durchgespült, was wichtig ist, damit sich keine Keime ansammeln.
  • Wasserlassen nach dem Sex: Frauenärzt*innen raten dazu, spätestens 15 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr die Blase zu leeren. So werden eventuell durch den Kontakt übertragene Krankheitserreger direkt wieder herausgespült und haben keine Chance.
  • Nur mit warmem Wasser Waschen: Benutze keine aggressiven Seifen oder Intim-Duschlotions. Einfach etwas warmes Wasser reicht aus, um deinen Intimbereich zu reinigen, ansonsten wird der pH-Wert aus der Balance gebracht – egal was auf den Verpackungen steht.
  • Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren: Eine regelmäßige Untersuchung des Urins erkennt jedes Anzeichen für eine Cystitis und verbessert die Behandlung. Sonst kann es zu Frühwehen und somit zu einer vorzeitigen Geburt kommen.

Prävention und eine gute Behandlung sind sehr wichtig bei der eigentlich harmlosen Blasenentzündung, da es zu Komplikationen in der Nierengegend kommen kann. Denn über die Harnleiter können sich auch Nierenbecken und Nieren entzünden, und so können sich Nierenschäden entwickeln. Du solltest spätestens zum Arzt gehen, wenn die Symptome seit vier Tagen vorhanden sind und/oder sie immer wieder auftreten. Außerdem sollten Kinder, Männer und Schwangere sofort einen Arzt aufsuchen. Dort wird mit einem Urintest untersucht, welche Stoffe sich in deiner Harnröhre befinden.hausmittel-gegen-blasenentzündung-3

Hausmittel gegen Blasenentzündung

Zu allererst kannst du aber immer versuchen, dir selbst zu helfen. Diese Tipps helfen dir, die Schmerzen zu lindern beziehungsweise die Entzündung zu behandeln.

  • Viel trinken: Du solltest 3 Liter täglich trinken, um die Bakterien aus deiner Harnröhre zu spülen. Besonders gut ist dafür Blasentee. Dieser schmeckt zwar eher gewöhnungsbedürftig, enthält aber Kräuter, welche deinen Unterleib gut abheilen lassen. Wenn du eines auf jeden Fall machen solltest, dann ist es trinken!
  • Cranberry: Ein ab-so-lutes Wundermittel, der Cranberrymuttersaft! Ihn gibt es zum Beispiel in der Apotheke. Er schmeckt absolut scheußlich und wird am besten mit etwas Wasser verdünnt, aber er hilft enorm – besonders bei jungen Frauen, die durch Darmbakterien krank geworden sind.
  • Verzichte auf Kaffee, Orangensaft und Alkohol: Diese Genußmittel, so wie auch sehr scharfe Gerichte, reizen deine Harnwege und helfen dir nicht, die Blasenentzündung loszuwerden. Du wirst eher noch anfälliger, da sie das Bakterienwachstum fördern.
  • Warmhalten: Trage warme Socken und setze dich nicht auf kalte Oberflächen. Das wirkt sowohl präventiv als auch, wenn du bereits krank bist – denn wenn dein Körper unterkühlt ist, kann er weniger Widerstand leisten.
  • Kondome: Richtig angewendet schützen sie zuverlässig vor vielen Geschlechtskrankheiten und einer ungewollten Schwangerschaft. Und sie helfen auch, eine Cystitis fernzuhalten. Es ist also eine Überlegung wert, das Verhütungsmittel zu wechseln.
  • Baumwoll-Unterwäsche: Der Stoff ist atmungsaktiv und kann heiß gewaschen werden – so können sich die Bakterien nicht so gut verbreiten wie zum Beispiel in Synthetik-Slips.

Hier findet ihr ein interessantes Video aus der Talksendung „Die Ärzte – der Medizintalk im ZDF“ – eine gute Zusammenfassung aus ärztlicher Sicht:

 

Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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