Kalte Füße – Nie wieder!

Bei eisigen Temperaturen gibt es nichts wichtigeres als warme Füße!
Füße warm, Mädchen warm – Füße kalt, Mädchen krank.
Hab ich recht, oder hab ich recht, ihr lieben Frostbeulchen und Eisprinzessinnen, da draußen im klirrend kalten Winterwonderland?

winterwonderland und kalte füße
Schön! Vor allem: Schön frostig! Eisige Füße trüben leider den schönsten Winterspaziergang

Liebe Grüße aus Berlinovic

Ich weiß ja nicht, ob ihr’s wusstet, aber wir, also die Zitronenzauber Redaktion, wir sitzen ja in Berlin. Berlin ist, in den Wintermonaten, auch bekannt unter dem Namen Berlinovic. Wegen der sibirischen Temperaturen, die hier, vor allem im Januar und Februar, herrschen. Während sich in manchen Teilen Deutschlands in der ersten Jahreshälfte bereits der Frühling ankündigt, verschwinden bei uns in Berlin die silvestrigen Böllerreste, gemeinsam mit den gefühlt drölftausend Hundehaufen pro Quadratmeter, unter einem dicken Eispanzer, und die S-Bahn fällt aus, weil – Überraschung! – es Temperaturen um die Minus 15 Grad hat und die Gleise vereisen. Wer konnte denn damit rechnen, mitten im Winter, mitten in Berlin! Und während wir bibbernd und schlotternd an der Bushaltestelle stehen, die BVG für ihre mangelnde Vorbereitung verfluchen (naja, wobei, die Busse kommen ja auch bei unfrostigen Plusgraden grundsätzlich zu spät, aber das ist wohl Teil des Konzepts, schließlich befinden wir uns ja in Arm-aber-sexy-City), und dabei dicklich-voluminös anmuten wie ein japanischer Sumoringer, dank der vielen Schichten Kleider und Strickpullis, Daunenwesten und Winterparkas, Lederhandschühchen und Wollfäustlinge. Dann fangen die Zehen langsam an, kalt zu werden. Der Bus kommt immer noch nicht, dafür kriecht der Frost den Ballen entlang, die Fußsohle bekommt Gänsehaut, und bis der Bus endlich um die Ecke biegt, sind die Füße taub.
Das muss nicht sein, nein, das darf sogar auf gar keinen Fall sein, denn das wichtigste im Winter sind warme und trockene Füße, sonst ist man schneller krank als man „Eiszapfen“ sagen kann. Deshalb folgen hier meine hocherprobten Tipps gegen kalte Füße.

Tipps gegen kalte Füße

Hier sind sie nun, hilfreiche Tipps, mit denen du den Winter in Berlin oder Buxtehude, Helgoland oder Helsinki, gesund, munter und ohne kalte Füße überstehst!

Warme Wollsocken

Socken sind nicht gleich Socken. Dass du im Winter vernünftigerweise auf nette Nylons und Spitzenstrümpfe verzichten solltest, setze ich jetzt einfach mal als bekannt voraus. Am besten eignen sich immer noch dicke Socken aus Alpakawolle bei den eisigen Temperaturen. Polyester und Polyamid lassen die Haut nicht richtig atmen und geben die Feuchtigkeit nicht ab, Baumwolle wiederum lässt dich bei häufigen Temperaturwechseln (von drinnen, nach draußen, nach drinnen) erst recht schwitzen. Und nass ist gleich kalt, ist gleich schlecht. Du kannst auch gerne zwei Paar Socken über einander ziehen, allerdings nur, wenn dann noch genug Platz im Schuh ist. Denn das, was dich wärmt, ist absurderweise nicht nur die Wollsocke, sondern auch die Luft im Schuh, die sich aufwärmt. Je mehr Socken, desto weniger Luft, desto kälter wird’s. Und auch die Blutzirkulation wird durch zu eng verpackte Füße behindert, was ebenfalls zu Frostzehen führen kann.

