Basecaps waschen – Kampf dem Mief!

Während vor rund hundert Jahren noch jeder Mann, der etwas auf sich hielt, mit schniekem Zylinder auf dem Kopf durch die Welt flanierte, kam die klassische Kopfbedeckung irgendwann aus der Mode. Was früher also des Mannes Hut, ist heute das Basecap.

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Basecaps sind die Hüte des 21. Jahrhunderts!

Das Basecap hat zwar auch schon einige Jahre auf dem Buckel – „erfunden“ wurde es am 24. April 1849 von den New York Knicks, die damals erstmals nicht mit den bis dato üblichen Strohhüten, sondern mit steifen Käppis, „hemispherical hats“ genannt, das Spielfeld betraten. Das Baseballkäppi hat seine Ursprünge also wirklich im Baseball-Sport. Bis es den Siegeszug, weg vom Spielfeld und hinein in die urbanen Viertel und rauf auf die Köpfe der nicht-ballsportelnden Menschen antrat, dauerte es allerdings bis in die 1960er Jahre.

Seit dem ist es aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Ob als politisches, modisches oder sportliches Statement oder als Teil von Arbeitsuniformen – das Basecap hat längst unsere Herzen und Köpfe erobert. Ob kultiges Kleidungsstück, praktischer Sonnenschutz, begehrtes Sammlerobjekt oder auch als Schildkrötenpanzer für Babykätzchen – Basecaps gehen einfach immer!

Basecaps waschen – und zwar richtig!

Doch wie das so ist, mit Dingen, die man oft und gerne trägt – irgendwann werden sie schmutzig, bekommen Flecken oder fangen an zu müffeln. Also ab in die Wäsche damit! Aber kann man Basecaps waschen? Und wenn ja, wie?

Wir haben vier Möglichkeiten für euch getestet und die ultimative, schonendste Reinigungsmethode für die heiß geliebten Basecaps gefunden!

1. Waschmaschine

Es könnte so einfach sein – doch die meisten Basecaps sind nicht für die Waschmaschine geeignet. Selbst wenn auf dem eingenähten Etikett ein Waschsymbol die Maschinenwäsche „erlaubt“, können wir nur davon abraten. Viele Käppis haben Pappe im Schirm, und Papier in der Waschmaschine geht nie gut – im worst case ist das Schild also deformiert und voller Pappmaché und das Basecap reif für die Mülltonne. Auch der Schleudergang bekommt den Basecaps nicht gut und bringt sie völlig aus der Form – wer sich also trotz allem für das Experiment mit der Waschmaschine entscheidet, darf sie auf keinen Fall schleudern und sollte die nasse Mütze nach dem Waschen in Form ziehen und am besten auf dem Kopf trocknen lassen.

2. Handwäsche

Schonender als die Achterbahnfahrt in der Waschmaschine. Dafür eine Schüssel oder das Waschbecken mit lauwarmem Wasser und einem Schuss Feinwaschmittel (ohne Bleiche) füllen und das Basecap für 10 bis 15 Minuten einweichen. Anschließend mit eine Zahnbürste die stark verschmutzen Stellen, vor allem das „Schweißband“ auf der Innenseite, schrubben. Unter kaltem, klaren Wasser ausspülen und zum Trocknen entweder aufsetzen oder über ein Sieb in der passenden Größe stülpen. Fazit: Kann man machen, besonders bei empfindlichen Teilen, Wollapplikationen oder absoluten Lieblingsteilen. Ist aber aufwendig und erfordert Handarbeit.

3. Spülmaschine

Spülmaschine? Ja, Spülmaschine! Die einfachste und beste Methode, ein Basecap wieder richtig sauber zu bekommen! Das Käppi über ein Sieb in der passenden Größe stülpen und in den oberen Korb der Spülmaschine legen. Theoretisch kann sogar Geschirr mitfahren, praktisch würde ich das glaube ich nicht machen – zumindest nichts mit Fett, Tomatensoße oder ähnlichem, fleckenverursachendem Zeug. Und dann Spülitab oder Pulver einfüllen und wie gewohnt starten – allerdings bei niedrigster Temperatur damit das Basecap nicht einläuft.
Zum Trocknen entweder auf dem Sieb lassen, oder, noch besser, auf dem Kopf trocknen lassen. Macht sauber, ist sehr schonend für das Basecap und macht wenig Arbeit!

4. Cap Buddy

Cap Buddy? Wer? Also der Bro von meinem Käppi, oder wie? Right. Und zwar der allerallerbeste Kumpel, nicht nur so ne Saufbekanntschaft oder so. Und dazu noch einer, den du für nen schmalen Taler bei Amazon erwerben kannst!

Der Cap Buddy ist eine Art „Käfig“ in Form eines Basecaps. Dort wird das gute Stück eingespannt und kann dann, perfekt in Form gehalten, gewaschen werden.

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Das heilige Basecap, eingesperrt in einen Käfig , aka der Cap Buddy.

Laut Anleitung auch in der Waschmaschine – davon raten wir aber ab. Denn der Cap Buddy kommt aus den USA, und dort hat man, anders als in Europa, vor allem Top Loader Maschinen, deren Trommel nach oben, und nicht wie bei uns, nach vorne offen ist. Dementsprechend wird auch anders gewaschen und geschleudert – Cap Buddy verträglich, sozusagen. In unseren „deutschen“ Maschinen könnte es dir passieren, dass sich der Cap Buddy an einer Gummidichtung verhakt und im schlimmsten Fall die Waschmaschine schädigt.

Also lieber ab in die Spülmaschine damit! Das ist ja sowieso die beste Möglichkeit, das Basecap zu waschen, und mit dem Cap Buddy noch einfacher. Seine Form ist optimal an die der Basecaps angepasst, so kann sich garantiert nichts verformen – auch nicht beim Trocknen, dem heikelsten Part. Den das Cap bleibt nach der Fahrt im Geschirrspüler einfach im Cap Buddy eingespannt, bis es vollständig getrocknet ist. Das dauert zwar mindestens einen Tag, aber dann ist das Basecap wieder blitzeblank, sauber und frisch!

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Los geht’s!
Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

Eine Antwort zu "Basecaps waschen – Kampf dem Mief!"

  1. Das Katzen-GIF -> I love it <3

    Und zudem richtig cooler Artikel mit interessanten Fakten, die ich so noch nicht kannte. Hat sich also allemal gelohnt für mich 🙂 Der Cap Buddy (nicht nur eine Saufbekanntschaft *lol*) ist ne super Idee.

    Toller Artikel Sybille!

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