Naked Cakes: FKK für Kuchen!

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Yummie!

Wir lieben Naked Cakes!

Die neuesten Stars am internationalen Tortenhimmel kommen, wie der Name schon sagt, „nackt“ daher. Das heißt, dass sie, im Gegensatz zu ihren oftmals pappsüßen Artgenossen, ohne eine dicke Schicht Marzipan oder Ganache, einem Mantel aus Fondant oder vollgespachtelt und versteckt unter einer gefühlt meterhohen Schicht Sahne auskommen. Nackt eben. Dafür ist die Dekoration on top oftmals um einiges ausgefallener, gerne auch mal ein wenig opulenter, und aus dem Vollen schöpfend: Blumenbouquets, eimerweise Kirschen, ein Berg Macarons – erlaubt ist, was gefällt und glücklich macht. Omnomnomnomnom!

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Marmorkuchen war gestern. Diese Torte ist mit Sicherheit das Highlight auf jedem Kindergeburtstag! Foto: www.decopeques.com

Das wunderbare an Naked Cakes ist, dass sie gewollt unperfekt wirken. Dicke und dünne Kuchenschichten dürfen sich abwechseln und auch gerne mal ein wenig schief zur einen oder anderen Seite heraus ragen – so können sich auch Anfänger an die oftmals hochgetürmten Tortenträume wagen, ihrer Phantasie freien Lauf lassen, und ihre Gäste mit einer meisterlichen Angebertorte beeindrucken, die schon auf den ersten Blick das Wasser im Munde zusammen laufen lässt.

Geschichtet mit pastellfarbenen Cremes und garniert mit leuchtend bunten Beeren, zarten Blüten oder kleinen Wimpelketten, liegen die nackten Kuchen mit ihren zahlreichen Etagen zurzeit voll im Trend. Gerade als Hochzeitstorte sind die süßen Kunstwerke heiß begehrt.  Durch ihre einfache Zubereitung und die Zeitersparnis, die die fehlende „Ummantelung“ mit sich bringt, eignen sie sich auch hervorragend für den sonntäglichen Kaffeeklatsch oder als kunterbuntes Highlight beim Kindergeburtstag.

Und weil euch jetzt sicherlich schon das Wasser im Munde zusammen läuft, habe ich für euch ein simples, klassisches Grundrezept vorbereitet, mit dem ihr euren eigenen Naked Cake backen könnt.

Ja, und was die Dekoration betrifft, tobt euch mal richtig aus, ihr Lieben! Ich freue mich übrigens immer über Fotos eurer zuckersüßen Kreationen!

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Foto: www.toertchenzeit.de

Der Naked Cake für Anfänger

Zutaten für den Biskuitteig:
(für eine Springform von 24 cm Durchmesser oder zwei Formen von 16 cm Durchmesser)

  • 6 Eier
  • 200 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Vanilleschote

Eier, Zucker und das ausgekratzte Mark der Vanilleschote zehn Minuten lang schaumig rühren. Das Backpulver mit dem Mehl vermischen, sieben und nach und nach unterheben.

Die Springform(en) einfetten, den Boden mit Backpapier auslegen und den Teig hinein geben.

Im vorgeheizten Backofen bei 175°C ungefähr 50 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit mit einem Zahnstocher testen, ob der Kuchen bereits durch ist. Wenn kein Teig mehr am Zahnstocher kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.

Nun den Kuchen aus dem Ofen nehmen und fünf Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, wird er vorsichtig horizontal durchgeschnitten. Das geht am besten, wenn er bereits am Vortag gebacken wurde.

Wer die große Springform verwendet hat, schneidet seinen Boden zweimal durch; wer zwei kleinere Böden gebacken hat, schneidet diese jeweils einmal durch. Besonders einfach (und vor allem gleichmäßig) geht das mit folgendem Trick: den Tortenboden ringsum, horizontal und auf gleicher Höhe mit einem spitzen Messer ungefähr einen Zentimeter tief einschneiden. Nun einen Zwirnfaden ringsum in  den Einschnitt legen, die Enden des Fadens über Kreuz legen und fest ziehen – dabei durchtrennt der Faden den Tortenboden wie von selbst. Auch beim Abheben der einzelnen Tortenböden ist Vorsicht geboten, damit diese nicht durchbrechen – am besten also einen Tortenheber (oder ein festes Blatt Papier) zu Hilfe nehmen.

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Zutaten für die Füllung:

  • 400 ml Schlagsahne
  • 500 g Mascarpone
  • 60 g Puderzucke
  • 500 g Beeren

Die Creme lässt sich übrigens auch schon am Vortag zubereiten – wer so viel Zeit hat, macht also Biskuitboden und Creme bereits einen Tag vorher und kann dann in Ruhe füllen, garnieren und dekorieren.

Die Schlagsahne steif schlagen und dabei nach und nach den Puderzucker zugeben, schließlich die Mascarpone vorsichtig unterheben.

Und nun geht der Spaß los: Zuunterst kommt ein Tortenboden, und jetzt wird, mit dem Spritzbeutel, vorsichtig die erste Schicht Creme aufgetragen. Anschließend kommen einige Beeren, dann der nächste Tortenboden, wieder Mascarponecreme, und so weiter, bis wir mit einer dicken Schicht Creme und einem Berg von Beeren enden und alles zu guter Letzt großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Natürlich können sowohl Creme wie auch Tortenboden mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden, die Beeren durch Kirschen ersetzt oder ganz weggelassen, und die Mascarponefüllung durch eine Schokoladenbuttercreme oder Vanillepudding ersetzt werden… eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Zur Inspiration habe ich ein paar Fotos besonders köstlich-schöner Naked Cakes für euch zusammengestellt:

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Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

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