Das perfekte Valentinstags Menü für alle, die gar nicht kochen können

Irgendwas ist einfach immer. Internationaler Tag der Jogginghose, Tag des Eichhörnchens, Oma Traudels Namenstag, Rosenmontag. Und jetzt auch noch das:

 

Der Valentinstag!

 

Liebe geht durch den Magen

Während einige Paare sich darüber einig sind, dass wahre Liebe keines vorgegebenen Tages, keines bestimmten Anlasses bedarf, um ausgelebt zu werden, gibt es Pärchen, oder die eine Hälfte manchen Pärchens (was den anderen Partner automatisch in Zugzwang bringt), die ihn lieben, den Valentinstag, und sich auf ein paar romantische Stunden freuen, auf liebevolle Gesten und süße Geschenke, langes Ausschlafen, Frühstücken im Bett, einen Besuch in der Therme, ein stimmungsvolles Candlelight Dinner – denn anstatt oller Pralinen oder langweiligen Blumen bietet sich kuschelige Zeit zu Zweit an, das macht glücklicher, und schont den Geldbeutel.
(Den Tisch beim Edelitaliener hättest du sowieso schon vor Wochen reservieren müssen, dafür ist’s heute zu spät…)

Wenn jemand fragt, wofür du stehst
Sag für Amore, Amore!

Doof nur, dass morgen Dienstag ist und somit Wellness und Freizeitspaß der Arbeit zum Opfer fallen werden.
Wie wär’s also, wenn du deine(n) Süße(n) heute Abend mit einem italienischen 3-Gänge-Menü zum Valentinstag überraschst? Was, du kannst nicht kochen und lässt sonst sogar schon nen Topf Wasser anbrennen?

Das perfekte Valentinstags Menü für alle, die eigentlich gar nicht kochen können

Keine Bange, Hilfe naht! Ich habe dir hier ein super einfaches, italienisches Menü zusammen gestellt – das übrigens, bei Bedarf, auch vegetarisch umzusetzen ist – und das so easy nachzukochen ist, dass du wirklich nichts falsch machen kannst.
Und denk immer daran: Der Gedanke zählt! Dein(e) Liebste(r) wird dahin schmelzen vor Rührung, dass du dir aus wahrer, tiefer Liebe (ebenso tief) in den Finger geschnitten und den Daumen verbrannt hast – und wird dich hingebungsvoll trösten und verarzten…

Tomatencremesuppe

Jahrestag: Tomatencremesuppe
Rot wie die Liebe! Die Tomatencremesuppe ist die perfekte Vorspeise für dein Valentinstags Menü!

Zutaten:
(für 4 Portionen)

  • 1 kleine Schalotte, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 g passierte Tomaten
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Zucker
  • 100 ml Süße Sahne oder Creme Fin
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 EL Basilikum, gehackt (frisch oder aus der Tiefkühltheke)

Zubereitung:

Die Knoblauchzehe schälen und mit dem Messerrücken ein wenig „anquetschen“ – nicht hacken, sie kommt ganz in die Suppe, damit sie zwar ihr Aroma abgeben kann, wird vor dem Servieren aber wieder heraus genommen. Ist ja schließlich Valentinstag und es soll noch ausgiebig und ohne Knobi-Atem geknutscht werden.
Olivenöl in einem Topf oder einer beschichteten Pfanne mit hohem Rand erhitzen, den Knoblauch und die gehackte Schalotte dazu geben und bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Aufpassen, dass nichts anbrennt, also immer schön rühren!
Nun das Tomatenmark hinzu geben und ebenfalls, unter ständigem Rühren, kurz anschwitzen (eine Minute reicht).
Mit den passierten Tomaten und der Gemüsebrühe aufgießen, den Zucker hinzu geben, kurz aufkochen lassen, und dann auf kleiner Flamme eine halbe Stunde einköcheln lassen.

Jetzt kommt der Knoblauch wieder raus, dafür Basilikum und Sahne rein, mit Salz und Pfeffer abschmecken (Vorsichtig! Lieber zu wenig als zu viel, nachwürzen kannst du später immer noch) – und fertig ist dein Tomatencremesüppchen!

Selbiges lässt sich übrigens hervorragend schon ein oder zwei Tage vorher zubereiten, eingetuppert im Kühlschrank aufbewahren, und wird am Tag der Tage dann nur noch kurz aufgewärmt.

Du kannst die Suppe beispielsweise in herzigen Schalen servieren, oder dir Herzchenausstecher besorgen, und das Brot, dass du zur Suppe reichst, herzförmig ausstechen.

Pizza, Baby!

Jahrestag: Pizza
Liebe geht durch den Magen. Pizza auch.

Ein guter Pizzateig ist wirklich nicht sehr schwer zuzubereiten, schmeckt aber um Welten besser als der gekaufte aus dem Kühlregal.
Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst du dir ja einen fertigen Teig aus dem Supermarkt holen, sozusagen als Backup, falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass mit deinem Teig etwas nicht klappt. Dann lässt’s sich auch gleich viel entspannter kneten!
Und falls du dich direkt für den fertigen Teig entscheidest, überspringst du den nächsten Teil, und steigst an der Stelle wieder ein, an der aus dem Pizzateig das Herz geschnitten wird.

