Annikas 11 Lieblings-Horrorfilme!

Da ich nicht nur Redakteurin, sondern auch Schauspielerin bin, kennen mich tatsächlich einige Menschen aus der Horror-Independent-Szene. Ja, ich bin schon oft gestorben und ja, ich kenne mich mit Kunstblut und Horrorfilmen sehr gut aus.

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Die Autorin in dem Film „Seed 2“

Mittlerweile bin ich also sozusagen Insider der Horrorfilmszene, und werde immer wieder gefragt, ob ich nicht ein paar gute – wirklich gute – Horrorfilme empfehlen kann. Nun ja, sagen wir so: Horror-Fans sind sehr, sehr kritisch, wenn es um gute Horrorfilme geht, und es wird sich in den sozialen Medien leidenschaftlich darüber gestritten, was genau man unter gut versteht. Deswegen eines vorweg: die folgenden 11 Horrorfilme, gehören zu MEINEN Lieblingsfilmen im Horror-Bereich. Ich werde bald auch noch eine Liste mit meinen 11 liebsten Psycho-Thrillern bereitstellen. Heute widmen wir uns aber erstmal dem klassischen Horrorgenre…

Kein Fan von Blutbädern

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Da ich nicht unbedingt ein Fan von Blutbädern bin, aber auch nichts gegen das „sinnvolle“ verspritzen von Blut habe (solange es der Story in irgendeiner Weise dienlich ist), taugt meine Liste auch für all jene, die nicht unbedingt Horror-Fans sind, aber ab und zu gerne mal einen Gruselfilm anschauen. Zum Beispiel jetzt an Halloween. Und wer von euch am liebsten Gruselschocker sehen möchte, die auch thematisch was mit Halloween zu tun haben, für den habe ich bereits eine Liste mit den 10 besten Halloween-Horrorfilmen zusammen gestellt.

So, nun aber los!

Meine 11 Lieblings-Horrorfilme

1. The Purge – Die Säuberung (2013)

Eigentlich stand hier an erster Stelle einmal ein anderer Film – Mein absoluter Horror-Lieblingsfilm, da dieser aber indiziert ist und es keine deutsche Cut-Fassung gibt, darf ich darüber nicht wertend schreiben. Ganz ohne Wertung: dieser französische Film aus dem Jahr 2008 ist unter vielen Horror-Fans bekannt und bekam erst letztes Jahr ein amerikanisches Remake. So kommen wir zu „The Purge“: Die Idee, dass für eine Nacht alle Verbrechen, inklusive Mord legal sind, um so die Straße Amerikas zu „säubern“ und dafür zu Sorgen, dass im restlichen Jahr die Menschen friedlich und nahezu ohne Verbrechen zusammen leben können ist zwar etwas absurd – aber hey, bei der momentanen Entwicklung weiß man ja nie, welch irre Menschen an der Macht sind. Für einen Horrorfilm bietet diese Idee aber allemal genug Stoff! Der Film ist wirklich ultra spannend und man fragt sich, ob es wirklich solche verrückten Menschen gibt, die so etwas auskosten…

 

2. Der verbotene Schlüssel (2005)

Der Film Der verbotene Schlüssel überzeugt mich durch sein tolles Südstaaten-Flair, Kate Hudson (die ich großartig finde!), dunkle Voodoo-Messen und den mysteriösen Touch. Ach, wie schön es doch wäre, wenn es von dieser Art Film noch viele, viele mehr gäbe! Einige Horrorfilme bemühen sich zwar, mit ähnlichem Mitteln und Stilelementen, aber kommen doch nicht ran an dieses Meisterwerk. Toller, gruseliger Film mit einem super Ende!

