10 Anwendungen für Natron

Wundermittel Natron - ein Pulver, viele Anwendungsgebiete

Das weiße Wunderpulver, umgangssprachlich auch als Natron bekannt, heißt eigentlich Natriumhydrogencarbonat (NaHCO³) und zählt zu den Hydrogencarbonaten. Da wir aber hier nicht im Chemieunterricht sind, werde ich euch nichts über die genaue chemische Zusammensetzung, den Ursprung und so weiter erläutern, sondern euch gleich erzählen, was dieses Wundermittel so alles kann. Und das ist Einiges!

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Bild: shutterstock/ Alexeysun

Schon unsere Omas wussten, dass man mit Natron und Essig super putzen kann. Und da wir ja alle besser mit unserer Umwelt umgehen und nicht soviel Chemie verwenden wollen, führt uns das langsam aber sicher wieder zurück zu den guten alten Hausmittelchen. Zitronensäure, Essig, Backpulver und eben Natron spielen dabei eine tragende Rolle. Meine liebe Kollegin Magdalena hat bereits einen Artikel über die zehn besten Anwendungen für Backpulver für euch bereit gestellt. Und ich zeige euch heute die zehn besten Anwendungen für Natron.

1. Natron als Geruchskiller

Da Natron sehr gut Gerüche neutralisieren kann, eignet es sich hervorragend als Bestandteil eines selbst hergestellten Deodorants. Aber auch Küchen- oder Kühlschrank-Gerüche lassen sich mit etwas Natron beseitigen. Stellt man zum Beispiel eine Untertasse mit Natron in den Kühlschrank, absorbiert er die Gerüche für drei bis vier Wochen. Man kann es auch einfach auf das jeweilige Objekt – zum Beispiel ein Haustier-Körbchen – als Pulver darauf streuen.

2. Natron als Putzmittel

Einen Natron-Allzweckreiniger kann man ganz einfach herstellen: jeweils einen Teelöffel Natron und Kernseife in warmem Wasser auflösen und in eine Sprühflasche füllen. Wer mag, kann noch etwas Zitrone für den Geruch mit hinein geben. Damit kann man einfach und umweltschonend alle möglichen Oberflächen reinigen. Für hartnäckige Verschmutzungen kann man aus Natron auch eine Scheuermilch herstellen. Einfach Natronpulver mit Wasser vermengen, auf einen Lappen geben und losscheuern. Auch zum Reinigen von außergewöhnlichen Dingen, wie Silberbesteck oder Backöfen, eignet sich eine Paste aus Natron hervorragend.

3. Natron als Medikament

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Bild: berliner-zeitung.de

Wer sich nach reichlichen Mahlzeiten unwohl fühlt und unter einem unangenehmen Völlegefühl leidet, kann einen Teelöffel Natron auf ein Glas Wasser trinken.

4. Natron für die Zahnpflege

Man kann das Pulver direkt auf die Zahnbürste geben und damit seine Zähne putzen. Meine liebe Kollegin Christina hat zum Beispiel ein tolles Rezept für eine Natron basierte Zahnpasta zur  Verfügung gestellt. Es reinigt aber nicht nur die Zähne, sondern pflegt auch das Zahnfleisch. Zahnprothesen kann man einfach in ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Natron legen und das Pulver über Nacht wirken lassen.

5. Natron gegen Insektenstiche

Wenn uns die fiesen Biester wieder juckende Stiche auf der Haut hinterlassen haben, könnte man glatt durchdrehen. Gegen den Juckreiz hilft es, wenn man die Stelle mit einem Brei aus Natron und Wasser bestreicht. Einwirken lassen und später kalt abspülen. Das Gleiche gilt auch bei Brennnessel-Verbrennungen.

6. Natron fürs Gemüse

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Bild: shutterstock/ Jiang Hongyan

Bei Gemüsesorten, die auch nach dem Kochen noch ihre schöne (meist grüne) Farbe behalten sollen, hilft es, wenn man eine Messerspitze bis einen Teelöffel Natron mit ins Kochwasser gibt. Gleichzeitig werden manche Gemüsesorten, wie Bohnen und Hülsenfrüchte, sogar schneller gar. Gleich zweimal vom Wundermittel profitiert!

7. Baking Soda

In England und in Nordamerika ist das Natron als „Baking Soda“ bekannt und wird dort anstelle von Backpulver verwendet. Dabei sind Natron und Backpulver nicht unbedingt das Gleiche. Backpulver besteht zum Großteil zwar aus Natron, besitzt aber noch andere Bestandteile, wie zum Beispiel Zitronensäure, die dafür sorgt, dass der Teig beim Backen aufgehen kann. Natron hingegen braucht einen zusätzlichen, sauren Begleiter, wie zum Beispiel Zitronensäure oder Milch. Deshalb kann man in Rezepten Natron zwar mit Backpulver austauschen, aber Backpulver nicht durch Natron (außer es befinden sich saure Bestandteile im Teig).

8. Natron als Wasserenthärter

Natron enthärtet das Wasser, was sich insofern bemerkbar macht, dass es den Geschmack verbessert und zum Beispiel das Aroma von Kaffee und Tee nicht nur verbessert, sondern sie auch bekömmlicher macht. Einfach eine Messerspitze Natron ins Wasser oder in den Kaffee- oder Teefilter geben. Auch als Badezusatz enthärtet Natron das Wasser, was der Haut einfach besser bekommt. Auch für Wasch- und Spülmaschinen bietet sich das Enthärten durch Natron an, da so weniger Kalk ablagern kann.

9. Natron als Shampoo

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Bild: focus.de

Mit einer Lösung aus Wasser und Natron kann man hervorragend die Kopfhaut reinigen und von überschüssigem Fett befreien. Durch seine leicht alkalische Wirkung reinigt Natron besonders schonend. Außerdem erspart man so Haut und Haar die vielen unnötigen Zusatzstoffe, die sich in normalen Shampoos befinden.

10. Natron als natürlicher Aufheller

Natron zählt zu den natürlichen Aufhellern (ebenso wie Zitronensäure), und so lassen sich zum Beispiel auch die Haare ganz ohne Chemie einfach aufhellen. Dafür muss man nur ein bis drei Päckchen (je nach Haarlänge und Stärke-Grad der Aufhellung) mit Wasser zu einem Brei vermengen und ihn auf die Haare oder die gewünschten Strähnen auftragen. Danach eine Stunde einwirken lassen und mit klarem Wasser ausspülen. Diese Prozedur kann man mehrmals wiederholen, bis das gewünschte Ergebnis da ist. Natron als Zahnpasta hellt die Zähne übrigens ebenfalls auf.

Natron ist wirklich ein Tausendsassa und lässt sich sowohl im Haushalt, in der Küche und für den Körper (innen und außen) verwenden. Schön, dass wir dich wieder entdeckt haben, du weißes Wundermittel!

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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