Pass auf dich auf – die 7 besten Tipps zur Selbstfürsorge!

Selbstfürsorge? Was ist das denn? Aber keine Zeit nachzufragen, denn du machst viel zu viele Überstunden, deshalb gibts auch kaum Zeit zu Hause sauber zu machen, alleine zwei Geburtstagseinladungen stehen für nächste Woche an. Im Kühlschrank gähnende Leere, die Haare hängen in unförmigen Fäden vom Kopf – du hast einfach keine Zeit für dich und die grundlegendsten Dinge im Leben. Ständig wird etwas vergessen, oder zumindest die Angst davor spukt immer in deinem Kopf herum und sorgt für ein ordentlich hohes Stresslevel.

Negativer Stress ist nicht nur total unangenehm, sondern auch ungesund: Dieser „Distress“ sorgt für Kopfschmerzen, Sodbrennen, Muskelzuckungen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Gereiztheit – um nur ein paar Symptome zu nennen. Damit es gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, dass du auf dich selbst achtest – denn auch vor der größten Hochzeit, während der längsten Prüfungsphase oder bei dem anspruchsvollsten Job musst du mal kurz durchatmen und an dich denken.

Was ist Selbstfürsorge?

Dieses auf sich selbst achten versteht jede*r unterschiedlich: Für einige sind das regelmäßige, selbstgekochte Mahlzeiten mit frischen Zutaten, andere gönnen sich ab und zu mal etwas Besonderes, und wieder andere beziehen „self care“ auf ihre Tätigkeit und die Menschen, mit denen sie sich umgeben. Für mich heißt es, meine Bedürfnisse wahrzunehmen, zu deuten und so zu handeln, dass sie befriedigt werden.

Der Psychoanalytiker und Psychiater Prof. Dr. Joachim Küchenhoff hat Selbstfürsorge so definiert: Mit sich selbst gut umgehen und gut zu sich sein. Sich selbst schützen. Nach sich schauen und eigene Bedürfnisse berücksichtigen. Belastungen richtig einschätzen und sich selbst nicht überfordern – und sensibel gegen Überforderung zu bleiben.

Das tut gut, wenn alles andere zu viel wird

Wenn also dein Leben durch zu viel Stress bestimmt wird und du das Gefühl hast, dass du mal eine Pause brauchst – nimm sie dir!
Zu viel zu schnell lässt sich vielleicht nicht vermeiden, aber diese Dinge helfen dir weiter:

#Ausgleichen

Mache dir klar, dass es in deinem Leben auch andere Dinge gibt als Arbeit, Kinderversorgung und Haushalt. Mache einen Sport, der Ausgleich schafft und bei dem du dich abreagieren kannst, suche dir ein neues Hobby oder suche Geselligkeit. Nach einem auspowernden Training habe ich einen freien Kopf und einen neuen Blick auf meine Situation – das hilft manchmal schon, um den Stress-Knoten zu lösen.

#Meditieren

Nimm dir so viel Zeit wie du hast, ob es nun dreißig Sekunden oder zehn Minuten sind, und klinke dich aus: Suche dir einen Ort, an dem du ungestört bist. Setze oder lege dich bequem und mit gerader Körperhaltung hin, und schließe die Augen. Beobachte deinen Atem, wie er deinen Bauch aufbläht und die frische Luft durch deine Nase fließt, und zähle deine Atemzüge. Nach und nach blendest du die Geräusche aus und bist nur noch mit dir – dabei kann ein Mantra helfen. Versuche deine Umwelt und deine Gedanken auszublenden. Aber auch ein achtsamer Spaziergang in der Natur oder eine kleine Runde Yoga sind Meditation und können dir helfen, Ängste und Stress zu reduzieren. Sicherlich kennst du auch dieses Gefühl, wenn man in ein offenes Feuer starrt und völlig darin versinkt? Entspannung pur!

#Mittendrin sein

Hört sich kontraproduktiv an, macht aber irgendwie auch Sinn: Versuche immer mitten in einer lustigen Serie oder einem tollen Buch zu sein. Dadurch nutzt du kostbare freie Minuten für etwas, das dich wirklich glücklich macht. Außerdem gibt es dir einen besseren Ausblick auf eher anstrengende Aufgaben – ich belohne mich in Lernphasen immer mit kleinen Pausen zum Lesen oder Netflix gucken.

#Zufluchtsort finden

Suche einen Ort, wohin du dich zurückziehen kannst und wo du dich sicher fühlst, wenn alles andere den Bach runtergeht. Ob das ein aufgeräumtes Zimmer, das Fitnessstudio oder die Bar deines Vertrauens ist. 😉 Es hilft, Normalität und Stabilität an einem zugänglichen Ort zu wissen – im Notfall hast du diesen Ort, um kurz durchzuschnaufen, deine Gedanken zu sortieren und dich zu entspannen.

#Probleme ansprechen

Wenn du merkst, dass du einfach keine Überstunden mehr machen kannst, damit deine Kolleg*innen früher in den Urlaub fahren können, dann sprich es an. Sicherlich wird es dir kaum jemand übelnehmen, wenn du sachlich und freundlich deine Situation erklärst. Dafür überlegst du dir am besten vorher, was genau du sagen willst – nicht immer ist jedes Detail angebracht. Auch solltest du zu diesem Gespräch selbstbewusst und ruhig erscheinen, damit du nicht von deinen Emotionen übermannt wirst. Du hast ein Recht darauf, etwas zu verändern, wenn es dir so nicht gut geht!

#Aussteigen

Das kannst du mental oder in der Realität. Mentales Aussteigen ist nicht sehr zu empfehlen, denn eine innere Kündigung und „Dienst nach Vorschrift“ macht weder dich glücklich noch die anderen. Wenn es nichts hilft, Probleme anzusprechen, im Job die Überstunden auf dich niederprasseln und es im Studium immer noch zu viel Überforderungen gibt, dann versuche etwas anderes: den Arbeitsplatz wechseln oder vielleicht lieber eine Ausbildung machen? Auch wenn du merkst, dass eine Freundschaft dir jede Kraft raubt – konzentriere dich auf gesunde Beziehungen. Wir alle haben mal Durststrecken, in denen wir uns komplett auf unsere Freund*innen verlassen müssen – aber du bist kein*e Therapeut*in und hast es verdient, eine wechselseitige Freundschaft zu führen.

#Um Hilfe bitten

Ob du nun im Gruppenchat einen Gang zum Lieblingsitaliener einforderst oder dir therapeutische Hilfe suchst – geteiltes Leid ist halbes Leid. Auch wenn es unangenehm sein kann, vor anderen zuzugeben, dass man es nicht mehr packt: Andere Menschen können dir wertvolle Tipps und eine unterschiedliche Perspektive bieten. Du hast nichts davon, wenn du alles alleine trägst und daran zu verzweifeln drohst! Suche dir Hilfe und akzeptiere Angebote von Freunden, denn du wirst sehen: Es ist so ein schönes Gefühl zu spüren, dass man sich auf die Anderen verlassen kann!

Sophia
Die Räubertochter

Sophia taumelt zwischen Konzerten, Flohmärkten und Versuchspersonenstunden hin und her und versucht das Leben im Zaum zu halten – oder vielleicht ist es auch andersherum. Wenn sie nicht in Psychologie-Vorlesungen sitzt, treibt sie meist Unfug mit Texten, Musik oder FreundInnen und will Sachen machen. Die überzeugte Vegetarierin und selbsterklärte Ästhetikerin ist auf der Suche nach dem Besonderen im Leben und versucht uns mit Ideen, Tipps und Inspiration bei Laune zu halten.

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