 

3. Identität (2003)

Jeder, der diesen Film bisher noch nicht gesehen hat, darf sich glücklich schätzen! So toll wie beim ersten Mal gucken wird’s nämlich nie wieder (ist ja fast immer so bei Horrorfilmen, aber hier ganz besonders!). In Identität treffen zehn Menschen in einer stürmischen Nacht in einem Motel aufeinander und haben mehr als nur den gleichen Geburtstag gemein. Komplex, mysteriös und tief psychologisch. Ein unglaublich spannender Film mit John Cusack in der Hauptrolle.

 

4. Orphan – Das Waisenkind (2009)

Dass Kinder in Horrorfilmen oftmals besonders gruselig rüberkommen, ist ja nichts Neues. Dieses Waisenkind hat es aber echt in sich!!! So richtig verstehen kann man die 9-jährige Esther (hervorragend gespielt von Isabelle Fuhrmann) nicht, will man irgendwie aber auch nicht. Wenn man es dann doch tut, ist man nicht nur schockiert, sondern nahezu auf ewig irritiert. Toller Film, der viel Spaß macht und schön spannend ist. Auch für „Nicht-Horror-Gucker“ annehmbar!

 

5. Eden Lake (2008)

Bei Eden Lake scheiden sich die Geister, ob nun Horror oder Thriller – oder Drama? Ich habe ihn in meine Horror-Liste aufgenommen, weil er sowohl vom Spannungsgrad als auch von der Brutalität her für mich alles hat, was ein Horrorfilm bieten sollte.

Das Pärchen Jenny und Steve möchte einfach nur ein romantisches Wochenende an einem See verbringen, als sie auf wirklich unsympathische, terrorisierende Jugendliche treffen. Doch was macht man, wenn alles nur noch schlimmer wird, als man denkt? Wann ist es genug? Extrem spannender und gleichzeitig erschütternder Film, weil er einem eindringlich vor Augen führt, wie skrupellos und dumm gerade junge Menschen sein können, wenn sie sich im Gruppenzwang befinden.

 

6. The Cabin in the Woods (2012)

Das ist wirklich ein Horrorfilm, der Spaß macht! Am Anfang denkt man zwar, dass es ein öder „Tanz der Teufel“ – Verschnitt wird, aber dann nimmt alles doch noch eine interessante Wendung. Horrorfilm-Klischees werden in The Cabin in the Woods toll auf die Schippe genommen, und es wird so richtig auf die Kacke gehauen. Ich sage nur:  Die Szene am Fahrstuhl! Jaaaaa… alles, was das Horrorgenre so zu bieten hat, wird hier auf witzige Weise aufgetischt! I really like it!!!

 

7. Insidious (2010)

Ich kenne eigentlich niemanden, der Insidious nicht mag. Dabei bedient er sich völlig klassischer und traditioneller Horrormotive und bietet nicht unbedingt etwas Revolutionäres oder Neues. Und dennoch: Ich hatte in einem Moment – und das passiert mir so gut wie nie – Gänsehaut! Und sogar beim zweiten Mal anschauen standen mir erneut die Haare zu Berge! Hauptsächlich kann der Film sich wohl beim meisterhaften Soundtrack und den gelungenen Soundeffekten bedanken, die einfach wunderbare Gruselstimmung erzeugen.  Ein absolutes Horrorfilm-Highlight!

 

8. The Ring (2002)

The Ring ist einer meiner absoluten und unangefochtenen Lieblings-Horrorfilme. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass irgendjemand diesen Film nicht kennt, aber falls doch: RAN DA! Toller Film, der trotz eines eigentlich lahmen Plots eine tolle Hintergrundstory bietet und extrem gruselig ist. Vielleicht ist er mittlerweile nicht mehr so gruselig wie vor 14 Jahren (Sehgewohnheiten ändern sich ja auch mit der Zeit), aber ich liebe ihn. Der „lahme Plot“ lautet: Unter Jugendlichen kursiert ein Video, das dich sieben Tage, nachdem du es gesehen hast, umbringt. Sag ich ja, hört sich irgendwie… naja… an. Ist es aber nicht. Das Video ist krass, die Geschichte dahinter ist toll – und die Hauptdarstellerin Naomi Watts ist grandios! Ursprünglich kommt der Film aus Japan. Da ich mit japanischen Filmen leider nicht viel anfangen kann, setze ich hier mal auf das amerikanische Remake. Der zweite Teil ist auch ziemlich gut. Übrigens kommt nächstes Jahr im Februar die Fortsetzung „Rings“. Ich bin gespannt!

