Unser Wasserkocher Test: Die besten für weniger als 50€

Euer Lieblingsblog steht euch gerne zur Seite, wenn ihr Zeit und Mühen sparen wollt. Thema heute: Die lästige Internetrecherche, wenn der Wasserkocher des Vertrauens mal wieder den Geist aufgegeben hat. Wir haben Wasserkocher für unter 50€ getestet um euch bei der Kaufentscheidung zur Seite zu stehen.

Bild: philips.de

Der Beste bringt uns zum Kochen – Philips HD9348/10

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist auch gleichzeitig unser Testsieger und kommt von Philips. Bei Amazon gut angelegte 42,99€ (Stand: März 2017) bringen uns genau das, was ein Wasserkocher unserer Meinung nach können muss: schnelles heißes Wasser. Die Menge Wasser für eine Tasse Tee bringt er bei einer Heizleistung von 2.000 Watt innerhalb weniger Sekunden zum brodeln.

Die Füllstandsanzeige ist millimetergenau und hat den praktischen Vorteil, uns gleich auch noch die Tassen-Anzahl, für die das Wasser reicht, kundzutun. Wir können so viel oder wenig Wasser wie wir wollen kochen lassen, es gibt keine Untergrenze. Durch die kabellose Basis sind wir imstande, den Behälter aus jeder Richtung, die uns in den Sinn kommt, aufzusetzen. Durch ein sogenanntes Vier-Wege-Sicherheitssystem sind wir vor Kurzschlüssen und sonstigen Unannehmlichkeiten gefeit, der Trockengehschutz sorgt dafür, dass der Kocher sich sofort von selbst ausschaltet, sobald das Wasser kocht. Ein Mikro-Antikalk-Filter sorgt dafür, dass wir nur reinstes Wasser zu uns nehmen, was uns trotz des etwas geringen Fassungsvermögens von 1,0 Liter überzeugt hat, den Philips HD9348/10 zu unserem Testsieger zu krönen. Weiteres Manko: Im Vergleich zum Vorgänger Modell hat der HD9348/10 seine Füllstandsanzeige etwas versteckt hinter dem Griff angebracht. Dafür sieht er aber schick und kompakt aus und nimmt wenig Platz in Anspruch. Die Betriebsanzeige leuchtet, wenn sie der Wasserkocher eingeschalten ist.

Wasserkocher Test – wozu?

Der größte Konkurrent des Wasserkochers ist der gute alte Topf auf dem Herd, aber unserer Meinung nach gibt es gute Gründe, sich für den Kocher zu entscheiden. Am wichtigsten finden wir die Zeitersparnis und somit effizientere Stromnutzung. Zudem haben die meisten Modelle einen Messbecher, der uns genau die richtige Menge Wasser erhitzen lässt. So sparen wir auch ansonsten wohl verschwendetes Wasser. Wasserkocher schalten sich selbst aus, was verplanten Menschen wie uns sehr hilft, da kein Topf mehr auf dem Herd stehen gelassen werden kann, der langsam vor sich hin siedet und das ganze Wasser verdampfen lässt. Ein Wasserkocher ist sicherer, lässt sich bequemer ausgießen und filtert zumeist mindestens ein bisschen Kalk aus dem Wasser heraus.

Unsere Anforderungen an einen guten Wasserkocher

Wir haben den größten Wert auf Füllkapazität gelegt. Mindestens ein Liter sollte Platz finden, falls wir größere Mengen zum Erhitzen bringen wollen. Ebenso wichtig war uns, dass ein Wasserkocher aber auch kleine Mengen zum Kochen bringen kann. Kocher mit einer Mindestfüllmenge bekommen hier Punktabzug. Ein weiterer Punkt ist die Heizleistung. Handelsübliche Wasserkocher haben eine durchschnittliche Heizleistung von 600 bis 3.000 Watt. Normalerweise genügen 1.800 Watt für Otto Normalverbraucher. Otto Besondersverbraucher, beispielsweise im gewerblichen Betrieb, kann proportional mit der Füllmenge mit steigender Leistung rechnen. In Städten mit besonders kalkhaltigem Wasser ist ein Kalkfilter unumgänglich. So schwimmen keine ekelhaften Kalkflocken im Tee herum. Falls sich jedoch mal Kalk absetzen sollte, findet ihr hier einige Tricks, um ihn wieder zu beseitigen. Eine Einhanddeckelöffnung per Knopfdruck ist praktisch, wichtig ist jedoch die integrierte Wasserstandsanzeige. So müssen wir die passende Menge Wasser nicht extern nachmessen. Ein Extra ist für uns die Verarbeitung aus Edelstahl, die neben dem besseren Aussehen auch noch für eine längere Lebensdauer sorgt und dafür, dass sich auf Dauer keine Schadstoffe aus Plastik lösen.

