Woran erkenne ich gutes Olivenöl?

Der Betrug mit dem Olivenöl

Olivenöl ist aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken. In Salaten, über frischer Pasta oder einfach zum Dippen – einfach zum Niederknien. Dazu ist es auch noch sehr gesund: Mit einer Menge an verschiedenen Vitaminen, Mineralien, Polyphenolen und ungesättigten Fettsäuren schützt Olivenöl unseren Körper vor freien Radikalen und senkt damit das Risiko, an Krebs zu erkranken. Außerdem kann es Blutgerinnseln vorbeugen, den Blutdruck senken und dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern. Das ist aber nur der Fall, wenn es sich um reines, hochwertiges Olivenöl handelt. Aber woran erkenne ich gutes Olivenöl?

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Foto: Shutterstock / Lisovskaya Natalia

Die Frage „Woran erkenne ich gutes Olivenöl?“ ist nicht ganz einfach zu beantworten. Olivenöl ist nämlich leider nicht gleich Olivenöl!
Im Supermarkt findet man zwar massenhaft hochwertiges extra vergine oder natives Olivenöl extra, das aber oftmals aus nicht mehr ganz frischen oder sogar schon verdorbenen Oliven gewonnen wurden. Oder mit anderen Ölen, wie Sonnenblumenöl, Sojaöl, Haselnussöl oder Rapsöl, gestreckt wurden. Mit Chlorophyll und Beta-Carotin wird dann noch der bittere Geschmack verdeckt und die Farbe angepasst – fertig ist die Panscherei!
Und um den Schwindel zu vollenden: Angeblich “echtes italienisches Olivenöl” kommt oftmals gar nicht aus Italien. Stattdessen wird es aus Spanien, Marokko oder Tunesien nach Italien importiert, um es ganz legal mit “abgefüllt in Italien” kennzeichnen zu können. Tja, und wie erkenne ich gutes Olivenöl, wenn ich dem Etikett auch nicht trauen kann? Das verraten wir dir!

Woran erkenne ich gutes Olivenöl – Herkunft

Generell gilt: Je kleiner die Produktionsstätte, desto besser. Für kleinere Produzenten von Olivenöl gibt es nämlich keinen so großen Anreiz, mit ihrem Öl herumzupanschen, wenn sie dafür ihren Ruf und somit ihr gesamtes Geschäft riskieren.
Ein Hinweis auf gute Qualität des Öls ist das Siegel DOP (it. Denominazione d’Origine Protetta), was für “Geschützte Ursprungsbezeichnung” steht. Das Siegel besagt, dass Anbau, Ernte und Verarbeitung der Oliven zumindest in einer Region stattgefunden haben, ohne importiertes Öl. Über die tatsächliche fachkundige Verarbeitung der Oliven gibt dieses Siegel aber keine Auskunft.

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Foto: Shutterstock / Dominique Landau

Produktionsweise

Und hier kommt die Produktionsweise ins Spiel. Unsere Empfehlung: Lass dich vor dem Kauf fachkundig beraten und informieren, woher das Öl kommt und wie genau es produziert wird.
Für das richtig gute extra vergine oder natives Olivenöl extra werden die Oliven im perfekten Reifealter von Hand vom Baum gepflückt. Danach müssen die empfindlichen Früchte umgehend zu Öl weiterverarbeitet werden, da sie sonst sehr schnell verderben. Werden Oliven verarbeitet, die vielleicht schon schadhaft waren oder die zum Teil schon angefault vom Boden aufgelesen werden, handelt es sich beim Ergebnis nicht mehr um hochwertiges, gesundes Öl.

Preis

Ein wichtiges Indiz bei der Frage „Woran erkenne ich gutes Olivenöl?“ ist auch der Preis. Da gutes Olivenöl eine sehr gewissenhafte und aufwendige Produktion voraussetzt, sind die Kosten dafür sehr hoch und das fertige Öl somit entsprechend teuer. Handarbeit hat eben ihren Preis.
Im Supermarkt dagegen wird ein Liter extra vergine oder natives Olivenöl extra oftmals sogar für weniger als drei oder vier Euro angeboten. Was du dabei aber tatsächlich kaufst, ist minderwertiges Olivenöl. Und das kann dir und deiner Gesundheit nicht das geben, was es verspricht. Hochwertige, echte extra vergine Olivenöle sind weitaus teurer, wobei der Preis aber nicht unbedingt für Qualität stehen muss. Eine umfassende Beratung oder genaue Hintergrund-Recherche ist auch beim Olivenöl-Kauf also unumgänglich.

Birgit
Ute Unentschieden

Ist notorisch unentschlossen. Die Frage, ob man heute lieber den blauen oder grauen Pulli anziehen soll, kann einen aber auch aus der Bahn werfen. Deswegen geht Einkaufen auch gar nicht, da stehen zu viele Entscheidungen an. Außer wenn es um Bücher geht. Und Essen für den Sonntagsbrunch. Und Tee. Der hilft auch immer, wenn die Vergesslichkeit mal wieder zuschlägt: Wo ist eigentlich mein Schlüssel? Ach, das war heute?! Puh, erstmal durchatmen und zur Ruhe kommen mit dem Lieblingstee im passenden Kännchen. Versteht sich von selbst. Und Schokolade. Viel. Schokolade.

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