Die fünf schönsten Weihnachtsfilme

Die Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit, auf die die meisten sich mehr oder weniger freuen können – Familie, Festessen und Filme gucken. Die drei himmlischen F’s! Denn neben dem ganzen Essen und den Geschenken sind die Feiertage vor allem von gemeinsamen Aktivitäten geprägt – doch die Energie wird irgendwann von den erschöpften Familienmitgliedern auf den TV kanalisiert, denn nach dem dritten Waldspaziergang, vierten Dessert und dem fünften Streit über Politik brauchen alle eine Pause.

Verschiedene Generationen wurden von unterschiedlichen Filmen geprägt und so lohnt es sich immer wieder, sich auf die Zeit zu freuen, wenn du dich mit den Älteren, deinen Altersähnlichen und den Kindern in Decken einmummelst. Heißer Kakao, Wein & Schokolade und dazu flimmert eine völlig ausgelutschte Weihnachtskomödie über den Bildschirm. Herrlich! Für dich habe ich die besten Weihnachtsfilme ausgesucht – eine Liste voll mit Klassikern, Kindheitserinnerungen und Herz. Viel Spaß!

weihnachtsfilm-header

Die schönsten Weihnachtsfilme

Bist du bereit, dich von Kitsch, Klischee und vielen Lachern einfangen zu lassen? Dann mache den Fernseher oder Laptop an, bereite ein paar schokoladige Snacks vor und kuschele dich schön in deine Decke ein…

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Es gibt kein Weihnachten ohne Aschenputtel – basta! Was für mich einst harte Realität war, ist für die Öffentlich-Rechtlichen scheinbar immer noch die goldene Regel. Jeder kennt die Geschichte, doch die meisten von uns müssen auch nach dem zehnten Mal noch über die Kostüme und steifen Dialoge schmunzeln. Der Film ist einer der bekanntesten Märchenfilme, entstanden 1973 als Kooperation der ČSSR und DDR – ob der Regisseur Václav Vorlíček damals geahnt hat, dass er in den weihnachtlich geschmückten, deutschen Wohnzimmern Filmgeschichte schreiben wird? Bei uns findet ihr natürlich alle Sendezeiten fein säuberlich sortiert – damit auch keine Ausstrahlung verpasst wird!
weihnachten-aschenbrödel

Weihnachten bei Hoppenstedts

„Früher war mehr Lametta!“
Loriot war einer der ganz großen deutschen Komiker und mit den Hoppenstedts hat er viele Zuschauer sehr glücklich gemacht. Im Spielzeugladen sucht der Vater nach einem Geschenk, und ist dabei so entrückt wie immer. Ich sage nur: Zipfelchen. Der senile Großvater hat Probleme, es sich weihnachtlich gemütlich zu machen und kann sich nur für den laut aufgedrehten Militärmarsch begeistern. Hach, das ist doch so richtig schöne german gemütlichkeit! Eine Krawatte nach der anderen erblickt das Licht der Welt und der beste Beitrag des Sohnes besteht lediglich – zur Unzufriedenheit der Mutter – aus Zicke Zacke Hühnerkacke. Ein wirklich idyllisches Weihnachten… Meine eigene Familie kann jedes Wort mitsprechen, so oft läuft dieser Film bei uns – denn obwohl sehr alltäglich und abgedreht, beschreibt Weihnachten bei Hoppenstedts eben doch perfekt das Gefühl, was man nach ein paar Tagen mit der Familie hat: Wahnsinn, Absurdität und Eigentümlichkeit.
weihnachten-loriot

 

Kevin allein Zuhaus

Wahrscheinlich kennt eher die „jüngere“ Generation diesen Film, dafür dann aber auch so gut, dass sie jedes Wort mitsprechen kann. Vor Weihnachten tummeln sich im Web die Artikel, GIFs und Fanartikel um den armen kleinen Kevin, der über Weihnachten von seiner Familie vergessen wird und sich gegen üble Einbrecher wehren muss. Dass dabei der kleine Kevin weniger arm, sondern eher rotzfrech und die Einbrecher vor allem übel dämlich sind, spielt keine Rolle. Während der ersten vier Minuten setzt eine Freude ein, die nur so von (ehemaligen) Kindern am ersten Weihnachtstag empfunden wird, die neben den ausgepackten Geschenken sitzen und mittags Kevin allein Zuhaus auf SuperRTL gucken dürfen. Denn dieser Film ist, wie auch das Sequel Kevin allein in New York, eine Hommage an die Tage, an denen das Leben noch einfach war und sich Kriminelle mit kindlicher Kreativität überlisten ließen.

Nightmare Before Christmas

Tim Burton steht für fantasievolle Filme mit Herz – zusammen mit Henry Selicks schuf er einen zauberhaften Stop Motion Film, der insgesamt drei Jahre für die Entstehung gebraucht hat. Durch einen Zufall landet der melancholische Kürbis-König von Halloween-Stadt in der Weihnachtsstadt. Die bunte, fröhliche Weihnachtswelt begeistert den König, der vom Spuk in seiner trüben Welt gelangweilt ist. Und so versucht er den Horror und die Tristesse in seiner Stadt durch Farben und Freude zu ersetzen. Die Bürger der Halloween-Stadt müssen mit Mühe überzeugt werden, verstehen dann das Ganze aber falsch: So soll aus dem freudigen Weihnachtsfest ein Fest voll Schrecken werden. Während der Kürbis-König selbst als Weihnachtsmann auftreten will, bereiten die Bewohner aus Halloween-Stadt die Geschenke vor. Kann das gut gehen? Ein bezauberndes Musikdrama mit den Stimmen von Manfred Erdmann und Nina Hagen. In der englischen Originalfassung spricht Chris Sarandon die Rolle des Kürbis-Königs während die Ikone der Filmmusik Danny Elfman den Gesangspart des Königs übernimmt. Auch der Soundtrack des „Puppen-Grusicals“ ist sehr gut und die Coverversionen der Originalstücke waren sogar auf Platz 4 der iTunes-Album-Charts.

Tatsächlich… Liebe

Die romantische Komödie aus dem jahre 2003 trieft nur so vor Romantik, Weihnachtsgefühlen und Stars. Der Film besteht aus neun Episoden, die fünf Wochen vor Weihnachten beginnen. Die Beziehungen zwischen den 32 Charakteren sind sehr verworren und spinnen sich immer enger. Hugh Grant, Billy Bob Thornton, Keira Knightley, Colin Firth, Alan Rickman, Heike Makatsch, Rowan Atkinson und sogar Claudia Schiffer wandern über den Bildschirm und erzählen Liebesgeschichten, die jedes Herz erweichen. Genau das richtige zu Weihnachten! Meine Lieblingsstelle? Natürlich gibt es da nur eine Antwort: Mark mit seinen Plakaten!

„Mit ein bisschen Glück werde ich nächstes Jahr mit einem von diesen Mädchen ausgehen. Aber bis dahin, lass mich dir sagen – ohne Hoffnung oder Hintergedanken – nur, weil Weihnachten ist, und zu Weihnachten sagt man die Wahrheit… Für mich bist du vollkommen. Und mein geschundenes Herz wird dich lieben, bis du so aussiehst (Bild von Mumie)… Fröhliche Weihnachten.“


Und was ist dein Lieblings-Weihnachtsfilm?

Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.