 

9. Last house on the left (2009)

So, bevor ein Aufschrei durch die Menge geht: Ja, ich wähle das Remake, aber nur, weil ich das Original (tatsächlich) noch nicht gesehen habe… Schande über mich, ich weiß. Nun gut. Kommen wir zum Film. Ich finde Last house on the left extrem spannend, aber auch ziemlich derbe. Gegen Ende hat er die ein oder andere Schwäche, die ich aber verschmerzen kann. Alles in allem ist es aber ein Film, der mich erschreckt und gefesselt hat. Hauptsächlich geht es wohl um die Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, um jemanden zu retten, den man liebt…

 

10. Scream (1996)

Ja, Scream war einer meiner ersten Horrorfilme und deswegen bleibt er wohl ewig in meiner Favoriten-Liste. Der einzige Film in meiner Liste, der noch in den 90ern erschien. Ghostface wird heutzutage nicht mehr richtig ernst genommen, da die Figur in vielen anderen Filmen und Sendungen zu oft parodiert wurde (zum Beispiel in „Scary Movie“). Doch eigentlich ist der Film und auch die ganze Scream-Reihe ziemlich cool – immer noch. Denn auch schon vor Jigsaw (SAW) gab es Verrückte, die Spielchen spielten. Das Schöne an Scream fand ich auch immer, dass es mit dem Horrorgenre an sich spielt – siehe Aussagen wie: „Irgendwer hat einen Horrorfilm zu viel gesehen!“

 

11. Haus der 1000 Leichen & The Devil‘ s Rejects (2003 & 2005)

Zum Abschluss muss ich diese beiden Filme zusammen ziehen, da sie auch zusammen gehören, obwohl sie vom Stil her völlig unterschiedlich sind. Aber so ist der Regisseur eben. Unvorhersehbar, einzigartig und großartig. Deswegen ist „The Devil’s Reject“ quasi ein Bonus-Film in meiner Liste. Rob Zombie gehört zu meinen Lieblings-Regisseuren im Horrorgenre, da er seinen ganz eigenen, verschrobenen Stil hat und sich auch von niemand reinreden lässt. Auch wenn man sich in seinen Filmen manchmal wie auf einem LSD-Trip fühlt, mag ich diese Individualität sehr. Allein die Musik ist unglaublich toll (zum Beispiel Freebird von Lynyrd Skynyrd). Zum Teil sind die beiden Filme wirklich äußerst brutal. Ich mag an diesen Filmen, dass der Fokus mal auf den bösen Charakteren liegt, und dass sie so herrlich übertrieben sind. Achtung: Vermutlich nicht jedermanns Sache!

 

 

 

…und nun viel Spaß beim Anschauen!

Die Filme bekommt ihr eigentlich alle (zumindest die FSK 16 Filme) bei Amazon (übrigens könnt ihr Amazon Prime 30 Tage kostenlos testen und spart euch so die Porto-Gebühren). Da die meisten Filme in meiner Liste schon etwas älter sind, bekommt ihr sie mittlerweile wirklich sehr günstig. Abgesehen von „Martyrs“. Diesen Film Uncut im Original zu bekommen, ist momentan sehr schwierig oder sehr teuer. Auch „Last house on the left“ sollte man Uncut über Österreich bestellen. Wie ihr sicher schon gesehen habt, habe ich die Filme alle verlinkt – so kommt ihr mit nur einem Klick direkt zur besten Version der Horrormovies!

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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