Raindrop Cake – Der Regentropfen auf dem Teller

Erfunden vom japanischen Koch Darren Wong, hatte der Raindrop Cake im April 2016 sein Debut in Brooklyn.  Seitdem erobert dieser ungewöhnliche Regentropfen zum Essen die Welt im Sturm.

Zugegeben: Als ich zum ersten Mal einen Regentropfenkuchen vor mir hatte, war mein Gedanke: What the hell is this thing ?!

Nach dem ersten zaghaften Bissen: Überzeugung. Und heute möchte ich Euch überzeugen. 🙂

Raindrop Cake

Die Geschichte zum Raindrop Cake

Der „Raindrop Cake“ wurde im Frühjahr dieses Jahres vom Japaner Darren Wong ins Leben gerufen. Jener hatte sich vorher bereits ausgiebig mit einem traditionellen japanischen Dessert namens „Mizu Shingen Mochi“ beschäftigt, welches als Basis für seine eigene Kreation dienen sollte. Das Licht der Öffentlichkeit erblickte der ungewöhnliche Nachtisch das erste mal unter den bunten Zelten des „Smorgasburg Food Market“- von der New York Times gerne auch „The Woodstock of Eating“ genannt – einem Szenemarkt am Ufer des Hudson Rivers. Unaufhaltsam ging es weiter: Von den Tellern der Foodies aus Brooklyn über Instagram in die Blogs und Zeitungen in aller Welt.

Eigentlich nicht überraschend, ist dieser Nachtisch doch unglaublich cool: Ein übergroßer, durchsichtiger Wassertropfen, der essbar ist.

In einem Interview gab Herr Wong erst kürzlich bekannt, dass er sich von einer Szene aus dem Animationsfilm „A Bugs Life“ inspirieren lies, „wo sie Wassertropfen von großen Blättern trinken.“

Der Geschmack

Der „Raindrop Cake“ steht ganz im Zeichen von japanischem Minimalismus, kommt er doch mit nur zwei Zutaten aus: Mineralwasser und Agar Agar (die vegane Version von Gelatine). Der „Regentropfen“ ist an sich geschmacklos, wird daher zusammen mit geröstetem Sojabohnen-Pulver und Melasse aus braunem Zucker serviert.

Das erste Eintauchen des Löffels in den durchsichtigen Tropfen fühlt sich tatsächlich so an, als würde man Wasser schneiden. Und in Kombination mit den Beilagen ergibt sich ein ungewohnt erfrischender Geschmack. Schmeckt irgendwie nach Regen. Tolles Zusammenspiel der unterschiedlichen Texturen. Schwierig in Worte zu fassen, ziemlich genial.

Regentropfen Kuchen

Das Rezept

Wie kommt man nun aber in den Genuss dieses außergewöhnlichen „Kuchens“?

Eine Variante: Dem „Smorgasburg Food Market“ einen Besuch abstatten und das Dessert direkt an der Quelle schnabulieren. Für alle Anderen, die in absehbarer Zeit nicht über den großen Teich fliegen, gibt es Variante 2: Zu Hause nachkochen!


Regentropfen-Kuchen

Zubereitungszeit ca. 10 Minuten, Mengenangaben für 2 Portionen

Zutaten

1/4 l
Stilles Mineralwasser
1 TL
Agar Agar Pulver
2 EL
Sojamehl
2 EL
Ahornsirup / Kokosblüten-Sirup oder Ähnliches

Zubereitung

  • Wasser aufkochen, Agar Agar langsam einrühren und kurz aufkochen.
  • Anschließend in kleine Schälchen füllen und im Kühlschrank für ca. 2 Stunden fest werden lassen
  • Sojamehl in einer Pfanne ohne Zugabe von Öl goldbraun rösten
  • Abschließend die erkaltete Masse auf einen Teller stürzen, mit dem gerösteten Sojamehr sowie einem Klecks Sirup garnieren und servieren.

Achtung: Beim Essen nicht zu viel Zeit lassen, da sich der Kuchen nach ca 30 Minuten wieder „verflüssigt“

Viel Spaß beim Nachkochen 🙂



Peter
Der Pirat

 

Unser Deutscher in Wien mit einem Faible für Genießen, Kochen und Essen.

Musikfetischist, Hedonist, Technikfreak.

Publizist und Community Manager bei Tag, in der Nacht Pirat.

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