IFA 2016: die Top 5 Trends schon jetzt!

Die IFA 2016 steht in den Startlöchern. Anfang September öffnen die Tore zur weltgrößten Messe für Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik unter dem Berliner Funkturm. Schon vorab informierten Messe und Aussteller beim Innovations Media Briefing über Neuheiten und Trends der diesjährigen Funkausstellung in Berlin. Statt über Fernseher, HiFi-Geräten und Handy zu berichten, haben wir uns angeschaut, welche Themen für Küche und Wohnen im IFA-Trend sind. Eines ist klar, gerade im Bereich Gesundheit und Ernährung sieht die Industrie große Entwicklungen auf uns zukommen. Spannend zu schauen, was wirklich dahinter steckt.

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Klinisch genau: Philips Gesundheitsuhr Health Watch

Die erste IFA-Neuheit ist gar keine. Die Health Watch hat Philips bereits bei der Funkausstellung 2015 vorgestellt. Viel gehört hat man seither nicht vom etwas anderen Fitness-Wearable. In den Handel kam das Gerät noch nicht. Dass soll sich nun zur IFA 2016 ändern. Doch warum eine Philips-Gesundheitsuhr?

Das Thema „Gesundheit“ wird immer wichtiger und ist auch bei der IFA 2016 Trend. Statt der teuren Behandlung von Krankheiten soll es uns gar nicht erst schlecht gehen. Prophylaxe ist angesagt. Gesund bleiben durch ein gesünderes Leben heißt die Devise. Fitness-Tracker und Smartwatches mit entsprechenden Funktionen werden daher immer beliebter. Die Genauigkeit der Angaben, seien es Schrittzahlen, Kalorien oder die Pulsfrequenz, ist bei vielen Geräten fraglich. Hier setzt Philips an. Das Unternehmen ist bereits stark im professionellen Gesundheitsbereich vertreten und liefert Geräte für Arztpraxen und Krankenhäuser. Diese Kompetenz sollen nun auch Privatverbraucher verwendet können.

Die Gesundheitsuhr ist hier das interessanteste Philips-Gerät. Wer bereits ein Fitness-Wearable benutzt, dem werden die Aufzeichnung von Herzfrequenz, Schritten, Schlafrhythmus ebenso bekannt sein, wie die Ermittlung von Aktivkalorien, Aktivminuten und das Tracking beim Gehen, Laufen oder Radfahren. Die Software soll darüber hinaus auch in der Lage sein, Einschätzungen zur Sauerstoffaufnahme und der Atemfrequenz zu treffen. Der Clou dabei ist die klinische Zertifizierung und die Validierung der Daten nach medizinischen Kriterien. Die Philips-Gesundheitsuhr ist als Medizinprodukt zugelassen. Hier liegt auch der Schwerpunkt der Uhr. Die Zeit zeigt sich natürlich ebenfalls. Allerdings verzichtet Philips auf Smartwatch-Funktionen, wie Apps oder Benachrichtigungen. Das Design ist eher unauffällig. Doch wem die Genauigkeit der Körperdaten wichtig ist, für den führt kaum ein Weg an der Health Watch von Philips vorbei.

Zur Auswertung gibt es natürlich die passende Philips-App HealthSuite, welche Aufgrund der Messungen Ratschläge für ein gesünderes Leben gibt. Die vernetze Einbindung in das Philips-Ökosystem mit weiteren Geräten, wie Waage oder Blutdruckmessgerät, ist selbstverständlich möglich.

gesundheitsuhr
Philips Health Watch

Multimedia in der Küche: Samsung Family Hub

Wie weit der Trend zur Vernetzung gehen kann zeigte Samsung bei der IFA-Vorveranstaltung.

Ja, vom Smart Home und einem komplett vernetzten Haushalt träumen Hersteller und Werber schon seit Jahren, doch Geräte und Anwendungsfälle sickern mehr und mehr zu uns durch. Das auffälligste Beispiel beim Innovations Media Briefing ist der Samsung Family Hub. Hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich ein riesiger French Door-Kühlschrank mit Display und Smart-Funktionen.

