Chicorée Roquefort Tartelettes

Mit Chicorée ist das ja so eine Sache. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Letztere dürfen an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich vielleicht nochmal das Rezept für Krapfen von voriger Woche anschauen. Und alle anderen: Nom, nom, nom, es kann losgehen!

Chicoree

Wer hat’s erfunden?

Zwischen Chicorée-Liebe und Schaudern vor dem eigentümlichen Geschmack gibt‘s meistens nicht viel, wobei vor allem Kinder das leicht bittere Blattgemüse gerne mal verschmähen. In Belgien hingegen ist Chicorée besonders beliebt: durchschnittlich 9 Kilogramm im Jahr verzehren die Belgier pro Kopf. Kein Wunder, haben sie den Chicorée doch sozusagen „erfunden“. Ursprünglich nutzten die Menschen nämlich lediglich die Wurzel der Zichorie, eine dickliche Rübe, in den entbehrungsreichen Zeiten der Revolution, als eine Art Ersatzkaffee. Aufgrund einer unerwartet üppigen Ernte haben belgische Bauern im 19. Jahrhundert Zichorienwurzeln in dunklen Gewächshäusern eingelagert. Diese begannen zu keimen und eher zufällig war so der Chicorée, also die helle Knospe der Wurzel, so wie wir ihn heute kennen, geboren.

Superfood vom heimischen Bauern

Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Chicorée ein köstlicher Vitaminlieferant: Vitamin B1 und B2, Vitamin C, Carotin, Phosphor, Kalium und Calcium bringt das Gemüse in seinen zartgrünen Blättern mit. Chicorée regt die Verdauung an, wirkt positiv auf Bauchspeicheldrüse und Gallenblase und ist reich an Ballaststoffen. Ein wahres Superfood also, und dazu noch eines, das nicht erst aus Übersee importiert werden muss, sondern regional und saisonal zu bekommen ist. Damit sich der bittere Geschmack des Chicorée nicht noch verstärkt, sollte er übrigens am besten kühl und dunkel gelagert werden.

Käse macht alles besser. Auch Chicorée.

Bei Gemüsesorten wie Romana, Radichio und eben auch Chicorée denken wir meistens unwillkürlich an frische Salate und sind nicht immer so kreativ in der Zubereitung, wie es das knackige Gemüse verdient hätte. Dabei schmeckt Chicorée gerade angebraten, gedämpft oder gegrillt besonders lecker und sollte wirklich nicht auf ein Dasein als einfache Salatkomponente reduziert werden. Deswegen kombinieren wir ihn heute einmal zusammen mit einer weiteren Zutat, die oftmals ebenso heiß geliebt oder tief verachtet wird, wie der Chicorée – grünblau marmorierter, würziger Roquefort – zu kleinen, köstlichen Chicorée-Roquefort-Tartelettes!


Chicorée Roquefort Tartelettes

chicorée-tarte

Zutaten

für 6 kleine Tartelette-Förmchen

1 Rolle
Blätterteig aus dem Kühlregal
1
Chicorée
100 g
Roquefort
1 EL
Crème Fraîche
1
Ei
Einige Blätter
Petersilie
Pfeffer

Zubereitung

Den Blätterteig aus der Packung nehmen, ausrollen, mit den Tartelette-Förmchen kleine Kreise ausstechen und die eingefetteten Förmchen damit auslegen. Die ganz ambitionierten Bäcker unter uns können den Blätterteig natürlich auch gerne selber machen, aber mal Hand aufs Herz, wer macht schon Blätterteig selber…

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Chicorée waschen, den Strunk entfernen und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf leicht gesalzenes Wasser aufkochen und den Chicorée für ein bis zwei Minuten darin blanchieren. In ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und bei Seite stellen.

Die Petersilie hacken und den Roquefort in kleine Stücke schneiden.

Chicorée, Roquefort, Petersilie, Crème Fraîche, das Ei und ein wenig Pfeffer in einer Schüssel vermengen und in die vorbereiteten Tartelette- Förmchen geben. Und nun ab damit in den vorgeheizten Backofen, auf mittlerer Schiene, für ungefähr 25 Minuten, bis die Tartes leicht gebräunt sind. Dazu passt besonders gut ein einfacher Blattsalat mit ein paar Tomaten und Radieschen und einem leckeren Dressing, beispielsweise einer Orangevinaigrette oder einem leichten Honig-Senf-Dressing.

Noch ein kleiner Tipp: Am besten verwendet man Tartelette-Förmchen mit einem losen, herausnehmbaren Boden – die gibt’s zum Beispiel bei Amazon – so lassen sich die kleinen Kuchen nach dem Backen besser aus der Form lösen.

Übrigens, schon gewusst?

 

Christina
Jungs- und Hundemama

Von Böblingen nach Berlin – und ab sofort unsere Fachfrau für Beauty, Gesundheit, Körper und Seele. Pfefferminzverrückt. Yogatante. Mit chronischem Putzfimmel. Wohnt entgegen aller Klischees nicht im Prenzlauer Berg. Steckt das Geld für die überteuerte Miete lieber in einen Babysitter und macht regelmäßig die Berliner Clubs unsicher. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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