Zutaten für den Teig:

  • 900 g Mehl (Typ 405, das „normale“ Haushaltsmehl)
  • 500 ml Wasser
  • 40 g Hefe (ein Würfelchen, gibt’s im Kühlregal)
  • 20 g Salz
  • 25 ml Olivenöl
  • 1 Prise Zucker

Zutaten für den Belag:

  • 1 Dose Pizzatomaten
  • 1 EL Basilikum
  • 1 EL Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Mozzarella
  • Das waren die Basics, und nun kannst du nach Lust und Laune ergänzen. Ob Klassiker wie Salami, Schinken und Champignons, Parmaschinken und Rucola (der kommt erst nach dem Backen drauf!) oder vegetarische Varianten mit frischem Spinat und Fetakäse oder Zucchini und Oliven– deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Zubereitung:

Im lauwarmen Wasser die Hefe, zusammen mit dem Olivenöl, Zucker und Salz, auflösen. Das Mehl dazu geben und alles zu einem glatten Teig kneten. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort (beispielsweise neben der Heizung) für 30 Minuten aufgehen lassen.

Du kannst den Teig jetzt entweder direkt verarbeiten, oder aber auch bis zu einem Tag im Kühlschrank abgedeckt aufheben (also auch einen Tag zuvor vorbereiten und somit am Tag der Tage mehr Zeit für die Liebe haben).

Der Teig wird auf der bemehlten Arbeitsfläche (das Mehl ist wichtig, sonst klebt er fest) ausgerollt. Falls du kein Nudelholz zum Ausrollen hast, kannst du auch einfach eine Glasflasche nehmen. Nun schneidest du mit einem Messer vorsichtig ein großes Herz aus dem ausgerollten Teig – bastel dir vorher eine Schablone aus Papier, die du auf den Teig auflegst, damit das Herz am Ende auch wie ein Herz aussieht.

Das Teigherz kommt nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, und der Backofen wird auf 225°C vorgeheizt.

Verteile die passierten Tomaten auf dem Teig und würze mit Kräutern, Salz und Pfeffer. Nun kommen Käse und der Rest, also Paprika, Thunfisch,… was auch immer du dir ausgesucht hast, auf deine Pizza.

Und jetzt ab mit ihr auf die untere Schiene des vorgeheizten Backofens. Die Backzeit variiert leider sehr stark, je nach dem wie dick oder dünn der Teig ist, und wie feucht und mächtig der Belag. Schau nach 15 Minuten das erste Mal nach deiner Pizza, nach spätestens 30 Minuten sollte sie fertig sein.

Blätterteig-Herzen

Jahrestag: Blätterteigherzen
Süße Blätterteig-Herzen mit Erdbeer-, Himbeer- oder Kirschfüllung und dazu ein Glas Schampus!

Für das Dessert kannst du den Backofen gleich an lassen – oder, noch besser – du bereitest es bereits am Vortag zu. Merkste was? Dieses Valentinstags Menü ist darauf ausgelegt, möglichst viel im Voraus erledigen zu können, um dann nicht den ganzen Abend in der Küche stehen zu müssen.

Wenn du die Blätterteigherzen allerdings frisch zubereiten möchtest, auch super, denn warm und frisch aus dem Ofen schmecken sie besonders lecker!

Zutaten:

  • 1 Packung Blätterteig
  • Marmelade (Himbeer, Erdbeer,…)
  • Ein paar Beeren (frisch oder aufgetaute Tiefkühlbeeren)
  • Puderzucker

Zubereitung:

Die gute Nachricht: Kein Mensch macht Blätterteig selber. Ok, gut, vielleicht irgendwelche Spitzenpatissiers, aber sogar deine Oma kauft den fertigen Blätterteig aus der Kühltheke. Du also auch.

Nimm ihn aus der Packung und roll ihn aus, dann stichst du mit einem Herzausstecher kleine Herzen aus und legst sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Bestreich die Herzen mit der Marmelade und setze ein zweites Herz obendrauf.

Nun kommt das Backblech für 15 bis 20 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen.

Vor dem Servieren kannst du auf die Herzen nochmal einen winzigen Klecks Marmelade und darauf einige frische Beeren geben und die kleinen Kunstwerke mit Puderzucker bestäuben.

Vollkommen werden deine Herzchen, wenn du sie deiner oder deinem Liebsten mit einem kühlen Glas Prosecco, Crémant oder Champagner servierst (und ein paar der Dekobeeren aus optischen Gründen mit ins Schampusglas gibst).

Das war’s für dieses Jahr in Sachen Valentinstags Menü

Unser super einfaches, italienisch angehauchtes Romantikmenü für all die verliebten Nicht-Köche!
Lass mich unbedingt wissen, ob alles geklappt hat und du deinen Schatz mit diesem romantischen Dinner glücklich machen konntest!
Auf die Liebe!

 

Sibylle
Rotkäppchen

Hat einen Faible für schöne, unnütze Dinge – und ist somit bei Zitronenzauber zuständig für Deko und Interior, Lifestyle und ästhetisches Allerlei. Ihre andere große Leidenschaft: Essen. Also Essen essen. Und Essen machen. Und drüber schreiben. Yum. Geht immer: Bier, Käse und Schokolade. Flamingos. Überhaupt alles was Rot ist. Reisen. Riesenräder. Geht gar nicht: Bananen. Winter und kalt. Bananen. Und Bananen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.