Muss sowas in die Küche? Nein, aber es kann. Dafür hat Samsung dem Gerät ordentlich Funktionen eingebaut. Via WLAN wird der Fernseher nicht nur ins eigene Heimnetzwerk eingebunden, auf dem Display lässt sich im Internet surfen, um zum Beispiel Rezepte herauszusuchen und anzeigen zu lassen, und auch eine Verbindung mit dem Fernseher ist bei Samsungs Super-Kühlschrank möglich. Zudem können Nachrichten hinterlassen oder auch Bilder von der Familie in einer Galerie angezeigt werden. Verschiedene Apps helfen beim Organisieren der Familie. Der alte Kühlschrankmagnet hat ausgedient.

Nützlicher sind jedoch die Möglichkeiten, den Kühlschrankinhalt zu verwalten. Drei Kameras im Innern machen Fotos vom Kühlschrankinhalt. Die Lebensmittel lassen sich so einzeln markieren und mit Kommentaren versehen. So gehört saure Milch der Vergangenheit an. Und selbst wenn der entsprechende Datumseintrag fehlt, das Durchblättern durch alte Fotos zeigt den Kauftag. Sehr praktisch ist das beim Erstellen von Einkaufslisten, für die es natürlich ebenfalls die passende App gibt. Solange wir unsere Lebensmittel noch nicht online bestellen können, muss dann halt die Übertragung der Liste auf das Smartphone ausreichen. Also schon irgendwie praktisch, auch wenn wir mehr oder weniger ans Samsung-Universum gebunden sind.

Klassische Kühlschrankfunktionen bietet der Samsung Family Hub natürlich auch. Drei getrennte Kühlkreisläufe sorgen für die richtige Kühlung in jedem Bereich. Im unteren Teil lässt sich ein Bereich flexibel vom Gefrier- zum Kühlschrank umwandeln, je nachdem was gerade gebraucht wird. Durch die No-Frost-Funktion vereist zudem nichts.

In Asien sind entsprechende Geräte sehr beliebt. Für Europa bietet Samsung ein solches Gerät bislang nicht an, aber der Family Hub soll laut Samsung nun auch zu uns kommen. In den USA wird er bereits angeboten. Mit umgerechnet rund 5.300 Euro wird ein stolzer Preis verlangt. Allerdings ist das Gerät eben nicht nur eine Kühlgefrierkombi, sondern zusätzlich eine Multimedia-Schnittstelle in der Küche. Das Zusammenwachsen von Wohn- und Kochbereich ist ohnehin ein immer weiter zunehmender Trend. Der Family Hub trägt dieser Entwicklung Rechnung, auch wenn das Gerät eher für technikbegeisterte Nutzer interessant ist. Für den Spieltrieb in kleineren Haushalten wird auch eine schmale Version verfügbar sein.

Wer glaubt, dass das alles war, der kann sich auf der IFA neue, intelligente Waschmaschinen, Trockner und auch Kaffeemaschinen anschauen. Die Vernetzung geht weiter. Stück für Stück.

das Kühlschrank Display
Samsung Family Hub

Gesünder Kochen: Philips Avance Entsafter

Neben solch technischen Exzessen wird es auf der IFA auch deutlich kleinere Küchenneuheiten geben. Ein kleines Gerät mit großer Wirkung sind Entsafter. Ein selbst gepresster Saft ist nicht nur gesund sondern auch lecker. Mit verschiedenen Arten von Obst und Gemüse lassen sich Säfte mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Kombinationen kreieren. Das ist sowohl kreativer als auch günstiger. Kein Wunder, dass die Hersteller von Entsaftern zur größten Messe für Haushaltsgeräte auch neue Modelle vorstellen, die dem Trend folgen.

