The Atlas of Beauty

Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Wie unterschiedlich sie sich aber in unserer Welt zeigt, ist uns oft nicht bewusst. Mihaela Noroc reist seit drei Jahren durch die Welt und fotografiert Frauen in allen Ländern, um dann ihre Arbeit The Atlas of Beauty bei namhaften Medien wie BBC oder Spiegel, aber auch im Internet, bei Tumblr oder Instagram, zu zeigen. Sie fängt die Frauen in ihrer eigenen Welt ein und macht uns so die wunderschöne Vielseitigkeit aller Menschen bewusst.

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© Mihaela Noroc: Kathmandu, Nepal

Das Projekt: The Atlas of Beauty

Das inzwischen sehr bekannte Fotoprojekt möchte durch die Frauenportraits die Schönheit und Vielseitigkeit unserer Erde einfangen und zeigen. Mihaela hat darüber bei Oprah gesprochen, ihre Fotos wurden bei Forbes gefeatured – der Erfolg spricht für sich.
Das Projekt ist wichtig: Viele Mädchen und Frauen, die dem Standard ihrer jeweiligen Kultur nicht entsprechen, werden diskriminiert und erfahren viel Abwertung und Ablehnung. Das kann an ihrer Hautfarbe, an ihrer Religion oder Ethnizität liegen. Aber auch ganz schlicht: Weil sie Frauen sind. Frauen müssen eine bestimmte Form, große Augen, schöne Brüste und ebenmäßige Haut haben. Natürlich gibt es auch viel zu viele Männer, die diskriminiert werden, oder die leider immer noch viel zu oft benachteiligten und diskriminierten Transmenschen – der Fokus von Mihaelas Projekt liegt trotz allem bei rein weiblichen Protagonistinnen.

Die Gesellschaft lügt sich selbst in die Tasche, wenn davon gesprochen wird, dass „nur die inneren Werte zählen“. Das sollten sie, doch das tun sie nicht. Und an diesem Missstand rüttelt auch The Atlas of Beauty, der jungen Mädchen, gestandenen Frauen und allen Menschen zeigt: Du bist schön, auch wenn du vielleicht nicht aussiehst wie die Anderen. Schönheit ist nicht bestimmbar durch Maße, der Menge an Make-up oder einer Körpergröße. Auch, und besonders nicht, an der Farbe der Haare oder Pigmentierung der Haut. Sie ist etwas ganz besonderes, delikates und individuelles. Wie oft verliere ich mich in Fotos von gertenschlanken Models mit blonden Wallemähnen und perfekt symmetrischen Gesichtern mit einem perfekt gebräunten Teint. Die Bilder von Mihaela zeigen: Natürlich kann das Schönheit bedeuten. Aber eben nur unter anderem. Es gibt noch so viel mehr: Sommersprossen, traditionelle Gewänder, ausdrucksstarke Gesichter und so viele wunderschöne Farbtöne, die die Haut einfärben und damit den Körper umspannen.

Es ist nicht so wichtig, so auszusehen wie ein ganz bestimmtes Ideal, das nehme ich für mich mit. Denn diese Frauen auf den Fotos, die mich aus ihren wundervollen Gesichtern anschauen, sehen alle so verschieden aus. Und trotzdem so ergreifend schön. Also lass dich ein auf eine Reise mit der Fotografin der Stunde:

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Mihaela am Arbeiten

Mihaela Noroc

Die gebürtige Rumänin entdeckte Fotografie in ihrer Jugend – leben konnte sie davon nicht, also suchte sie sich Jobs, die sie mit Geld über die Runden brachten. In den Ferien reiste sie mit dem Rucksack quer über den Planeten und entdeckte die Mannigfaltigkeit der Welt.
Schließlich kündigte sie mit 27 ihren Job und setzte alle Anstrengungen und finanziellen Mittel in die Fotografie. Seitdem ist sie unterwegs und hat nun, mit dreißig Jahren, ein Projekt auf die Beine gestellt, das von den Medien gefeiert wird und den Leser*innen ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Über sich selbst sagt sie auf ihrer Website:

 

Ich arbeite hart für meinen Traum und zufälligerweise begeistert er die Massenmedien. Aber es gibt Millionen von Frauen auf der Welt, die noch härter für ihre Ziele kämpfen – auch wenn ihre Bemühungen von der Ferne nicht so spektakulär wirken. Ich hoffe ich habe die Chance, einige von ihnen für das Projekt zu fotografieren, ihre innere und äußere Schönheit festzuhalten – ihnen zeigen, wie besonders sie sind.

 

Dem Forbes Magazine gegenüber erklärte sie, dass sie nicht per Flugzeug reisen will – sie bevorzugt den Weg Überland: So verpasse man nicht so viel. Mihaela finanziert sich über Crowdfunding und sorgt so immer weiter für Nachschub für ihr Projekt.

Hier seht ihr eine kleine Auswahl des Atlas of Beauty:

#NewYork, 2014, during my first journey #AroundTheWorld with #TheAtlasOfBeauty

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They are surrounded by some of the world’s highest mountains and live in a very isolated environment. It takes a lot of time to get to their spectacular region, but it’s definitely worth the effort. The Pamiris don’t have their own country and live in a mountainous area which stretches from eastern Tajikistan, to northeastern Afghanistan, northern Pakistan and western China. With their thick eyebrows, colourful outfits, elegance and amazing strength, Pamiri women are part of one of the most particular ethnic groups in the world. Most of them follow Nizari Ismailism and often blend beautiful traditions with liberal views about the world. I took this photo last year in Gorno-Badakhshan which is an autonomous region of #Tajikistan. #TheAtlasOfBeauty #AroundTheWorld

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Cornelia is a two times cancer survivor. I photographed her a few days ago next to the remnant of the Berlin wall. It was the fall of this wall that made her move to the capital of Germany in the early 90s. She was a young journalist from the Western part of the country and Berlin was the place to be for her. As a journalist, Cornelia witnessed many historical events. At the same time, she gave birth to two beautiful children and always had a healthy lifestyle. But 8 years ago she was diagnosed with breast cancer, for the first time. This terrible disease affects millions of women, all over the world. After a lot of suffering and struggles, Cornelia defeated the cancer. Then, two years ago she was again diagnosed with the same disease. And again, she beat it. Today Cornelia feels privileged for every second of her life. She enjoys the sun and the rain, the hot days and the cold days, while riding her bicycle around Berlin. She encourages her children to make to most of their life, to travel the world, help people in need, learn foreign languages and understand the diverse cultures of this beautiful planet. #TheAtlasOfBeauty #AroundTheWorld #Berlin

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Mother and daughters from Syria. Two weeks ago in Idomeni refugee camp, Greece. #TheAtlasOfBeauty #AroundTheWorld #Syria

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Tibetan woman in Sichuan Province, China, photographed in September. #TheAtlasOfBeauty #tibetan #sichuan #aroundtheworld

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#TheAtlasOfBeauty #Peru

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If you contribute to my crowd funding campaign, you can vote for my next destinations. Check the link from my profile.

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#kichwa #woman for #TheAtlasofBeauty in #Amazon #jungle #Ecuador #naturallight

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#RiodeJanreiro #Brazil #beauty #travel #theatlasofbeauty

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#Maramures #Romania for #TheAtlasofBeauty #travel #tradition #diversity

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Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Schaut auf ihrer Website, auf Mihaelas Instagram oder bei Tumblr vorbei!

Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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