Roasted Barley Tea – Top oder Flop? Das Geheimnis des Gerstentees

Was steckt hinter dem Hype um Roasted Barley Tea? Und ist es überhaupt ein richtiger Tee?

Die Superfood-Produkte liegen ziemlich im Trend und der Roasted Barley Tea möchte gerne dazu gehören. Doch was ist Roasted Barley Tea eigentlich? Kann er tatsächlich so viel oder ist er ein Blender? Wir wollen heute der Sache auf den Grund gehen und genau checken, woher der Gerstentee kommt und was er drauf hat. Erst dann darf er sich zu Chiasamen, Manuka-Honig und Co. gesellen. Oder auch nicht.

Was ist Roasted Barley Tea?

Roasted Barley Tea heißt zu deutsch „gerösteter Gerstentee“ und ist genau das, was der Name verspricht.
Man kann ihn selbst zubereiten, indem man Gerste in einer Pfanne röstet und diese dann mit Wasser aufkocht. Je länger man die Gerste kocht, desto intensiver wird der Tee. Beziehungsweise das Wasser. Denn eigentlich handelt es sich nicht um Tee, sondern um Gerstenwasser, also Barley Water. Und eigentlich heißt das Ganze auch nicht Gerste oder Barley, sondern Mugicha, da es ein typisch asiatisches Getränk ist. Aha, aha.

Traditionelle chinesische Medizin

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist das Gerstenwasser schon lange als Heiltrunk bekannt. Besonders gut eignet es sich für den Magen-Darm-Trakt und zur Fieber-Senkung. Da es einen kühlenden Effekt besitzt, ist es im asiatischen Raum auch ein beliebtes Sommergetränk. Gerne mischt man hierbei das Gerstenwasser mit Zitrone und/oder Honig.
Viele enthaltenen Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine ergänzen die positive Wirkung auf den Körper. Doch das Barley Water ist nicht für jeden geeignet.

Ein Haufen Gluten…

Gerste ist ein Getreide und enthält neben Kohlenhydraten auch eine Menge Gluten. Da viele Menschen eine Gluten-Unverträglichkeit haben, eignet sich dieses besondere Wasser für eben jene nicht.

Auch Menschen, die bittere Lebensmittel nicht mögen, werden den eigenen Geschmack des Wassers wohl eher meiden. Allerdings kann man die Bitterstoffe, ähnlich wie bei Kaffee, durch Zucker oder Honig neutralisieren. Barley Water oder Barley Tea ist übrigens frei von Koffein.

Die Queen

Die Queen ist nicht nur ziemlich cool, sie soll angeblich auch jeden Tag ein Glas Barley Water zu sich nehmen. Ist das vielleicht ihr Geheimnis? Im königlichen Palast wird auf jeden Fall regelmäßig Gerstenwasser konsumiert. Und in England gibt es das gesundheitsfördernde Wasser auch in abgefüllten Flaschen zu kaufen. Potz Blitz! Und hier in Deutschland kennt es fast noch niemand! Ob die Queen Roasted Barley Tea auch zur Tea Time trinkt?

Roasted Barley Tea ist kein Tee!

Gerstenwasser kann heiß oder kalt getrunken werden. Letztendlich ist es Gerste, die in Wasser aufgekocht wird (egal ob geröstet oder ungeröstet) und deren Wasser gesundheitsfördernd ist.
Die geröstete Variante wird oft als Tee oder Kaffeeersatz verwendet und auch so betitelt.
Ob man es nun wie einen Tee mit Honig trinkt oder als Sommerdrink, mit Eiswürfeln und Zitrone, ist letztendlich Geschmackssache. Sicherlich schmeckt die geröstete Variante stärker und intensiver. Trotzdem – auch wenn es Roasted Barley sogar in Tee-Beuteln gibt – es ist kein  „echter“ Tee.

Letztendlich finden wir Roasted Barley Water als Getränk top, da es ein gesundheitsförderndes Heilmittel ist, dass auch in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung findet. Ob man den Geschmack mag oder nicht, hängt mit Sicherheit von der Art und Zubereitung des Wassers ab.
Glutenintolerante Menschen sollten den kohlenhydratlastigen Trend jedoch meiden, da Gerste sogar einen recht hohen Anteil an Gluten besitzt.

Außerdem sollte man auch bei angeblich sehr gesunden Naturprodukten trotzdem vorsichtig mit der Dosierung sein. Viel hilft nicht immer viel. Ein Glas Gerstenwasser von Zeit zu Zeit schadet sicherlich nicht, aber bitte nicht literweise trinken. Das kann sonst unter Umständen auch zu Verdauungsstörungen führen. Ihr esst ja auch kein Kilo Manuka-Honig oder Chiasamen

Natürlich bekommt ihr von uns auch ein Rezept für die Herstellung von Gerstenwasser und der gerösteten Variante.

Roasted-Barley-Tea

 


Barley Water

Die Zubereitung von Barley Water ist kinderleicht. Für einen Liter Gerstenwasser braucht ihr folgende Zutaten:

Zutaten

60 - 100 Gramm
Naturgerste
2 Liter
Wasser

Zubereitung

Die gewaschene Gerste bringt ihr mit zwei Litern Wasser zum Kochen. Dreht dann die Temperatur runter und lasst das Ganze bei offenem Deckel ungefähr zwei Stunden köcheln. Wenn sich die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert hat, gießt ihr alles durch ein Sieb. Natürlich fangt ihr den gewonnenen Sud auf, da das euer eigentliches Produkt ist. Die übrig gebliebenen Gerstenkörner einfach für einen Salat oder als Beilage verwenden.

Das Gerstenwasser könnt ihr entweder pur trinken, mit Zitrone oder anderen Fruchtsäften mischen oder mit Honig süßen. Im Kühlschrank hält sich das Wasser gute drei Tage. Und natürlich könnt ihr das Wasser warm oder kalt trinken.

Für die geröstete Variante einfach die Gerste vor dem Kochen in einer Pfanne gleichmäßig anrösten.

Übrigens: der Schleim, der beim Kochen entsteht, ist besonders wertvoll und wirkt ähnlich gut auf die Verdauung wie Haferschleim.

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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