Mit dem Avance Entsafter liefert Philips in der aktuellen Version bereits den Entsafter-Bestseller #1 bei Amazon. Das somit ohnehin schon gute und beliebte Gerät hat der Hersteller nun noch weiter verbessert:

Größer und leistungsstärker kommt der neue Avance Entsafter daher. Statt 2,5 Liter presst das Gerät nun 3 Liter Saft aus Obst, Gemüse und auch Kräutern. Mehr Leistung gibt es dafür auch, wobei man nun nicht mehr zwischen den beiden Stärkestufen der alten Geräte wählen braucht. Das erledigt der Entsafter vollständig allein und passt sich automatisch an das eingefüllte Obst und Gemüse an. Harte Möhren oder weiche Orangen werden ruckzuck versaftet. Neben einem größeren Fassungsvermögen und mehr Leistung hat Phillips die Reinigung des Entsafters weiter vereinfacht. Das polierte Edelstahlsieb gab es schon in der Vorgängerserie. Im neuen Entsafter ist die Oberfläche laut Philips noch glatter und lässt sich daher einfacher reinigen. Für das schnelle Säubern zwischendurch reicht das Durchspülen ohne aufwendiges Zerlegen. Sehr praktisch.

Doch die wichtigste Neuerung: Der neue Avance Entsafter macht auch bessere Säfte. Statt nur den klaren Fruchtsaft zu sammeln, bekommt man nach Wunsch auch naturtrübe Getränke. Gesunde Vitamine, Nähr- und Ballaststoffe landen so im Glas. Einen intensiveren Geschmack gibt es dazu. Gegen nerviges Tropfen hilft das Hochklappen des Hahns.

Die neuen Geräte kommen ab September in den Handel. Erhältlich sein werden Modelle in schwarz, weiß und Edelstahl sowie mit  Motoren von 1.000 W bis 1.200 W Leistung. Der Preis wird zwischen 199,99€ und 219,99€ liegen. Der bisherige Entsafter mit 2-Geschwindigkeitsstufen und jetzt vergrößerter Saftkapazität ist dann ab 179,99€ erhältlich. Die Saft-App und ein Rezeptbuch gibt es dazu.

Vielleicht wollt ihr auch einen Apfel-Zitronen-Petersilie-Saft probieren, wie wir bei der Präsentation:

Entsafter und Säfte
Philips Avance Entsafter

Klein wie ein Besen, Leistung wie ein Bodensauger: Rowenta Air Force 360

Frisch gestärkt können wir uns dann um die Hausarbeit kümmern. Staubsaugen ist lästig, aber nötig. Gerade Allergiker und Haustierbesitzer können davon ein Lied singen. Auch bei den Staubsaugern tut sich einiges. Hier hat nicht zuletzt die EU gezeigt, dass sich auch mit weniger Stromverbrauch sehr gute Reinigungsergebnisse erzielen lassen. Saubere Böden gehen auch mit mit unter 1000 Watt Leistung; zumindest wenn man seine Hausaufgaben macht. Rowenta ist hier mit leistungsfähigen 4A-Staubsaugern, die sowohl bei der Energieeffizienz als auch bei der Sauberkeit alle EU-Vorgaben erfüllen, vorne dabei.

Dass es für gute Reinigungsleistung keinen großen Bodenstaubsauger braucht, zeigt der neue Rowenta Air Force 360. Das Gerät ist Boden- und Tischstaubsauger in einem. Zwar kann es das gerade mal 1,9 Kilogramm schwere Gerät leistungsmäßig nicht mit den großen, aber auch schwereren Modellen aufnehmen, verstecken braucht sich der Air Force aber auch nicht. Denn wenn es um Flexibilität geht, zeigt der Sauger seine Stärken. Durch das geringe Gewicht kann in der hintersten Ecke, an der Decke oder an Vorhängen gesaugt werden. Die Turbobürste sorgt für einen saubereren Boden und die integrierten LED-Lampen leuchten unter der Couch oder in der dunkelsten Ecke. Bei Bedarf gibt es Zusatzleistung auf Knopfdruck. Für den Antrieb sorgt ein Lithium-Ionen-Akku. Damit sind 20 Minuten pausenlose Reinigung möglich.