Die folgenden vier Modelle haben wir uns im Test näher angesehen:

Geringe Füllmengen sollen genauso erhitzt werden wie große, und das so schnell wie möglich. Füllmenge und Leistung müssen also stimmen. Der Kalk sollte gefiltert werden, damit unser Genuss nicht (wait for it—) getrübt wird. Und das zu einem Preis von weniger als 50€.

Die Kriterien sind also:

  • möglichst keine Mindestfüllmenge
  • ab 1.800 Watt
  • Fassungsvermögen ab einem Liter
  • Kalkfilter
  • Edelstahlgehäuse
  • Preis unter 50€

Ein schneller Kocher: Philips HD 9348/10

Der Klappdeckel öffnet sich bequem per Knopfdruck und macht es so einfach, Wasser einzufüllen. Die Wasserstandsanzeige verrät uns neben den befüllten Millilitern auch noch, wie vielen Tassen diese Menge entspricht, sodass wir bis zu 66% Heizleistung einsparen können.1,0 Liter kann der Philips HD 9348/10 erhitzen, und das mit einem Affenzahn. Die Heizleistung von 2.000 Watt macht’s möglich. Eine kabellose Pirouettenbasis ermöglicht es uns, den Kocher in jeglicher gewünschten Position aufzusetzen bzw. abzunehmen. Ein Vier-Wege-Sicherheitssystem sorgt dafür, dass keine Kurzschlüsse vorkommen und für ein sofortiges Ausschalten, sobald das Wasser kocht beziehungsweise der Kocher von der Basis entfernt wird. Der Anti-Kalk-Filter sorgt für sauberen Kochwassergenuss. Anti-Rutsch-Füße verhindern ein verrutschen und stabilisieren den Kocher.

Bild: philips.de

Was uns vom Hocker haut ist die Heizleistung. In sekundenschnelle bringt der Wasserkocher von Philips Wasser zum kochen. Dann schaltet er sich direkt ab (was wirklich kein Selbstgänger ist, wie wir erfahren mussten), und ermöglich uns tropfenfreies Ausgießen. Das spart Strom und schont die Umwelt. Außerdem lagert sich so auch nach langer Benutzung an der Außenseite kein Kalk ab. Die Wasserstandsanzeige ist leider hinter dem Griff angebracht, lässt sich aber dennoch gut ablesen. Das Edelstahlfinish verhindert Schadstoffablösungen, wie sie bei Kollegen aus Plastik an der Tagesordnung wären. Nur die etwas geringe Füllmenge von 1,0 Liter trübt den allgemein sehr guten Eindruck.

Großer Preis und wenig dahinter: Cloer 4709

Der Amazon-Preis von 48,77€ (Stand: März 2017) erhebt den Cloer-Wasserkocher in die teurere Riege unserer Testmodelle. Wir haben ihn aber auch zum Preis von ca. 41,99€ bei anderen Webshops gesehen. Nichtsdestotrotz kommt er mit 2.000 Watt aus, was das Wasser ziemlich schnell zum Kochen bringt. Der Deckel lässt sich per Knopfdruck öffnen und sogar abnehmen. Der Kontakt in der Basis sorgt für keine Probleme bei schiefem Aufsetzen, auch hier sind wir frei, den Wasserkocher so abzusetzen wie wir wollen. Es gibt eine Füllmengenmarkierung sowie einen Überhitzungs- und Trockengehschutz.

