Hausgemachtes Antibiotikum – rein pflanzlich!

Schon im Mittelalters bekannt und jetzt wieder entdeckt

Wir alle wissen eigentlich, dass man Antibiotika nur nehmen sollte, wenn es wirklich nicht anders geht. Wer zu oft oder gar regelmäßig zu Antibiotika greift, läuft Gefahr, Resistenzen dagegen zu entwickeln. Und wenn man es dann wirklich einmal braucht, wirkt es nicht mehr so intensiv. Am besten ist es immer noch, sein Immunsystem zu stärken und sich gesund zu ernähren. Und eine ganz wunderbare Unterstützung ist unser selber gemachtes Antibiotikum – welches natürlich kein richtiges Antibiotikum ist, aber dennoch ähnlich starke heilende Wirkstoffe beinhaltet.

Präventiv statt Antibiotika-Keule

Ganz klar – wenn der Arzt sagt, dass ein Antibiotikum dringend nötig ist, dann müsst ihr es auch nehmen. Allerdings kommt dieses auch oft zum Einsatz, wenn man Infektionen bereits verschleppt hat und diese dann so hartnäckig sind, dass man sie anders nicht mehr los wird. Das muss aber eigentlich nicht sein. Denn schon bei den ersten Anzeichen einer Infektion kann man vorbeugen. Zum Beispiel mit unserem hausgemachten Antibiotikum.

Hausgemachtes Antibiotikum

Das selbst hergestellte Antibiotikum besteht aus Zutaten, die einzeln für sich schon großartige Wirkstoffe enthalten. Zusammen gemischt stellen sie ein äußerst effektives Team gegen Bakterien, Parasiten, Pilzen und sogar Viren dar. Im Unterschied dazu wirkt normales Antibiotikum nur gegen Bakterien. Außerdem soll es auch die Blutzirkulation im ganzen Körper verbessern. Folgende Inhaltsstoffe bewirken die Magie:

  • Knoblauch – wirkt antibakteriell
  • Kurkuma – lindert Schmerzen, reduziert Entzündungen, lindert Gelenkschmerzen
  • Meerrettich – gut für die Atemwege, verbessert die Blutzirkulation
  • Apfelessig – reguliert Blutdruck und senkt Cholesterin, ist gut für die Knochen, Apfelsäure wirkt gut gegen Pilze und Bakterien, wirkt entgiftend
  • Ingwer – stimuliert den Kreislauf, hemmt Entzündungen
  • Zwiebel – wirkt antibakteriell
  • Chili – stimuliert den Kreislauf, hemmt Entzündungen
  • Blütenhonig – wirkt antibakteriell, antimykotisch und antioxidativ

Jede Zutat des hausgemachten Antibiotikums für sich genommen ist schon ein guter Helfer, wenn es ums Stärken der Abwehrkräfte geht. Zusammen genommen werden sie aber die ultimative, natürliche Medizin im Winter. Einen Nachteil hat die ganze Sache allerdings: Der Sud schmeckt extrem scharf-sauer und ist alles andere als lecker! Außerdem muss man sich zwei Wochen lang intensiv um das Gebräu kümmern.

Was es noch zu beachten gibt

Da dieses Gemisch extrem scharf ist, sollten sensible Menschen erst einmal vorsichtig probieren. Wer kann, nimmt einfach regelmäßig einen Esslöffel des Suds zu sich, alle anderen vermischen es lieber mit Wasser. Regelmäßig genommen kann man damit sein Immunsystem wunderbar stärken und ist hervorragend gegen herumschwirrende Bakterien und Viren gewappnet. Besonders im Winter ist dies empfehlenswert. Wenn man akut mit einem Infekt kämpft, kann man bis zu sechs Mal pro Tag einen Esslöffel zu sich nehmen. Bei einer Entzündung im Mund oder Rachen gurgelt man einfach mit dem puren Sud und tötet jeglichen Keimherd ab.

Kinder und schwangere Frauen sollten die Einnahme mit einem Arzt besprechen. Stillende Mütter müssen damit rechnen, dass ihr Baby die Milch dann nicht mehr mag, da der intensive Geschmack in die Muttermilch übergehen kann. Daher lieber verzichten.

Und jetzt kommt das genaue Rezept!

 


Hausgemachtes Antibiotikum

Um euer hausgemachtes Antibiotikum möglichst lange im Kühlschrank aufzubewahren, solltet ihr natürlich so sauber und hygienisch wie möglich arbeiten. Desinfiziert eure Gefäße oder kocht sie vorher ab. Außerdem müssen die Zutaten frisch und einwandfrei sein. Da frisches Kurkuma stark färbt, empfiehlt es sich, Handschuhe bei der Verarbeitung zu tragen. Außerdem braucht ihr ein geeignetes Einmachglas für ungefähr einen halben Liter Flüssigkeit (zum Beispiel bei Amazon).

Zutaten

350 Milliliter
Bio Apfelessig (naturtrüb)
5-6 Zehen
Knoblauch
40 Gramm
Zwiebel
1 Schote
Chili (so scharf wie möglich)
15 Gramm
Ingwer
8 Gramm
Meerrettich
15 Gramm
frische Kurkumawurzel
1 Esslöffel
Blütenhonig

Zubereitung

Shake it Baby

Der Knoblauch und den Meerrettich schälen und fein reiben. Die Zwiebel ebenfalls schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Chili kleinschneiden. Eventuell auch hier Handschuhe tragen. Kurkuma und Ingwer waschen und fein reiben. Nochmals Achtung: Kurkuma färbt extrem! Wenn ihr keine gelben Hände haben wollt – Handschuhe an!

Alles in das Einmachglas geben und mit Honig beträufeln. Alles mit dem Apfelessig aufgießen und das Glas verschließen. Und jetzt heißt es: Shake it! Sehr gut durchschütteln (darin werdet ihr bald Übung haben) und an einen kühlen, trockenen Ort lagern. Von nun an müsst ihr jeden Tag mehrmals euer Gebräu besuchen gehen, da es für ganze zwei Wochen lang mehrmals am Tag geschüttelt werden möchte.

Während dieser zwei Wochen gehen alle gesunden Inhaltsstoffe in den Essig über. Nach den zwei Wochen gießt ihr die Super-Medizin durch ein Sieb und fangt die Flüssigkeit auf. Sie ist das natürlich hergestellte Antibiotikum. Wenn ihr sie im Kühlschrank aufbewahrt, hält sie auf jeden Fall länger. Über die Winterzeit ist der Sud auf jeden Fall haltbar, wenn ihr sauber gearbeitet habt.

Und der Rest?

Den restlichen Brei könnt ihr ebenfalls aufbewahren und für Salatdressings, Chilis oder Eintöpfe verwenden. Tastet euch langsam an die Dosierung heran und verwendet erst einmal kleine Mengen.

Und wenn ihr von nun an ein Kribbeln in der Nase, ein Kratzen im Hals oder ein Röcheln beim Atmen bemerkt, einfach einen Esslöffel hausgemachtes Antibiotika konsumieren. Und hey, Medizin soll schließlich nicht schmecken, sondern helfen. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Basta.

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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