Nichts für Vegetarier! Knochenbrühe to go

Omas Fleischsüppchen-Renaissance

Das Who-is-Who der Hollywood-Stars schwört schon lange auf Knochenbrühe. Die Suppe aus gekochten Knochen ist nun auch in Deutschland angekommen und wird als flüssiges Superfood in Pappbechern verkauft.

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Schmeckt genauso gut wie Tee oder Kaffee, gibt aber nachhaltigere Energie: Knochenbrühe!

Warum euch das interessieren sollte? Vielleicht weil ihr die Nase voll von Matcha-Tee, Kokoswasser oder Grünkohl-Smoothies habt und trotzdem etwas für eure Gesundheit schlürfen wollt! Der Knochenbrühe werden nämlich, wie es sich für ein echtes Superfood gehört, fast magische Kräfte zugeschrieben: stärkt das Immunsystem, gut für Knochen und Gewebe, entzündungshemmend, verträglich für die Verdauung und sogar mit Anti-Aging-Effekt.

Was steckt in Knochenbrühe drin?

Wem der Begriff „Paleo“ nicht ganz fremd ist, hat sicher auch schon einmal was von Knochenbrühe gehört. Die ist nämlich schon länger fester Bestandteil dieses Ernährungstrends, wird jetzt aber zunehmend massentauglich. Paleo-Anhänger essen vor allem Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse und Obst, verzichten aber auf Hülsenfrüchte, Getreide, Milchprodukte und Zucker. Für sie dient Knochenbrühe als wichtige Mineralquelle.

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Vor allem aus dem Mark wird Kollagen in die Brühe abgegeben

Für die Brühe sieden in der Regel Rinder-, Kalbs- und Hühnerknochen stundenlang in Wasser vor sich hin. Wer die Knochen zuvor anröstet, sichert seiner Brühe einen kräftigeren Geschmack. Durch das bis zu 24-stündige Köcheln wird das Knochenmark ausgekocht. Im Anschluss kommen, ähnlich der klassischen Hühnersuppe, u.a. Zwiebeln, Lorbeer, Ingwer, Knoblauch, Petersilie, Karotten und/oder Salz rein.

Wundermittel, Superfood?

In Zeiten, in denen gefühlt jeder Zweite Veganer ist, kommt Knochenbrühe nicht gerade sexy daher. Aber mal davon abgesehen, dass durch das Auskochen der Knochen alle Teile des Tieres Verwendung finden und nicht nur das Filetstück auf dem Teller landet, scheint die Wirkung vielversprechend. Nachgewiesen ist das, wie bei fast jedem sogenannten Superfood, allerdings mal wieder nicht. Dafür kann man aber anhand der einzelnen Zutaten durchaus eine positive Wirkung auf den Körper erkennen.

Dass sich aus den lange köchelnden Knochen (vor allem aus dem Mark) Mineralien wie Calcium und Magnesium sowie Proteine wie Kollagen und Aminosäuren lösen, liegt auf der Hand. Wieviel davon tatsächlich in der Knochenbrühe landet, ist nicht klar. Ebenfalls weiß man nicht, welche Wirkung sie konkret auf die Gesundheit des Einzelnen haben.

Dafür gibt es tatsächlich Hinweise, dass die Brühe gegen Erkältungen hilft. Grund hierfür sind die ähnlichen Zutaten wie bei einer klassischen Hühnersuppe, die weiße Blutkörperchen und somit Erkältungen blockiert. Das fanden Forscher der Uni Nebraska heraus.

Dennoch solltet ihr euch die, mit viel Salz versetzte, Knochenbrühe nicht literweise in den Rachen kippen. Eine Studie britischer Forscher hat gezeigt, dass sich in der Kraftbrühe ein erhöhter Anteil Blei befindet. Diesbezüglich sagte Professor Bernhard Watzl, der das Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe leitet, gegenüber Stern.de: „Wer sie maßvoll trinkt, schadet sich nicht“.

Aber wie schmeckt das Zeug überhaupt?

Bone Brox macht Knochenbrühe in Berlin salonfähig

In stylischen schwarzen Pappbechern kann man Omas Kraftbrühe noch bis Ende Februar in Berlin-Mitte kaufen. Wer das verpasst, bestellt sie einfach online. Konrad Knops und Jin-Woo Bae haben sich in ihrem Unternehmen Bone Brox dem Super-Slow-Food angenommen und machen Omi stolz!

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Beim Berliner Startup Bone Brox gibt’s Knochenbrühe to go. (Foto: Bone Brox)

Die Berliner Jungs bieten ihre Brühe in verschiedenen Geschmacksrichtungen an, ganz wie das Vorbild Brodo aus New York. Die pure Knochenbrühe kann man dann mit Ingwer, Kurkuma, Kokosöl oder verschiedene Buttersorten pimpen. Und so schaffen es die Jungs, dass die Knochenbrühe eher wie gewürzter Tee schmeckt und gleichzeitig einen nährstoffreichen und kalorienarmen Energiekick liefert.

Isabel
Curly Sue

Nimmt Pralinen nur aus der Packung, wenn die übrigen ein symmetrisches Muster ergeben. Wenn nicht, wird umsortiert – in aller Seelenruhe. Ihre Contenance verliert sie nur in zwei Situationen – wenn keine neue Reise geplant ist und beim Kochen. Multitasking ist nämlich hingegen der landläufigen Meinung nichts, das jede Frau beherrscht. Dafür kann sie besonders gut Essen gehen, Serien streamen und fluchen. Letzteres Talent weiß sie gekonnt beim Beachvolleyball oder dem morgendlichen Versuch ihre Haare zu bändigen, einzusetzen.

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