Geht der IFA-Trend jetzt zum Zweitsauger? Sicher nicht für jeden. Doch ein kleines, leistungsstarkes und flexibles Gerät, dass eben auch handlich und leicht ist, macht den kurzen Hausputz deutlich einfacher. Polster, Tische und Schränke sind so auch schnell wieder staubfrei. Auch die Autoreinigung wird leichter. Für die gründliche Reinigung braucht es dann halt doch noch den großen Bodenstaubsauger.

Ein weiterer Vorteil ist das bequeme und sehr staubfreie Entleeren des Behälters, was bei vielen beutellosen Geräten häufig unschön ist. Hier genügt ein einfacher Knopfdruck und die Behälterklappe öffnet nach unten. Der Air Force 360 lässt sich zudem gut zerlegen und viele Teile können in der Spülmaschine gereinigt werden. So stellt man sich heutzutage einen modernen Staubsauger vor.

Ab September wird der kleine Rowenta-Sauger erhältlich sein. Der Preis lieg bei 299,99€. Für Haustierhalter gibt es den Air Force 360 in der Tierhaar-Ausführung mit einer zusätzlichen Bürste für 349,99€.

Rowenta Air Force 360
Rowenta Air Force 360

Schonend kochen mit heißer Luft: Airfryer Avance TurboStar

Gesunden Ernährung ist nicht nur bei Entsaftern ein Thema, auch beim Garen, Grillen, Braten und Frittieren sind heute  schon leicht auf schonenden Art möglich. Das beste Beispiel sind Heißluft-Fritteusen. Neben den Geräten von Tefal ist der Airfryer von Philips in diesem Bereich sehr beliebt. Philips zeigte im Vorfeld der IFA den neuen Airfryer Avance TurboStar. Verbesserte Funktion bei kleineren Abmessungen zeichnen die neuen Modelle aus. Bei gleicher Korbgröße ist das neue Gehäuse nun deutlich geschrumpft und passt so auch in kleinere Küchen. Das Handling des Korbs wurde dabei verbessert, und auch die Reinigung fällt durch Zerlegen nun leichter. Manchmal sind es ja die Kleinigkeiten, die das Leben einfacher machen. Gerade wenn es um das Säubern geht.

Völlig fettfrei funktioniert auch eine Heizluft-Fritteuse nicht. Wer ein solches Gerät kennt, wird sich über Fettspritzer an der Heizspirale geärgert haben. Da fällt die Reinigung schwer. Das ist nervig und führt obendrein zu unangenehmen Gerüchen. Bei der neuen Airfryer Avance TurboStar ist das nun vorbei, denn eine abnehmbare Abdeckung schützt den Bereich und lässt sich dazu einfach reinigen.

Die eigentliche Funktion – der Heißluftstrom – wird dadurch nicht beeinträchtigt. Auch hier hat Philips den neuen Airfryer verbessert. Durch ein verändertes Innenraumdesign wird die Luft nun gleichmäßiger und gründlicher verteilt. Die Lebensmittel werden so rundum gleichmäßig zubereitet, und das ist ein Vorteil, denn man schmeckt. Damit das Essen auch wirklich gelingt, gibt es zu jedem neuen Airfryer ein mitgeliefertes Rezeptbuch sowie eine App mit über 200 Rezepten, Tipps und Videos. So wird Kochen nicht schwerer als das Aufbacken einer Pizza. Besser schmeckt es auch.

Der Preis für den neuen, verbesserten Philips Airfryer Avance TurboStar liegt je nach Ausstattung zwischen 279,99€ und 299,99€. Ab September sind die Geräte erhältlich.

Airfryer Avance TurboStar
Airfryer Avance TurboStar
Ulli
Arbeitet auch in der vollen Bahn

Wagemutiger Seefahrer auf dem Trockenen, der weiß, wie Essen mitten auf dem Atlantik schmeckt und wie man auch bei hoher See kocht. Schreibt viel über Technik und über die digitale Entwicklung, lebt aber sonst gerne offline und unplugged. Hat Spaß an gutem Essen, Südfrankreich, handgemachter Musik, Werkzeug und teurer Wandfarbe.

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