In 11 Schritten zum aufgeräumten Kleiderschrank

Kennst du das? Morgens sowieso schon spät dran und auf der Suche nach dem braunen Gürtel – doch der ist wie vom Erdboden verschluckt. Der Frühling kommt, aber du hast keine Ahnung mehr, in welches Eckchen des Schranks du letztes Jahr den Bikini geworfen hast? Du suchst genau dieses eine schwarze Shirt, kannst es aber zwischen den anderen zweiunddreißig schwarzen Oberteilen nicht finden? Dann wird es Zeit, ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen. Wir erklären dir in 11 Schritten, wie du ganz leicht deinen Kleiderschrank aufräumen kannst.

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Kleiderschrank-Goals: Farblich sortiert und ordentlich aufgebügelt. Und gar nicht so schwer umzusetzen, wie manch Kleiderchaot denken mag!

#1 Zeit

Nimm dir Zeit. Viel Zeit. Einen verregneten Sonntag Nachmittag zum Beispiel. Denn wie schon Oma immer sagte: Gut Ding will Weile haben. Weiteres Zubehör: Ein Glas Wein und eine Tafel Schokolade, denn vermutlich wird’s emotional, und Wein und Schokolade helfen ja bekanntlich immer zuverlässig und bei jeglicher Art von Trennungsschmerz, auch wenn es sich nicht um Heiko oder Juan, sondern um das verwaschene Abishirt oder das Häkelkleidchen aus dem Ibiza-Urlaub 2005 handelt. Oh, bittersüßes, nostalgisches Schrankausmisten, du!

#2 Achtung, jetzt kommt ein Karton

Besorg dir schon mal ein paar große Kartons oder einige von den riesigen blauen Ikeataschen, bevor du los legst, denn es wird sortiert: Behalten, wegwerfen, aufarbeiten, verschenken, einlagern, verkaufen…

#3 Alles muss raus!

Raus damit! Alles raus! ALLES! Alle Kleider auf einen Haufen, großer Schluck Wein, und los geht’s. Nimm jedes Teil in die Hand und mach dir bewusst, was du fühlst. Macht es dich glücklich, behalte es. Sprudeln die Endorphine nicht, dann weg damit – und zwar, je nach Zustand und materiellem Wert, in eine der vielen vorbereiteten Boxen.

#4 Keine Regel ohne Ausnahme

Selbst wenn deine Snowboardhose dich nicht glücklich macht, du aber regelmäßig den Winter auf dem Brett stehst, wird sie natürlich behalten. Nicht-Lieblingsklamotten, die funktional sind und wirklich gebraucht werden (WIRKLICH gebraucht! Wenn du seit den Skiferien in der 10. Klasse nicht mehr auf dem Brett standest, brauchst du keine Schneeklamotten, praktisch hin oder her – weg damit!) dürfen bleiben.

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Aller Anfang ist schwer…

#5 Winterschlaf

Allerdings nicht unbedingt im Kleiderschrank. Dicke Winterparkas, Faschingskostüme und deine drölftausend WollschalsHandschuheMützen verbringen bald den Sommer lieber eingemottet in Kleiderkisten unter deinem Bett (oder auf dem Kleiderschrank, im Keller, auf dem Speicher…), als im Kleiderschrank den zarten Kimonos und Culottes den Platz zu rauben. Und wenn er denn dann doch wiederkommt, der Winter, drehen wir den Spieß einfach um: Kleidchen und Röcke, Tunikas und Espandrilles tauschen mit den Wintersachen in den Aufbewahrungsboxen den Platz.

#6 Lieblinge

Dinge, die du sowieso nicht trägst, die aber einen hohen emotionalen Wert haben (Stichwort: Hochzeitskleid) und deswegen bleiben dürfen, wandern ebenfalls aus dem Schrank und in die licht- und staubdicht verschlossenen Kleiderkisten.

#7 Und wieder rein damit

Den ganzen Haufen durchgearbeitet? Fabelhaft, dann nochmal einen großen Schluck Wein und wieder einräumen (übrigens bietet es sich an, den Schrank auch mal auszusaugen und feucht auszuwischen, jetzt, wo er schon mal leer ist).

#8 Regenbogen

Kleider, Blusen, Röcke und Blazer, also alles, was an Bügel kommt, farblich sortiert aufhängen. Das sieht schon auf den ersten Blick so schön und ordentlich aus, dass das Ordnung halten auf Dauer um einiges leichter fällt, und sich sofort erste Erfolgserlebnisse einstellen. (Stichwort: Motivation)

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Ordnung ist das halbe Leben!

#9 Kleinvieh macht auch Mist

Kleine Teile wie Socken und Unterwäsche, Gürtel und Tücher kommen in eigene (offene) Boxen im Kleiderschrank – damit nicht alles wirr durcheinander fliegt und die Suche nach dem passenden Teil ratzfatz geht.

#10 Das tapfere Schneiderlein

Kaputte Sachen, die es wert sind gerettet zu werden, kommen direkt zum Schneider, und werden nicht wieder eingeräumt. („Ich mach das dann nächste Woche…“)

#11 Resteverwertung

Und für alles andere gilt: Was noch tragbar ist und gutes Geld bringt, wird verkauft – zum Beispiel bei Kleiderkreisel, Mamikreisel, Ebay, Shpock oder Vestiaire Collective. Was noch gut in Schuss ist, aber nicht verkauft wird, wird gespendet. Und alle ausrangierten, kaputten, löchrigen Teile kannst du in den Müll schmeißen oder upcyceln: In kleine Stücke geschnitten eignen sich alte Kleider super als Putzlumpen oder zum Schuhe putzen, alte T-Shirts kannst du als Handtücher nach dem Haare waschen verwenden – das weiche Baumwolljersey ist nämlich viel besser für die Haare als herkömmliche Handtücher.

Christina
Jungs- und Hundemama

Von Böblingen nach Berlin – und ab sofort unsere Fachfrau für Beauty, Gesundheit, Körper und Seele. Pfefferminzverrückt. Yogatante. Mit chronischem Putzfimmel. Wohnt entgegen aller Klischees nicht im Prenzlauer Berg. Steckt das Geld für die überteuerte Miete lieber in einen Babysitter und macht regelmäßig die Berliner Clubs unsicher. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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