cloer

Das Design vermag zu verzücken und auch die Leistung macht froh. Praktisch ist der herausnehmbare Deckel. So können wir den Wasserkocher schnell und einfach reinigen — in der Theorie. Das Abnehmen funktioniert nämlich nur nach Ruckelei. Die Füllskalierung ist etwas unpraktisch, sie liegt nämlich innerhalb des Kochers und ist somit nicht besonders leicht zu erkennen. Da der Deckel in der Mitte hängt, wird der Blick auf die Füllmenge zusätzlich erschwert. Der Kalkfilter, der sich auf dem Deckel befindet, macht die Angelegenheit noch etwas unklarer. Haben wir mehr als die maximale Füllmenge zugeführt, sitzen wir deshalb bald im Nassen. Der Cloer soll sich automatisch bei Erreichen der Siedetemperatur abschalten, in der Realität ist das aber eine reine Frage des Glücks. Manche Amazon-Rezensenten regen sich zudem über die geringe Lebensdauer des Geräts auf: Zum Teil hielt es nicht länger als ein paar Monate.

Ein paar Schönheitsfehler zu viel: Grundig WK 6330

Der Grundig unterbietet seinen Vorgänger preislich bei Amazon mit 39,99€ (Stand: März 2017) sogar und ist damit der günstigste Wasserkocher im Test. Leistungsmäßig verspricht er ähnliches wie teurere Modelle: Mit einer Nennleistung von 3.000 Watt bringt er maximal 1,7 Liter zum Kochen. Der Deckel öffnet sich per Knopfdruck auf sogar 90 Grad, sodass es einfach ist, den Behälter zu befüllen bzw. zu reinigen. Der Kalkfilter ist herausnehmbar und lässt sich so ebenfalls einfach reinigen. Die Basis ist kabellos, daher flexibel aufsetz- bzw. abnehmbar. Die Wasserstandsanzeige ist genauso vorhanden wie Abschaltautomatik und Trockengehschutz. Dem Kabelsalat wirkt eine Aufwicklung im Sockel entgegen.

grundig

Der Grundig WK 6330 lässt sich auch über die Ausgießöffnung befüllen, wenn man einmal besonders faul ist. Die Wasserstandsanzeige ist leider etwas schlecht erkennbar hinter dem Griff. Störend empfanden wir die Mindestfüllmenge von 0,7 Litern. Was ist, wenn wir nur schnell eine Tasse Tee vor dem Einschlafen trinken wollen? Das Netzkabel ist mit 70 Zentimetern etwas kurz geraten, manche Nutzer müssen hier wohl oder übel zum Verlängerungskabel greifen. Der Behälter sollte wohl (außer es sind helfende Kinderhände parat) per Entkalker vorgenommen werden, da Erwachsenenhände zu groß für die Öffnung sind. Aufpassen sollte man während des Betriebes, da der Edelstahlkörper des Kochers sehr heiß wird. Kein Wunder bei den 3.000 Watt, die unser Wasser fix zum Sieden bringen.

Temperatur genau einstellen mit dem Severin WK 3342

Der Severin-Wasserkocher hat zum Preis von 48,49€ (Stand: März 2017) das, was kein anderer getesteter Wasserkocher in der Testreihe vorweisen konnte: Den Temperatursensor. Vier verschiedene Temperaturen werden hier auch angezeigt: 100, 90, 85 und 80 Grad Celsius. Die Wasserstandsanzeige ist beidseitig vorhanden, so wird der Diskriminierung von Linkshändern effektiv vorgebeugt. Auch hier ist die Basis kabellos mit dem Kocher verbunden, sodass er aus jeder Position aufgesetzt werden kann. Auch hier kann das Kabel praktisch aufgerollt werden. Der Ein-Aus-Schalter ist nicht nur beleuchtet, nein, er macht auch noch per Signalton von sich hören. Maximal 1,5 Liter passen bei einer Höchstleistung von 2.200 Watt hinein. Kalkfilter sowie diverse Schutzvorrichtungen und Ausschaltautomatik gehören zum guten Ton, sind auch hier beim Severin vorhanden.

