9 Tipps gegen ein gebrochenes Herz

Und es ist doch wieder passiert: Du hast ein gebrochenes Herz und du bist in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. Es ist vermutlich nicht das erste Mal, also weißt du, dass es irgendwann wieder vorbei geht. Leider macht das die Sache aber im Moment nicht besser. Dein Gehirn weist zur Zeit die exakt gleichen Aktivitäten auf, wie das eines Kokainabhängigen auf Entzug. So romantisch die ganze Sache nämlich ist, steckt trotz unzähliger Schnulzenfilme und Lovesongs ein fieser evolutionärer Mechanismus hinter dieser Sucht, der für das obsessive Verhalten verantwortlich ist, was wir nach einer Trennung an den Tag legen. Wir geben dir neun hilfreiche Tipps, um dich von diesem Rand des Wahnsinn zu entfernen.

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Quelle: Shutterstock

Nichts bereuen

Zunächst führt ein gebrochenes Herz dazu, alles in Frage zu stellen. Stehe dazu, dass deine Gefühle echt waren und betrachte sie nicht als Fehler. Nur weil der Zustand nicht von Dauer war, befandest du dich nicht in geistiger Umnachtung. Es war echt, es war schön und ziemlich sicher eine Erfahrung wert. Alles andere schafft nur die Voraussetzung für Reuegefühle und unnötigen Schmerz.

Nichts geschieht ohne Grund

Geh‘ davon aus, dass alles, was dir widerfährt, einen Grund hat. Sich zu wünschen, man hätte den gerade noch so wichtigen Menschen niemals getroffen, hilft dem Verarbeitungsprozess nicht. Eckhart Tolle ist der Meinung, dass uns das Leben genau die Erfahrungen bringt, die wir auf unserer aktuellen Entwicklungsstufe brauchen. Und die schmerzhaftesten Erfahrungen sind oft auch die wertvollsten.

Lebe im Hier und Jetzt.

Grüble nicht darüber nach, was du hättet anders machen sollen und male dir keine zukünftigen Szenarien aus, wie die (oder den) Ex mitsamt neuem Lover zu treffen. Blätter‘ nicht in alten Fotoalben und meide eure gemeinsamen Lieblingslieder. Verstricke dich nicht in Gedanken, sie werden die Situation nicht ändern. Wenn du dafür empfänglich bist, probier‘ es mit Achtsamkeitsübungen oder Meditation.

Misch dich unters Volk.

Sprich mit deinen besten und empathischsten Freunden und deiner Familie über deine Gefühle. Vermeide es, zu viel alleine zu sein und alles in dich hineinzufressen. Eine Phase ehrlicher, einsamer Traurigkeit wird unumgänglich sein und gehört auch zu dem Prozess dazu, aber raff‘ dich zu sozialen Kontakten auf, sobald es geht. Die Meinung deiner Freunde hilft dir unter Umständen auch dabei, eine objektivere Perspektive einzunehmen und die Vergangenheit nicht zu verklären. So toll, wie wir es gerade durch unsere rosarote Maso-Brille sehen, war das nämlich alles gar nicht. Dein gebrochenes Herz erzeugt diese schmerzhafte Illusion.

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Bleib positiv

Verabschiede dich von Hass- und Rachegefühlen. Diese Fallen deines Egos werden dir nur schaden und in keiner Weise helfen. Wut führt zu Angst und Verbitterung und hindert dich am loslassen. Nelson Mandela sagte: „Sich zu ärgern gleicht dem Trinken von Gift und dann zu hoffen, es würde deine Feinde töten.“

Nicht besoffen anrufen!

Versuche, deine Emotionen nicht nur auf dieses eine Thema zu fixieren. Ein Zitat von Mark Twain lautet: “Mache niemanden zu deiner Priorität, der dich für eine Option hält.“. Spar deine Energie für Menschen auf, die sie verdienen, angefangen mit dir selbst! Auf keinen Fall empfiehlt es sich, auf Facebookprofilen zu stalken, vor der Wohnung des Anderen herumzulungern und am allerwenigsten, im besoffenen Zustand Nachrichten zu verschicken oder gar anzurufen. Momentanes Ziel ist es, deine Selbstachtung wieder aufzubauen und nicht, sie durch peinliche Aktionen zu bombardieren.

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Liebe dich selbst

Mach‘ dir bewusst, dass du liebenswert bist. Das Ende einer Beziehung bedeutet nicht, dass du weniger wert bist. Liebe vergeht und manche Leute sind unfähig, sie zu geben. Weder das eine oder das andere liegt an uns oder der Qualität unserer Person. Du bist genau so, wie du sein sollst und jetzt nicht weniger liebenswert, als noch zu den Tagen, an welchen du es ständig zu hören bekamst.

Sei nicht destruktiv

Verfalle nicht in selbstzerstörerische Verhaltensmuster wie Alkohol- oder Drogenexzesse, Selbstisolation oder Verzicht auf Essen. Sorge für Struktur in deinem Leben, halte dich an Routinen, ernähre dich gesund und sorge für ausreichend Schlaf. Gönne dir etwas, das du dir schon seit Ewigkeiten wünschst. Sorge für Erfolgserlebnisse: Dadurch werden dieselben körpereigenen Drogen ausgeschüttet, die du in deiner Sucht nach dem fehlenden Mitmenschen vermisst. Auch Ausdauersport  sorgt für Ausschüttungen des Glückshormons Dopamin,  nach dem du dich eigentlich sehnst. Quäl‘ lieber mal deinen Körper, als ständig deine Seele.

Alles geht vorüber, auch ein gebrochenes Herz

Mach dir bewusst, dass auch dieses unangenehme Kapitel deines Lebens vorübergehen wird. Gehe einen Schritt nach dem anderen und die Zeit wird alle Wunden heilen. Klingt abgedroschen und ist natürlich immer komplett unvorstellbar, wenn man gerade tief drinsteckt, ist aber wahr. Du wirst es aus eigener Erfahrung bestätigen können, wenn du genau darüber nachdenkst.

Daniel
Der Professor

Daniel leidet unter chronischem Fernweh, weil er seiner Reiseleidenschaft aus finanziellen Gründen viel zu selten nachkommen kann. Seinen überdurchschnittlich gesunden Lebensstil versucht er an Wochenenden durch die ein oder andere Party zu kompensieren. Er ist, seit er denken kann, Vegetarier und kann mehr über Antioxidantien und Aminosäuren erzählen, als über das aktuelle Weltgeschehen.

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