Obst und Gemüse richtig waschen

Obst und Gemüse richtig waschen wird jetzt wieder wichtig: Die Blätter an den Bäumen werden weniger, die Klamottenschichten dafür mehr und mit der kalten Jahreszeit kommen auch die Erkältungen. Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung kann dem Körper ja bekanntlich wunderbar bei der Vorbeugung gegen die fiesen Viren helfen, also greifen viele doch wieder öfter zu Apfel, Orange & Co. Sichergehen, dass deine gesunden Leckereien auch wirklich das halten, was sie versprechen, kannst du – richtig! – indem du sie vor dem Essen gründlich wäschst. Wie du Verunreinigungen loswerden kannst, verraten wir dir hier.

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Kein Risiko eingehen – Obst und Gemüse richtig waschen

Warum müssen wir denn unser Obst und Gemüse überhaupt waschen? Die Obst- und Gemüseabteilung im Supermarkt offenbart uns strahlend saubere und glänzend polierte Vitaminbomben, die bestimmt einige Male gewaschen wurden, bevor sie überhaupt dort gelandet sind. Die schreien doch geradezu danach, schon direkt auf dem Weg nach Hause verschnabuliert zu werden. Das Problem an Obst und Gemüse sind aber oftmals nicht die Verunreinigungen, die man sieht, sondern die, die man eben nicht sieht. Diese werden vor allem – Überraschung! – von uns als Konsumenten verursacht.

Das fängt schon bei so etwas Unschuldigem an wie dem Kauf eines Apfels: Du schnappst dir einen Apfel, der hat aber schon eine Delle. Also greifst du zum nächsten, der ist aber zu grün, und so geht das weiter, bis du schon mehrere Äpfel in der Hand hattest, bevor der Auserwählte letztendlich in deinem Einkaufskorb landet. Und genau das haben schon zig Leute vor dir gemacht. Das heißt also, dein Apfel ist vor dir schon von unzähligen Händen angefasst worden, von denen du nicht weißt, was diese wiederum vorher angefasst haben – das willst du vielleicht auch gar nicht wissen – und welche Bakterien sie damit an deinem Apfel hinterlassen haben. Vielleicht Kolibakterien. Oder Salmonellen. Dazu kommen dann auch noch eventuelle Pestizid-Rückstände, vor allem wenn es sich nicht um Bio-Äpfel handelt. Wie so oft im Leben gilt also auch beim Verzehr von Obst und Gemüse “safety first”.

Methoden im Vergleich

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© youtube – MicrobeInotechLabs

So. Wie können wir denn nun dieses wenig reizvolle Topping entfernen und Obst und Gemüse richtig waschen? Um diese Frage zu beantworten, haben Forscher der Microbe Inotech Labs in St. Louis, Missouri, eine Testreihe gestartet: Vier Äpfel wurden zuerst desinfiziert und mit der jeweils gleichen Menge an Bakterien bestrichen. Ein Apfel wurde dann mit purem Wasser gewaschen, der zweite mit einer Wasser-Essig-Mischung (drei Teile Wasser, ein Teil Essig) und der dritte mit Spülmittel. Der vierte Apfel wurde als Kontrollobjekt zum Vorher-Nachher-Vergleich gar nicht gewaschen.

Ein Test direkt nach dem Waschen zeigte bei allen drei Methoden nur noch wenige Spuren von Bakterien. Nach 48 Stunden sah die Sache dann ganz anders aus: Bei dem mit Wasser gewaschenen Apfel war die Bakterienanzahl gestiegen, und noch mehr sogar bei dem mit der Wasser-Essig-Mischung gewaschenen Apfel. Nur bei dem mit Spüli gewaschenen Apfel gab es gar keine Bakterienvermehrung.

Unser Fazit

Wer also sein Obst und Gemüse gerne gleich nach dem Waschen isst oder verkocht, der kann es waschen, wie er mag. Bei nicht biologisch angebauten Produkten bieten sich entweder die Wasser-Essig-Mischung oder Spüli an, weil damit auch Pestizidrückstände gründlich beseitigt werden, die oftmals nicht wasserlöslich sind. Und wer doch noch ein bisschen Bedenkzeit braucht und seine Vitamine ganz ohne Bedenken um Bakterien erst noch ein bisschen lagern möchte, dem ist Spüli als Waschmethode zu empfehlen, weil sich hier auch nachträglich keine Bakterien mehr vermehren. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Birgit
Ute Unentschieden

Ist notorisch unentschlossen. Die Frage, ob man heute lieber den blauen oder grauen Pulli anziehen soll, kann einen aber auch aus der Bahn werfen. Deswegen geht Einkaufen auch gar nicht, da stehen zu viele Entscheidungen an. Außer wenn es um Bücher geht. Und Essen für den Sonntagsbrunch. Und Tee. Der hilft auch immer, wenn die Vergesslichkeit mal wieder zuschlägt: Wo ist eigentlich mein Schlüssel? Ach, das war heute?! Puh, erstmal durchatmen und zur Ruhe kommen mit dem Lieblingstee im passenden Kännchen. Versteht sich von selbst. Und Schokolade. Viel. Schokolade.

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