Welchen Fisch darf ich noch essen?

Tipps für einen nachhaltigeren Fisch-Konsum

Zu Weihnachten wird viel aufgefahren, wenn es um Kulinarisches geht. Nicht nur Gänse wandern dann in Massen über die Ladentheke, auch der Fisch-Konsum steigt erheblich. Besonders beliebt an den Feiertagen ist der Lachs. Dabei ist schon länger bekannt, dass Fisch stark mit Schadstoffen belastet ist und die Meere überfischt sind. Welchen Fisch man noch ruhigen Gewissens essen darf und was man zu einem nachhaltigeren Fisch-Konsum beitragen kann, erklären wir euch heute.

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Fisch bitte nur selten auf den Tisch

Am besten kann man wohl für Nachhaltigkeit sorgen, indem man eben nur ganz selten, dafür aber sehr bewusst Fisch isst. Es heißt zwar immer „Fisch ist so gesund, wegen den wertvollen Omega 3 Fettsäuren“, aber man findet diese Omega 3 Fettsäuren auch in vielen nicht-tierischen Produkten, wie Leinöl, Rapsöl oder Chia-Samen. Außerdem ist der meiste Fisch stark mit Ethoxyquin belastet, was wiederum alles andere als gesund für uns ist.

Was ist Ethoxyquin?

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Bild: br.de

Ethoxyquin ist ein billiges, chemisches Pflanzenschutzmittel, dass in Europa bereits seit 2011 verboten ist. Jedoch wird Ethoxyquin immer noch in großen Mengen dem Tierfutter beigemengt, um es für den Transport haltbarer zu machen. Und das landet dann wiederum im Tier und später dann eben auch in uns. Bei Fleisch gibt es einen Höchstwert von 50 Mikrogramm pro Kilogramm, der nicht überschritten werden darf. Beim Fisch gibt es keinen Richtwert. Und genau das ist ein großes Problem. In einer aktuellen Testreihe von Greenpeace lag der Ethoxyquin-Wert bei 32 Fisch-Proben (von 38) oberhalb des Fleisch-Richtwertes.

Greenpeace-Testreihe

Greenpeace hat verschiedene Fisch-Produkte bekannter Supermarkt-Ketten auf ihre Ethoxyquin-Werte getestet und die Ergebnisse bereit gestellt. Wenn ihr genau wissen wollt, ob und wie stark ein Produkt belastet ist, könnt ihr die detaillierten Ergebnisse direkt bei Greenpeace nachlesen.

Überfischung  und Aquakultur

Da der Zuchtfisch in Aquakulturen gefüttert werden muss, ist er meistens wie oben beschrieben mit Ethoxyquin belastet. Außerdem kommt auch viel Antibiotika zum Einsatz. Daher sollte man, wenn möglich, auf Wildfisch zurückgreifen. Doch auch hier sei gesagt: Wer gerne Fisch essen möchte, muss auch Verantwortung für seinen eigenen Konsum übernehmen. Man sollte seinen Fisch sorgfältig auswählen und darauf achten, dass es keine bedrohte oder überfischte Art ist, und der Fisch aus nachhaltigem Fang stammt.

Welchen Fisch man noch essen darf

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Welche Fischart aus gesunden Fischbeständen stammt und schonend gefangen wird, hat Greenpeace ebenfalls in einer Liste für euch bereit gestellt. Im Greenpeace-Fischratgeber erfahrt ihr, welchen Fisch ihr noch ruhigen Gewissens essen dürft. Viele sind es aber leider nicht mehr…

Alternative Omega 3 Fettsäuren

Wer damit argumentiert, dass Fisch so super gesund ist, dem möchte ich ein paar sehr gute, alternative Nahrungsmittel empfehlen, die ebenfalls reich an Omega 3 Fettsäuren sind:

  • Lein-, Hanf-, Walnuss- und Rapsöl
  • Chiasamen
  • Nüsse und Kerne
  • Kohlgemüse
  • grünes Gemüse wie Spinat, Lauch, grüne Bohnen, Mangold, Zucchini, Salat
  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, weiße Bohnen
  • Blaubeeren
  • Mango
  • wilder Reis
  • Quinoa
  • Roggen, Gerste, Buchweizen, Hirse, Hafer

Alternativen gibt es viele…

Manchmal muss man gewohnte Pfade verlassen und sich auch an Neues wagen. Die Welt verändert sich und so sollten auch wir Gewohnheiten zum Schutz unserer Umwelt verändern. Bewusstes Konsumieren, vor allem tierischer Produkte, sollte mittlerweile selbstverständlich sein, inklusive veganer und vegetarischer Alternativen. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem hochkulinarischen-vegetarischen Weihnachtsmenü? Oder einem super leckeren, veganen Seitansbraten?

Annika
Die Kleine

Mit einer Körpergröße von gerade einmal 156 cm gehört sie zu den kleinen Menschen unserer Bevölkerungsgruppe. Was ihr an Körpergröße fehlt, macht sie mit ihrer Vielseitigkeit wett. Die kunterbunte Mischung ihrer Interessen ist als Schreiberling eine große Bereicherung. Ob Punk Rock, Sinatra oder Die drei Fragezeichen, Horror- oder Liebesfilm, Steak oder Grünkern – sie kann allem etwas Positives abgewinnen. So richtig entscheiden will sie sich nicht, muss sie ja auch nicht.
Als Schauspielerin und Autorin konnte sie schon einiges von der Welt sehen, viele verschiedene Menschen kennen lernen und fremde Kulturen und Subkulturen erforschen. Kein Wunder also, dass sie jeden Kuchen probieren will!

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