Warum gesunde Ernährung so schwierig ist

Wir kennen es: Pünktlich zur Sommersaison stehen wir am Badesee, breiten unser Handtuch aus und blicken über ein Meer schöner Körper. Verpackt in Bikinis und Badehosen strahlen uns Sixpacks entgegen, und zufriedene Menschen darüber, so dass wir uns gar nicht richtig trauen, unser Schlabber-T-Shirt auszuziehen. Weil es schon so seine Gründe hat, warum das T-Shirt schlabberig ist.

Und wir denken zurück an den Winter. Und an die Zeiten, an denen wir uns „mal eine Ausnahme“ gegönnt und mal nicht auf die Kalorien geachtet haben, die sich aber summiert und anhand von Speckröllchen im Bauchbereich sichtbar gemacht haben. Und wir fragen uns: Warum schaffen wir es einfach nicht, uns gesund zu ernähren?

Warum sträubt sich unser Körper so sehr gegen gesunde Ernährung?

Das alles, und noch viel mehr...
Das alles, und noch viel mehr…

Konsum im Überfluss

In unserer westlichen Konsumgesellschaft kennen wir ernährungstechnisch nur noch den Überfluss. Selbst mit dem kleinsten Budget kommen wir schnell auf eine Kalorienmenge, die vollkommen ausreichend für unseren täglichen Bedarf ist. Und essen eben so viel. Und noch viel mehr, einfach weil es da ist. Obwohl unser Körper eigentlich genetisch hervorragend für Hungerphasen gewappnet ist.

So ist das Fasten zum Beispiel ein auch unter Experten immer beliebter werdendes Mittel, dem Organismus Ruhephasen zu verschaffen. „Wird die Nahrungsaufnahme durch Fasten reduziert, so zeigen lebende Organismen — vom Fadenwurm zum Rhesusaffen — eine um 30 Prozent erhöhte Lebenserwartung“, erklärt Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Abteilung klinische Naturheilkunde der Berliner Charité. Ganz gesichert ist noch nicht, ob diese Ergebnisse auch auf den Menschen anwendbar sind, aber erste Untersuchungen aus den USA weisen darauf hin.

Weil ein Salat so viel Spaß macht!
Weil ein Salat so viel Spaß macht!

Dem Körper Erholung gönnen

Nur klingt ‚Verzicht‘ wie das kalte Grauen. Kein Wunder, dass ein so negativ besetzter Begriff uns nicht weiterbringt. Auch klinisch gilt es als bestätigt, dass allein durch die negative Konnotation im Gehirn eine Art SOS-Notfallprogramm gestartet wird und hormonell alle Ruder auf Hungerphase umgestellt werden, für die vorgesorgt werden muss. Die Evolution hat uns eben nicht als Daueresser ausgestattet. Über 70 Prozent unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt, weiß Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner aus Hamburg, und dass sie durch eine Ernährungsumstellung geheilt bzw. verhindert werden können.

Dass wir nicht den ganzen Tag Fast Food essen sollten, ist das eine. Aber vielleicht müssen wir einfach auch die Nicht-Essenszeiten umdefinieren. Nicht ‚Verzicht‘ denken, sondern ‚Pause‘. Erholungspause für den Körper zum Beispiel. Stellt euch vor, wie der Organismus aufatmet, und sich richtig freut über die Freizeit. Die Beine baumeln lässt uns es sich so richtig in der Hängematte gut gehen lässt.
Dann können wir die Zeiten, in denen wir essen, genießen und vollen Herzens auskosten.

Jonas
Schnittlauchzüchter a.D.

Man muss Jonas nur ein Stichwort geben und gleich faselt er los, von Gott und unserem schönen blauen Globus und Geburtenraten und Gelenkwellenmittellagern, bis er bei unseren Ureltern Adam und Eva angekommen ist. Und keiner ist klüger als zuvor. Aber ihm machts Spaß, also lasst ihn doch, verdammt noch eins!

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