severith

Der zunächst nach dem Auspacken entstandene Plastikgeruch ist nach zweimaliger Benutzung verschwunden. In Rezensionen haben wir aber gelesen, dass das bei manchen Nutzern länger dauert. Die 1,5 Liter Maximalfüllmenge werden in etwas weniger als vier Minuten erhitzt. Somit ist der Severin bei geringerer Leistung fast genauso schnell wie energieintensivere Modelle. Die Mindestfüllmenge ist hingegen ein Schlag ins Kontor – 0,5 Liter müssen wenigstens eingefüllt werden. Mehr als 1,5 Liter bringen zudem den Kocher zum Überschwappen. Die Füllstandsanzeige ist praktisch, weil beidseitig vorhanden. Genauso wie der Temperatursensor. Also praktisch. Bei grünem Tee beispielsweise, der ab 90 Grad Bitteraromen freisetzen kann, trägt er eindeutig zum Genuss bei. Die integrierte Dampfstoffautomatik verhindert ziemlich effektiv das Austreten von Dampf. Abgesehen von der Mindestfüllmenge sind wir also mit dem Severin WK 3342 sehr zufrieden, was ihm den zweiten Platz in unserem Test bescherrt.

Fazit

In unserem Wasserkocher Test ist der Philips HD 9348/10 Testsieger, der Severin WK 3342 liegt auf dem zweiten Platz.

Eindeutig wird bei diesem Wasserkocher Test wieder klar, dass Qualität eben ein bisschen kostet. Nur die preisintensiveren Modelle können hier wirklich überzeugen. Der Philips Wasserkocher überzeugt uns mit sichtbarer Füllskalierung, keiner Mindestfüllmenge und einer wirklich schnellen Erhitzung des Wassers. Lediglich die Füllmenge von nur 1,0 Litern ist hier zu bemängeln.

Wem das zu wenig ist, der ist mit dem Heißwasserbereiter von Severin sehr gut beraten. Der verlangt zwar eine Mindestfüllmenge von 0,5 Litern, kann dafür aber mit bis zu 1,5 Litern umgehen. Mit 2.200 Watt bringt er das Wasser fast so schnell zum Kochen wie das Modell von Philips. Der Temperatursensor ist sehr praktisch, wohl aber nicht jedermann (oder -frau) wird ihn wirklich brauchen. Nur Menschen, die sich eingehend mit der Temperatursensibilität ihrer Lieblingsteesorte auseinander gesetzt haben, werden hiermit etwas anfangen können. Die Mindestfüllmenge verhindert den Sprung auf den ersten Rang.

Sowohl der Cloer 4709 als auch der Grundig WK 6330 lassen leider elementare Features vermissen. So stellt sich der Cloer-Heißwasserbereiter nicht automatisch aus, sobald die Siedetemperatur erreicht ist, und der Grundig hat schlicht und ergreifend ein viel zu kurzes Kabel. Beide Hersteller scheinen zudem an der Füllmengenanzeige gespart zu haben, bei beiden Modellen ist diese schwer erkennbar.

Alternativen zu den getesteten Modellen stammen beispielsweise von WMF oder KitchenAid, werden aber nur unter Lizenz hergestellt und sind daher meist teurer. Wer nicht so sehr auf den Preis achten muss, kann sich bei den deutschen Herstellern Siemens oder Bosch umgucken. Es gibt auch Modelle aus Glas, die zwar sehr schick sind, aber leichter kaputt gehen. Zudem lagert sich der Kalk hier leicht ab, wodurch die Optik dann sehr schnell leidet.

Wir würden sagen: Mit dem richtigen Wasserkocher kann die nächste Tee-Party kommen! Und damit diese perfekt wird, findet ihr in dem wunderbaren Artikel meiner Kollegin Sophia die passenden Tipps.



Jonas
Schnittlauchzüchter a.D.

Man muss Jonas nur ein Stichwort geben und gleich faselt er los, von Gott und unserem schönen blauen Globus und Geburtenraten und Gelenkwellenmittellagern, bis er bei unseren Ureltern Adam und Eva angekommen ist. Und keiner ist klüger als zuvor. Aber ihm machts Spaß, also lasst ihn doch, verdammt noch eins!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.