Die Sommer Challenge – Grasflecken entfernen

Was haben die deutsche Fußballnationalmannschaft, die Jungs von Real Madrid, die Spielerinnen des VfL Wolfsburg und die erste Mannschaft des SV Hundsangen (die spielen in der Bezirksklasse Ost, nebenbei bemerkt, für die, die es nicht wissen sollten) gemeinsam?

Sie alle spielen in weißen Trikots. Zum Teil auch in weißen Hosen. Auf grasgrünem Rasen.

Fiese Flecken, und wie du sie wieder los wirst. Diesmal: Grasflecken entfernen

Gras

 

Da wundert man sich natürlich sofort, warum die das machen. Wie unlogisch und dezent dämlich ist das denn. Hätten die mal besser vorher Mutti gefragt. Weiße Klamotten, wenn man draußen spielt und sich auf der Wiese wälzt, das geht ja mal gar nicht. (Im ersten Anlauf habe ich mich übrigens verschrieben. Da stand hier noch „und sich auf dem Wiese wälzt“. Das ist ein so dermaßen gelungener und thematisch passender Tippfehler, dass ich ihn fast hätte stehen lassen. Auf dem Wiese wälzen! Ich hab da ja direkt ganz verstörende Bilder dazu im Kopf. Was macht der eigentlich gerade, der Tim Wiese? Wälzt der sich immer noch zusammen mit anderen halbnackten Boys in den Wrestling-Ringen der Nation herum? Weiß das zufällig einer von euch?)

Zurück zu den bösen Grasflecken. Gehen ja schon aus Jeans kaum noch raus, allerhöchstens mit Gallseife und viel Geschrubbe. Aber aus weißem Polyester? Kannste vergessen. Oder?

Während sich Profifußballer über solch rudimentäre Sorgen der Normalsterblichen sicher nicht den Kopf zerbrechen müssen – werden getragene, ungewaschene Trikots der Herren Ronaldo und Benzema mit authentischen Grasschleifspuren aus dem Estadio Santiago Bernabéu doch sozusagen als die Reliquien des 21. Jahrhunderts gehandelt – hat sich sicherlich schon mancher Elternteil eines ambitionierten F-Jugend-Spielers gefragt, wie der Berg schmutziger Trikots, die der Sprössling zum Waschen mit nach Hause gebracht hat, seine sattgrünen Grasflecken wieder los wird.

Gallseife

Das mit der Gallseife ist schon mal ganz richtig, Generationen von Hausfrauen können schließlich nicht irren. Allerdings gilt es hier ein gewisses Protokoll einzuhalten, denn mit Gallseife allein erzielt man leider nicht immer den gewünschten Erfolg. Wir fangen mit der Gallseife an. Den Fleck kräftig damit einseifen und ein wenig einwirken lassen. Jetzt Fleckenspray aufsprühen und ebenfalls kurz einziehen lassen. Nun kommt das Ganze in die Waschmaschine, falls möglich bei 60°C, und zusätzlich zum Waschpulver gibst du noch Fleckensalz zur Wäsche. Diese Spezialbehandlung wird nicht einmal der hartnäckigste Grasfleck überstehen!

Klar wie Klarspüler

Wem das zu aufwendig ist, der kann auch Klarspüler (ja, genau, der für die Geschirrspülmaschine) zweckentfremden. Einfach den Grasfleck ein paar Minuten in Klarspüler einweichen und ab in die Waschmaschine – der Fleck ist weg!

Zitrone

Und für alle, die weder Klarspüler, noch Gallseife oder Fleckensalz im Haus haben – probiert es mal mit der Zitrone! Solange der Fleck noch einigermaßen frisch ist und du nicht erst nach einer Woche, wenn du die Sporttasche gerade fürs nächste Training packen willst, dein muffig müffelndes, in der Tasche vergessenes Shirt mit grasgrüner, eingetrockneter Bremsspur an der Flanke, entdeckst, solltest du eigentlich auf Chemie verzichten können. Ein frischer Grasfleck wird sich mit Hilfe des säurehaltigen  Zitronensaftes mühelos entfernen lassen. Zitronenzauber!

Wie auch beim Entfernen aller anderen Flecken, beispielsweise Blut oder Tinte, gilt allerdings auch hier: Bei empfindlichen oder bunten Stoffen besser zuerst an einer unauffälligen Stelle testen!

Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

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