kalte füße
Mit warmen Wollsocken gegen kalte Füße

Gummi gegen kalte Füße

Bei der Wahl der richtigen Schuhe ist nicht nur das Profil wichtig, damit du im graubraunen Stadtschneeschmodder genügend Grip hast, auch das Material spielt eine entscheidende Rolle. Feste, stabile Winterstiefel mit einer dicken Gummisohle schützen am zuverlässigsten gegen Nässe und Kälte von unten. Gummi isoliert wunderbar und im Gegensatz zu Leder besteht hier nicht die Gefahr, dass die Sohle sich mit Wasser vollsaugt. Und für den zusätzlichen Kuschelfaktor kannst du deinen Schuh noch mit einer Lammfelleinlage ausstatten.

Fußbäder und Wechselduschen

Heiß-kalte Wechselduschen am Morgen regen die Durchblutung an und verhelfen deinen Füßen zu einem warmen Start in den Tag. Regelmäßig angewendet wirken sie am besten. (Und wenn du eh schon dabei bist, gönn auch deinen Oberschenkeln und deinen Brüsten eine kleine Wechseldusche. Das hilft dann zwar nicht mehr gegen kalte Füße, strafft aber ganz fabulös das Gewebe und beugt somit Orangenhaut und Hängebrüsten vor.)

Wenn du abends nach Hause kommst und Eisklötzchen in deinen Schuhen vorfindest, gönn dir ein entspannendes, warmes Fußbad, gerne auch mit ein paar Tropfen ätherischen Öles oder ein paar Kräutern. 10 bis 15 Minuten sollten ausreichen, um dich wieder auf Raumtemperatur zu bringen.

Massagen

Je besser deine Durchblutung, desto wärmer die Füße. Hilf dir selbst auf die Sprünge und knete deine Füße immer mal wieder durch, lass deine/n Liebste/n ran und dich mit einer Fußmassage verwöhnen, oder kauf dir so einen kleinen bunten Igelball für die Fußsohle. Notfalltipp für unterwegs: Zehenwackeln. Bringt zumindest für den Moment das Blut zurück in die Zehen und macht sie wärmer.

Wärmende Einlegesohlen

Mein persönlicher Insidertipp. Ich friere nämlich nicht nur im Winter, nein, eigentlich brauche ich mindestens 25 Grad Außentemperatur, um mich einigermaßen wohl zu fühlen. Ich bin also ein echter Profi, wenn es darum geht, längere Zeit im Winter draußen ohne Frostbeulen oder anschließende Lungenentzündung zu überstehen. Und für die ganz, ganz schlimmen Frosttage, die langen, romantischen Winterspaziergänge im verschneiten Wald oder stundenlanges Eislaufen auf dem gefrorenen See, da greif ich auf ein Wunder der Technik zurück. Einlegesohlen, die sich selbst aufheizen! Auf angenehme 38 Grad, ungefähr acht Stunden lang, kaum dass sie aus ihrer versiegelten Packung befreit werden und mit Luft in Kontakt kommen. Bei Amazon bekommt ihr für zwölf Euro gleich fünf Paar der grandiosen Heatpaxx.

Übrigens:
Ich möchte hier niemanden diskriminieren. Die Tipps richten sich natürlich nicht nur an unsere weiblichen Leser, sondern auch an alle anderen. Aber meistens sind’s halt doch die Mädels, die unter kalten Füßen leiden, deswegen war ich einfach mal so frei, jeweils die weibliche Anrede zu wählen.

Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

Eine Antwort zu "Kalte Füße – Nie wieder!"

  1. Das mit den kalten Füßen kenne ich erst seit einigen Monaten, genauer gesagt seit ich abgenommen habe. Ich bin jetzt 20 kg leichter und seitdem hab ich auch kalte Füße. Davor hatte ich immer eine eingebaute Heizung in den Füßen, die meist unerträglich warm waren.
    Schaun mer mal, ob sich das noch reguliert. 🙆 Wäre toll. 👏
    Ein schönes Advents Wochenende wünscht
    Tanja 🌟🎄🌟

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